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18.10.2017 21:34 Uhr - DHB-Pokal - Julius Hahn

Ferndorf bietet Rhein-Neckar Löwen lange die Stirn - Favorit setzt sich am Ende aber durch

Mads Mensah LarsenMads Mensah Larsen
Quelle: Jenny Seidel
Im Sport gibt es in den allermeisten Fällen einen Sieger und einen Verlierer. Das war auch im DHB-Pokalspiel zwischen dem TuS Ferndorf und den Rhein Neckar Löwen der Fall, doch die Stimmung war trotzdem gut. Zwar hatte der Drittligist aus Ferndorf mit 24:28 (13:15) Toren eine erwartete Niederlage eingesteckt, aber über weite Strecken der Partie hatte die Lertscht-Sieben in Führung gelegen. Letztlich waren es fünfzehn sehr gute Minuten der Löwen die das Aus des TuS im DHB-Pokal besiegelten.

Als Patrick Bettig eine Sekunde vor der Halbzeitsirene das 13:15 für den TuS Ferndorf markierte, blieben viele der 3150 Zuschauer in der Schwalbe-Arena stehen und klatschten anerkennend Beifall. Denn die ersten dreißig Spielminuten der Lerscht Sieben gegen den deutschen Meister, die Rhein Neckar Löwen, waren wahrlich von überraschend mutig und stark aufspielenden Siegerländern geprägt. Der Drittligist zeigte sich nämlich wahrlich nicht beeindruckt vom deutschen Meister, hatte lange Zeit das Heft in der Hand.

Besonders Jonas Faulenbach zeigte sich in einer ganz starken Verfassung, markierte in Halbzeit eins sieben Tore ? sechs davon in den ersten fünfzehn Minuten ? und war somit maßgeblich daran beteiligt, dass der TuS erst 6:3 (8.), später 10:9 führte (20.). Den Grundstein legten die ?Gastgeber? dabei allerdings in der Deckung. Gegen die behäbig und ideenlos wirkenden Gäste deckten Kopolar & Co. mit besonders viel Leidenschaft, schlossen Lücken im Deckungsverbund mit viel Laufbereitschaft und zeigten dabei eine aggressive, aber keinesfalls unfaire körperliche Präsenz.

Gepaart mit Lucas Puhl im Tor war dies eine Mischung, die den Löwen zunächst gar nicht schmeckte. Erst mit zunehmender Spieldauer kam die Mannschaft von Nikolaj Jacobsen besser ins Spiel, auch Michael Lerscht nun vermehrt durchwechseln ließ. Der Ferndorfer Rückraum tat sich nun schwerer Chancen zu erspielen, aber besonders in der Rückwärtsbewegung waren die Löwen meist ein, zwei Schritte schneller als der TuS. So drehte Bogdan Radivojevic in Minute 24 erstmals die Partie (10:11), bis zur Pause einteilte der deutsche Meister auf 13:15 (30.).

Weitere acht Spielminuten später sah es nach einer deutlichen Angelegenheit aus, denn Alexander Petersson und seine Mitspieler einteilten dem TuS binnen weniger Augenblicke auf 13:21 (38.). In dieser Phase zeigten die Gäste, welches Potential in ihnen steckte, eine nun deutlich stabilere Abwehr sowie schnellere Angriffe zahlten sich für die Jacobsen Sieben deutlich aus. Weil Michael Lerscht allerdings eine Auszeit nahm und seine Mannen neu einstellte, sollten die Ferndorfer nicht weiter ins Hintertreffen geraten.

Stattdessen zeigte der Drittligist nun Charakter, lag zwar bis zur 45. Minute weiter im Hintertreffen (16:23). Aber die Leistung war nun wieder deutlich verbessert, die Deckung agierte nun wieder besser und auch der zurHalbzeit eingewechselte Kai Rottschäfer entschärfte nun manchen Wurf auf sein Gehäuse. Wirklich Stimmung kam in der Schwalbe Arena dann auf, als Lerscht der jungen Regie sein Vertrauen schenkte. Linus und Mattis Michel, Leon und Michel Sorg: Die jungen Ferndorfer Eigengewächse bekamen alle ihre Chance sich auszuzeichnen und nutzen diese, unter dem Jubel der rot-weißen Fans, auch mitunter kaltschnäuzig aus.

Weil außerdem Jonas Faulenbach und Marijan Basic wieder vermehrt Verantwortung im Angriff übernehmen durften, schmolz der Löwen-Vorsprung mit zunehmender Spieldauer auch weiter. Zwölf Minuten vor Schluss markierte Faulenbach das 18:23, weiter vier Minuten später das 20:24. Als Mattis Michel in der 56. Minute gar zum 22:25 traf, witterten die Siegerländer plötzlich wieder ihre Chance. Zwei Einzelaktionen von Mensah Larsen und Alexander Petterson entschieden die Partie aber endgültig, am Ende siegte der Favorit mit 24:28.

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Männer · DHB-Pokal · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 18.10.2017 · 19:30 Uhr
TuS Ferndorf24:28
Rhein-Neckar Löwen
Schwalbe Arena · Zuschauer : 3150

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:1 (2.), 3:1 (3.), 4:2 (4.), 5:3 (6.), 6:4 (8.), 6:6 (12.), 7:6 (13.), 8:6 (14.), 9:7 (15.), 9:8 (18.), 10:9 (20.), 10:11 (22.), 11:12 (25.), 11:14 (28.), 12:15 (29.), 13:15 (HZ), 13:16 (31.), 13:18 (33.), 13:20 (35.), 14:21 (38.), 14:23 (41.), 16:23 (44.), 18:23 (46.), 19:24 (49.), 20:25 (51.), 22:25 (53.), 23:26 (56.), 24:27 (58.), 24:28 (EN)

Torschützen: Faulenbach(8), Basic(5), Bettig(2), Michel(2), Sorg(1), Sorg(1/1), Schneider(1), Neitsch(1), Michel(1/1), Koloper(1), Schneider(1),
Siebenmeter: 2 / 2
Zeitstrafen: -
Rot:
Torschützen: Petersson(6), Radivojevic(5), Rnic(5), Tollbring(4/2), Larsen(4), Taleski(1), Baena Gonzalez(1), Pekeler(1), Guardiola Vilaplana(1),
Siebenmeter: 2 / 2
Zeitstrafen: 1
Rot:

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