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07.08.2017 10:51 Uhr - Beachhandball - jun

"Jedes Spiel war ein Endspiel": Kim Schmid von der SG Schurwald über Sieg bei Beach-DM

Kim Schmid (vorne) mit dem PokalKim Schmid (vorne) mit dem Pokal
Quelle: jun
Die SG Schurwald setzte sich am Wochenende bei der Deutschen Beachhandball-Meisterschaft durch und holte sich den begehrten Titel. In einem hochspannenden Finale siegte das Team aus Süddeutschland mit 2:1 gegen Beach & Da Gang Münster. Für die Schurwälder ist es die erste Deutsche Meisterschaft. Spezialist Kim Schmid ließ anschließend im Interview das Turnier Revue passieren und sprach über den Schlüssel zum Erfolg ...

Kim, hättet ihr am Freitag bei der Anreise damit gerechnet, dass ihr Berlin als Deutscher Meister verlasst?

Kim Schmid:
Es wäre jetzt arrogant, ja zu sagen (schmunzelt). Es ist aber gar keine Frage: Sobald man sich für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, hat man im Hinterkopf, dass man etwas reißen will. Es ist immerhin das Turnier mit den besten zehn Mannschaften. Man sieht auch die Entwicklung, es ist beachtlich, was hier alle Mannschaften in den Sand bringen. Jedes Spiel war ein Endspiel - und daher ist es umso erfreulicher, dass wir gewinnen konnten.

Was war aus deiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg?

Kim Schmid:
Die individuelle Klasse von einzelnen Spielern kann man sicherlich nennen, aber ich sehe in der Hauptsache unsere Mannschaftsgefüge. Wir haben sechs Turniere in der GBo-Serie gespielt und waren dadurch sehr gut eingespielt. Es passt aber auch einfach, was das Menschliche angeht. Im Beachhandball kann man immer noch mehr in Richtung des Teamgeists entwickeln. Wenn die Stimmung positiv ist, klappt auch der ein oder andere Spielzug besser. Das zeichnet uns aus. Natürlich haben wir einen Daniel Rebmann und einen Dominik Weiß als tragende Personen dabei, aber was die Mannschaft über ihre gesamte Breite geleistet hat, war mehr als beachtlich.

Im Finale habt ihr die erste Hälfte verloren. Was habt ihr euch in der Pause gesagt?

Kim Schmid:
Beach & Da Gang hat wirklich eine überragende erste Halbzeit gespielt und man hat auch gemerkt, dass die Zuschauer eher auf deren Seite waren. Wir wollten ihnen in der zweiten Halbzeit unser Spiel aufdrücken. Wir haben uns gesagt: Sobald wir unser Spiel machen - mit Druck und unseren Spielzügen - können wir diese zweite Halbzeit gewinnen! Dadurch, dass wir den zweiten Satz dann wirklich geholt haben, sind wir mit noch mehr positiver Energie ins Shoot Out rein - und im Penalty-Werfen ist es immer Glückssache. Ich bin jetzt auch einfach nur glücklich, dass wir gewonnen haben.

Wie würdest du das Niveau des Finalturniers im Vergleich zu den vergangenen Jahren bewerten?

Kim Schmid:
Wenn ich es in Prozent ausdrücken müsste, würde ich sagen: Es hat sich mindestens um die Hälfte gesteigert. Der Beachhandball war schneller und viel beachtlicher, was Kempa, Pirouetten und die Spielzüge angeht. Außerdem hat sich jede einzelne Mannschaft vorbereitet - und nicht nur drei, vier Kaltgetränke zu sich genommen und dann an den Start gegangen (schmunzelt). Es wird alles viel, viel professioneller.

Ihr seid nun Deutscher Meister geworden und standet auch im Ranking der German Beach Open ganz oben. Was ist euer nächstes Ziel?

Kim Schmid:
Wir wollen uns von Training zu Training und Turnier zu Turnier weiterentwickeln und die anstehenden Aufgaben so gut wie möglich bewerkstelligen.

Eine Aufgabe wie den EHF Champions Cup auf Gran Canaria?

Kim Schmid:
Beispielsweise. Das ist ein sehr, sehr hohes Ziel. Damit haben wir uns noch nicht genauer befasst. Ich denke, das wird in den nächsten Wochen angesprochen.



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