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21.11.2014 20:53 Uhr - Weltmeisterschaft - dpa, red

IHF benennt zwei Nachrücker: Neuer Gegner in WM-Vorrunde für DHB-Team

Rücken Ahmad Abdulali und Saudi Arabien in der deutschen Gruppe nach?Rücken Ahmad Abdulali und Saudi Arabien in der deutschen Gruppe nach?
Quelle: Michael Heuberger
Die Handball-WM in Katar 2015 sorgt schon Monate vor dem Anpfiff für Aufsehen. Erst bekamen die sportlich nicht qualifizierten Deutschen eine Wildcard. Dann wollten Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate nicht mehr - und dann doch wieder. Nun bleiben sie außen vor.

Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate werden nach einem Beschluss des Handball-Weltverbandes IHF nicht an der WM 2015 in Katar teilnehmen und durch Island und Saudi-Arabien ersetzt. Das teilte die IHF am Freitagabend mit. Das Council der IHF entschied auf seiner Sitzung in Herzogenaurach, dass Island in Gruppe C und Saudi-Arabien als deutscher Gegner in Gruppe D nachrücken. Zudem müssen beide Verbände jeweils eine Geldstrafe in Höhe von 100.000 Schweizer Franken (rund 83.100 Euro) an die IHF zahlen.

Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten sich sportlich für die Welttitelkämpfe vom 15. Januar bis 1. Februar qualifiziert, aber vor knapp zwei Wochen ihren Rückzug angekündigt. Am Dienstag hatten beide Verbände dann bei der IHF aber um die Rücknahme ihres angekündigten Startverzichts gebeten.

Dem entsprach der Weltverband nicht. Das Council habe die beiden Rücktrittsschreiben als endgültig erachtet und als Konsequenz dessen habe es mit den beiden Landesverbänden keine weitere Kommunikation gegeben, teilte die IHF auf ihrer Internetseite mit.

Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten die Entscheidung mit einer «unzureichenden Vorbereitung» der Mannschaft und technischen Schwierigkeiten begründet.

Der deutsche Vorrunden-Gegner Bahrain hatte keine Gründe genannt. Es wurde spekuliert, dass hinter den Absagen politische Gründe stecken. Schon seit längerem gilt das Verhältnis Katars zu seinen Nachbarn als angespannt.

Die Golfstaaten hatten ihren monatelangen Disput vor kurzem aber beigelegt, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain schickten ihre Botschafter wieder zurück nach Katar. Die drei Länder hatten nach einem Streit mit Katar im März diese aus Doha abgezogen.

Schon vor dem Vorfall hatte es einmalige Vorgänge in der Geschichte der Handball-WM gegeben, die maßgeblich auch der Weltverband zu verantworten hat. Weil der Kontinentalverband Ozeanien nicht die geforderten zehn Mitglieder aufwies, wurde Qualifikationssieger Australien die WM-Teilnahme verweigert - im Gegensatz zu sieben Turnieren davor. Kurzerhand hatte die IHF den nicht qualifizierten Deutschen eine Wildcard als Belohnung für WM-Platz fünf 2013 erteilt.

Island als Fünfter der EM war nun erster Nachrücker aus Europa. Beim WM-Qualifikationsturnier, der Asienmeisterschaft, hatte eigentlich Südkorea durch ein 30:25 gegen Saudi-Arabien den fünften Platz belegt. Warum aber nun stattdessen das sechstplatzierte Team den Zuschlag bekam, blieb unklar.

Bahrain sollte bei dem WM-Turnier in der Vorrunden-Gruppe D gegen Deutschland, Argentinien, Russland, Polen und Dänemark spielen. Die Vereinigten Arabischen Emirate waren der Gruppe C mit Ägypten, Tschechien, Algerien, Schweden und Frankreich zugelost worden.

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