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19.09.2017 14:48 Uhr - Beachhandball - red

Beachhandball und Olympia: DHB-Präsident bittet um "strategische Entscheidung" der IHF

Andreas MichelmannAndreas Michelmann
Quelle: Marco Wolf
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat auf seinem Kongress in Lima in der vergangenen Woche noch nicht über die Aufnahme des Beachhandballs ins Programm der Olympischen Spiele entschieden (wir berichteten). Eine Entscheidung wird voraussichtlich erst zwischen 2019 und 2021 fallen. DHB-Präsident Andreas Michelmann bezog auf der Verbandswebsite nun Stellung und forderte "eine strategische Entscheidung" vom Weltverband IHF.

"Beachhandball ist für den gesamten Handball ein Fortschritt. Wenn es nun bei der Regelung bleibt, dass das Programm der Olympischen Spiele innerhalb der Sportart entschieden wird, wäre das nahezu tragisch", erklärte Michelmann. "Falls Beachhandball nur zu Lasten von Hallenhandball olympisch werden könnte, bitte ich die IHF, nach gründlicher Diskussion baldmöglichst eine strategische Entscheidung zu treffen."

Alle Handball spielenden Nationen, so der Verbandschef weiter, "müssen sich beim langfristigen Einsatz ihrer Ressourcen für Halle und Beach sowie die Entwicklung ihrer Nationalmannschaften rechtzeitig auf solch massive Änderungen des olympischen Programms einstellen können."

Eine Entscheidung pro Beach, aber contra Halle wäre aus Sicht des DHB-Präsidenten nicht zielführend. "Handball in der Halle ist das Kerngeschäft und auch für Olympische Spiele ein Erfolg. In Rio hat die Sportart Handball die zweitmeisten Zuschauer erreicht", sagt Michelmann. "Sportarten entwickeln sich, werden vielfältiger, laufen aber Gefahr, dafür bestraft zu werden. Beachhandball tut dem Deutschen Handballbund in jedem Fall gut und hat das Potenzial, neue Zielgruppen für den Handballsport zu erreichen, damit neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende Mitglieder zu binden."



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