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06.11.2017 15:11 Uhr - DHB-Pokal - Christian Ciemalla - mit Material Vereine

Vom "Zonk" über "Geschenkt bekommt man nix" zu "hätte schlimmer kommen können" - Stimmen zur Pokalauslosung

In der Sendung "Kretzschmar - Der Handball-Talk" wurden gestern in Leipzig von RB-Fußballprofi Stefan Ilsanker die Viertelfinals im DHB-Pokal der Männer ausgelost. "Ich versuche schnell mit dem Auto rauszukommen", erklärte die Losfee danach mit einem Lächeln - schließlich hatte er im Wohnzimmer der Leipziger Handballer diese auf eine Auswärtsreise zu Meister Rhein-Neckar Löwen geschickt. Für die für den 6. und 7. März vorgesehenen Viertelfinals gingen die Meinungen bei den betroffenen Teams auseinander, lediglich einen Sieg sind diese noch vom Final4 in Hamburg entfernt, das am 5. und 6. Mai ausgetragen wird.

Rhein-Neckar Löwen - SC DHfK Leipzig

"Dieses Los hat sich sicher keiner gewünscht", erklärte Niclas Pieczkowski und sprach vom "Zonk". Im Anschluss an den Heimsieg der Leipziger gegen die MT Melsungen war dem SC DHfK die wohl schwierigste Auswärtsaufgabe im Viertelfinale des DHB-Pokals beschert worden - ein Auswärtsspiel bei Meister Rhein-Neckar Löwen. "Wir müssen sportlich herangehen. In der letzten Saison haben wir bei den Löwen nur mit einem Tor verloren. Wir können dort mit breiter Brust auftreten und sind in jedem Fall der Underdog. Wir schauen mal, wie weit wir sie ärgern können. Wenn man gewinnen will, muss man eh jeden schlagen", fügte der Nationalspieler kämpferisch an.

Während die Auslosung im Wohnzimmer der Leipziger stattfand, erreichte die Rhein-Neckar Löwen das Ergebnis während des Champions League Spiels im ungarischen Szeged, das der Deutsche Meister souverän für sich entschied. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Los. Wir haben uns ein Heimspiel gewünscht, um gemeinsam mit unseren Fans den letzten Schritt zur Endrunde zu machen", kommentierte Mannschaftskapitän Andy Schmid. Auch Trainer Nikolaj Jacobsen war zufrieden: "Wir haben ein Heimspiel bekommen, das ist schon ein Vorteil. Leipzig ist ein unangenehmer Gegner, gegen den wir uns eigentlich immer recht schwer getan haben. Wir wollen aber unbedingt wieder nach Hamburg." Die Löwen hoffen den Fluch im Pokal in diesem Jahr ad acta legen zu können - zumal mit dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt zwei Schwergewichte bereits im Achtelfinale scheiterten.

Füchse Berlin - SC Magdeburg

"Es gibt leichtere Lose", war auch Magdeburgs Robert Weber nur bedingt zufrieden mit der Auslosung. "In Berlin wird es ein Kracher-Spiel. Mit den Löwen, der härteste Brocken, der im Topf war", blickte der österreichischhe Rechtsaußen auf die Aufgabe in der Hauptstadt und fügte mit Blick auf die Losfee an: "Der Ösi Ilsanker hat gesagt, wer den Pott holen will, muss jeden schlagen. Aber gegen die Füchse in Berlin zu gewinnen ist schwerer als beim Final Four in Hamburg. Geschenkt bekommt man nix." Linksaußen Matthias Musche sah es ähnlich, zeigte aber auch Vorfreude auf das Duell: "Sicherlich nicht einfach. Aber warum sollen wir nicht in Berlin gewinnen? Da wird es brennen im März. Aber das macht den Pokal aus." SCM-Kapitän Christian O`Sullivan befand: "Das ist kein Traumlos. Die Füchse haben eine sehr gute Mannschaft und dann müssen wir auch auswärts ran. Das wird sehr sehr schwer. Aber auch wir sind ein gutes Team."

TSV Hannover-Burgdorf - Frisch Auf Göppingen

Auf der Rückreise nach dem 28:28 in Hannover erreichte Frisch Auf! Göppingen die Nachricht, dass es im Viertelfinale des DHB-Pokals noch einmal auf die gleiche Strecke gehen wird. "Es hätte schlimmer kommen können, insofern kann ich mit dem zugelosten Gegner leben", befand Trainer Dr. Rolf Brack, der mit seinem Team nur knapp an einem Sieg vorbeigeschrammt war - ein von Hannovers Torhüter Martin Ziemer abgewehrter Siebenmeter hatte in der letzten Sekunde den zweiten Punkt gekostet. "Ein Heimspiel wäre natürlich besser gewesen, aber jetzt werden wir aus dem Ligaspiel die Lehren ziehen und versuchen, im Pokal noch besser anzutreten", so Brack. Eins ist schon jetzt sicher, mit einem Unentschieden werden sich beide Teams im Pokal nicht trennen.

"Da wird es Anfang März einen Hauch von Europapokalflair in Hannover geben. Nur wenige Tage nach unserem Auswärtsspiel in der Liga empfangen wir Göppingen dann Zuhause. Es ist die letzte Hürde vor dem REWE Final Four in Hamburg, daher freuen wir uns auf ein spannendes Pokalspiel in Hannover", erklärte unterdessen Hannovers Geschäftsführer Benjamin Chatton. Bei Recken-Kapitän Kai Häfner überwog die Freude über das Heimrecht. "Wir spielen Daheim und das ist erstmal das Wichtigste. Heute haben wir gesehen, welch hohe Hürde die Mannschaft von Frisch Auf! Göppingen darstellt, aber trotzdem wollen wir diese Aufgabe, gemeinsam mit unseren Fans im Rücken, meistern." Trainer Carlos Ortega fügte an: "Göppingen hat im Ligaspiel bewiesen, dass sie eine sehr gute Mannschaft haben, aber wir spielen Zuhause und sind darüber glücklich. Das Spiel ist aber noch sehr weit weg und wir sollten unseren Fokus auf die Bundesliga legen."

HSG Wetzlar - TVB Stuttgart

Auf ein Heimspiel freut sich auch die HSG Wetzlar, die allerdings ein Terminproblem hat, da die Rittal Arena zum vorgesehenen Termin am 6./7. März durch zwei Auftritte von Mario Barth belegt ist, gesucht wird ein Ausweichspielort. "Ganz klar hätte es uns schlimmer treffen können, beispielsweise mit einem Auswärtsspiel in Mannheim oder Berlin. Deshalb sind wir mit der Auslosung grundsätzlich natürlich zufrieden", so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp, der am Sonntag anfügte: "Allerdings gibt es in der Vorschlussrunde vor dem Final Four keine leichten Aufgaben mehr. Dass Stuttgart ein unangenehmer Gegner werden wird, ist nicht zuletzt seit dem heutigen Auswärtssieg beim TV Hüttenberg klar. Allerdings wollen wir Mitte März unseren Heimvorteil nutzen und die Chance etwas historisches zu leisten am Schopfe packen, wenn sie sich schon bietet."

Weitere Informationen zum DHB-Pokal:







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