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18.06.2017 10:31 Uhr - Beachhandball - jun

"Wir waren so, so knapp dran": Drei Fragen an ... Amelie Möllmann

Amelie Möllmann erzielte gegen die Niederlande neun PunkteAmelie Möllmann erzielte gegen die Niederlande neun Punkte
Quelle: jun
Es war eine hauchdünne Entscheidung: Die weibliche U17 des DHB bot den favorisierten Niederländerinnen hervorragend Paroli und musste sich im Halbfinale der Beachhandball-Europameisterschaft erst im Shoot Out geschlagen geben. Mit neun Punkten war Amelie Möllmann gemeinsam mit Isabel Kattner beste Werferin der deutschen Auswahl - und zeigte sich danach kämpferisch: "Wir sind jetzt so dicht an Gold und Silber vorbeigeschrammt und wollen unbedingt Bronze."

Amelie, kurz nach dem Halbfinale: Überwiegt der Stolz, die Niederlande so dicht an den Rand der Niederlage gebracht zu haben oder die Trauer, das Finale zu verpassen?

Amelie Möllmann:
Natürlich ist im ersten Moment die Trauer ganz oben. Wir waren so, so knapp dran. In der Gruppenphase sind wir gestern von den Niederlanden komplett überrannt worden und ich glaube, sie hatten heute gar nicht mit uns gerechnet. Uns hat eh niemand im Halbfinale gesehen - und dann so knapp dran zu sein und zu verlieren, tut schon weh. Wenn man aber mal einen Schritt zurück geht und genau das sieht - dass wir eben so knapp dran waren - ist das schon echt eine mega Leistung von uns gewesen. Die Niederlande sind letztes Jahr durch die EM marschiert, es ist eine starke Mannschaft - und dass es so eng war, war echt gut!

Was hat den Unterschied ausgemacht?

Amelie Möllmann:
Ich glaube, am Ende sind es die Nerven gewesen. Die Niederländerinnen haben ein bisschen mehr die Nerven behalten als wir. Uns fehlte heute vielleicht auch dieses kleine Quäntchen Glück. Das hat uns gestern gegen Russland ins Halbfinale gebracht, heute hat es nicht funktioniert. Beim Shoot Out ist es eh immer Fifty-Fifty - und heute war es dann eben für Holland.

Im Spiel um den dritten Platz geht es nun gegen Ungarn. Was nehmt ihr euch vor?

Amelie Möllmann:
Wir wollen auf jeden Fall alles geben! Wir sind jetzt so dicht an Gold und Silber vorbeigeschrammt und wollen unbedingt Bronze. Wir haben mit Ungarn noch eine Rechnung offen, weil wir gestern beide Halbzeiten ganz knapp verloren haben. Wir haben einen Mega-Teamgeist gezeigt und jeder hat sich in dieser Woche, die wir jetzt seit dem Turnier in Prag zusammen sind, unglaublich weiterentwickelt. Ich denke, wenn wir so spielen, wie wir gerade gespielt haben und wir diese Leistung noch einmal abrufen, kann es nur gut werden.

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