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19.06.2017 15:09 Uhr - Beachhandball - jun

"Ein großes Ziel erfüllt": Beachtrainer Konrad Bansa nach Bronze im Interview

Konrad BansaKonrad Bansa
Quelle: jun
Nach der Siegerehrung gab es auch bei den Beachhandball-Europameisterschaften die Dusche für den Trainer - allerdings mit Wasser statt mit Sekt. Konrad Bansa nahm es gelassen, zu groß war die Freude über die Bronzemedaille mit der männlichen U17 in Zagreb. "Die Jungs haben im ganzen Turnier eigentlich nur eine schlechte Halbzeit gespielt", freute sich der Auswahltrainer, betonte jedoch mit Blick auf den frisch gebackenen Europameister: "Es ist klar, dass wir in der europäischen Spitze sind und damit können wir zufrieden sein, aber wenn wir rübergucken, wie die Spanier jubeln, wissen wir, dass wir das auch wollen."

Wie fällt dein Fazit vom Spiel um den dritten Platz aus?

Konrad Bansa:
Es war ein sehr enges Spiel, das wir aber mit einem sensationellen Moritz Ebert im Tor verdient gewonnen haben. Er hat das Spiel auf jeden Fall für uns entschieden. Auch Dan Zimmermann konnte sich in der offensiven Abwehr wieder gut präsentieren und es hat mich sehr gefreut, dass Tom Ihl, der die letzten drei Spiele nicht so viel im Einsatz war, seinen Beitrag leisten konnte. Er hat Tore gemacht und gezeigt, dass er zurecht hier war.

Und ansonsten?

Konrad Bansa:
Ansonsten ist natürlich vor allem die große Freude am Abend nach der großen Trauer am Mittag eine unglaubliche Erleichterung. Man sieht es den Jungs und allen Beteiligten an. Es stecken viele Nerven und anstrengende Woche hinter diesem Erfolg und es ist natürlich einfach ein schönes Gefühl, das Turnier so abzuschließen und damit für die viele Arbeit belohnt zu werden. Wir haben letztes Jahr schon geträumt, jetzt haben wir auch ein bisschen was gewonnen. Daher haben wir fast alle Ziele erreicht.

Wieso nur "fast alle Ziele" erreicht?

Konrad Bansa:
Die Jungs haben im ganzen Turnier eigentlich nur eine schlechte Halbzeit gespielt - im allerersten Spiel, als wir uns gegen die Ukraine reinkämpfen mussten. Alle anderen Spiele haben wir gewonnen oder so knapp verloren, dass es an Nuancen liegt. Diese Nuancen bleiben dann die Aufgabe für das nächste Mal (schmunzelt). Es ist klar, dass wir in der europäischen Spitze sind und damit können wir zufrieden sein, aber wenn wir rübergucken, wie die Spanier jubeln, wissen wir, dass wir das auch wollen.

Was kannst du spielerisch aus dem Turnierverlauf hervorheben?

Konrad Bansa:
Die Flexibilität. Wir haben Aufstellung und auch Ideen gehabt, die erst innerhalb des Turnieres entstanden sind und auf den Gegner gemünzt waren und das haben die Jungs super umgesetzt. Wir haben auch verschiedenen Angriffsformationen spielen können und es geschafft, die Konzentration, die Fokussierung und die Ernsthaftigkeit konstant hochzuhalten. Daher waren fast alle Halbzeiten gut und wir hatten nur ganz wenige Phasen, in denen wir den Faden verloren haben.

In Emil Paulik stellt deine Mannschaft zudem den "wertvollsten Spieler des Turniers" ?

Konrad Bansa:
Dass Emil MVP wird, hätte keiner von uns erwartet, aber wenn man drüber nachdenkt, ist es keine schlechte Wahl - auch, wenn er es selbst kaum glauben konnte. Er hat in ganz vielen schwierigen Situationen unsere Tore gemacht - von rechts, von links, durch die Mitte. Bei der Wahl zum besten Torwart muss man hingegen sagen, dass die EHF wohl blind war (schmunzelt).

Das Turnier in drei Worten zusammengefasst?

Konrad Bansa:
Ein großes Ziel erfüllt! Ich weiß, dass sind vier ... (lacht)

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