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18.10.2017 21:18 Uhr - DHB-Pokal - dpa, dsc, red

Flensburg scheitert im Pokal-Achtelfinale - Füchse jubeln

Lasse Svan traf achtmalLasse Svan traf achtmal
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Die Füchse Berlin sind ins Viertelfinale des DHB-Pokals eingezogen. Der Cupsieger von 2014 gewann am Mittwoch 29:26 (14:14) bei der SG Flensburg-Handewitt und revanchierte sich für das unglückliche Achtelfinal-Aus der Vorsaison. In einer spannenden Partie erzielten die Berliner erst kurz vor Schluss vor 5.654 Zuschauern in der Flens-Arena die entscheidenden Treffer. Einmal mehr war Torjäger Petar Nenadic mit sieben Toren bester Füchse-Schütze. Für Flensburg traf Lasse Svan achtmal.

Die ersten Minuten verliefen ausgeglichen: Die Flensburger legten über die Außen vor, die Gäste aus der Hauptstadt glichen über Kreisläufer Erik Schmidt jeweils umgehend aus. Nach einer Glanztat von Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter konnte Fabian Wiede sein Team in der sechsten Minute dann mit dem 3:2 erstmals in Vorlage bringen. Früh haderten die Flensburger bereits mit der Schwäche der letzten Woche, nach guten Kombinationen wurden teils beste Chancen ausgelassen - unter anderem auch ein Siebenmeter. Bjarki Mar Elisson hatte kurz zuvor auf 4:2 erhöht.

Ein erfolgreich abgeschlossener Gegenstoß von Jacob Heinl sorgte für Hoffnung bei den heimischen Fans, beeindruckte die Füchse aber nicht nachhaltig: Sie antworteten durch Petar Nenadic und Fabian Wiede, beim 6:3 lagen erstmals drei Tore zwischen den Konkurrenten. Seinen Anteil daran hatte vor allem Silvio Heinevetter, der sich mehrfach auszuzeichnen wusste. Allerdings meldeten sich die Flensburger wenig später zurück, eine Dreier-Serie durch Thomas Mogensen, Lasse Svan und Jacob Heinl brachte beim 7:7 den Ausgleich - die Halle war längst auf Betriebstemperatur.

Den Hausherren bot sich in Überzahl die Chance auf die Führung, doch Petar Nenadic war zur Stelle und hielt das Team aus der Hauptstadt mit seinen Treffern zum 8:7 und 9:8 in Vorlage. Weiter als auf zwei Tore ließen die Flensburger die Gäste aber nicht mehr enteilen. Rasmus Lauge sorgte immer wieder für Impulse bei den Norddeutschen, die aber weiterhin Probleme mit dem Rückraum der Gäste hatten - trotz einiger Paraden von Mattias Andersson. Die letzten Minuten aber nutzte die SG, Rasmus Lauge und Lasse Svan sorgten dafür, dass das Team von Maik Machulla ein 14:14 mit in die Kabinen nahm.

Den Berlinern gelang durch Hans Lindberg der erste Treffer des zweiten Abschnitts, das Momentum schien aber weiter bei den Hausherren. Die Halle bejubelte nach dem Ausgleich von Hampus Wanne beim 16:15 durch Lasse Svan die erste Führung seit dem 2:1. Wanne legte auch noch das 17:15 nach, Velimir Petkovic sah sich auf der Bank der Füchse zu einer frühen Auszeit gezwungen. Die Füchse stabilisierten sich auch dank der weiterhin starken Leistung von Silvio Heinevetter. Beim 18:18 gelang sogar der Ausgleich, den Ton aber gaben weiterhin die Flensburger an - das 22:20 von Hampus Wanne bedeutete dabei zehn Minuten vor dem Ende sogar wieder eine Zwei-Tore-Führung.

Bei den Füchsen blieb Silvio Heinevetter ein wichtiger Rückhalt und in der Offensive trieb Petar Nenadic sein Team voran. Auf das Konto des Rückraumspielers ging auch der Anschlusstreffer auf den dann Erik Schmidt den Ausgleich zum 23:23 folgen ließ - auf Augenhöhe ging es in die verbleibenden sechs Minuten. Flensburg ging in Unterzahl das Risiko eines zusätzlichen Feldspielers und dieses wurde durch Jakov Gojun mit einem Treffer in das verwaiste Tor bestraft - die Führung für das Team aus der Hauptstadt.

Mogensen glich aus, doch das Momentum war zu den Gästen gewechselt: Nach der Führung von Schmidt vergaben die Flensburger einen weiteren Siebenmeter, während sich auf der Gegenseite aus gleicher Distanz Hans Lindberg treffsicher zeigte und das 26:24 markierte. Flensburg verwandelte den nächsten Siebenmeter und zwang die Füchse in deren nächsten Angriff in die Passivwarnung - der erhobene Arm der Schiedsrichter war das Zeichen für Petar Nenadic. Sein 27:25 war die entscheidende Weichenstellung, zumal auf der Gegenseite erneut Silvio Heinevetter zur Stelle war und damit das vorentscheidende 28:25 des treffsicheren Bjarki Mar Elisson vorbereitete, der auch für den 29:26-Endstand verantwortlich zeichnete.

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Männer · DHB-Pokal · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 18.10.2017 · 19:30 Uhr
SG Flensburg-H.26:29
Füchse Berlin
Flens-Arena Flensburg (Campushalle) · Zuschauer : 5644

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:1 (2.), 2:4 (5.), 3:4 (9.), 3:5 (10.), 4:6 (12.), 5:7 (13.), 7:7 (16.), 7:8 (18.), 8:9 (20.), 9:10 (21.), 10:11 (22.), 10:12 (25.), 11:13 (27.), 12:14 (28.), 14:14 (HZ), 14:15 (31.), 16:15 (33.), 17:15 (35.), 17:16 (36.), 18:16 (37.), 18:18 (40.), 19:18 (42.), 19:19 (43.), 20:19 (45.), 21:20 (48.), 22:20 (49.), 22:21 (50.), 23:21 (51.), 23:22 (52.), 23:24 (53.), 24:25 (54.), 24:26 (55.), 25:26 (56.), 25:27 (57.), 25:28 (58.), 26:29 (59.), 26:29 (EN)

Torschützen: Svan(8), Lauge Schmidt(4), Wanne(4), Mahé(4/1), Mogensen(3), Heinl(2), Jeppsson(1/1),
Siebenmeter: 2 / 4
Zeitstrafen: 3
Rot:
Torschützen: Nenadic(7), Elisson(5), Lindberg(5/1), Schmidt(4), Fäth(3), Wiede(3), Drux(1), Gojun(1),
Siebenmeter: 1 / 1
Zeitstrafen: 4
Rot:

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