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21.01.2015 18:33 Uhr - Weltmeisterschaft - Julia Nikoleit - handball-world.com

Spitzenduell in Gruppe B: Kroatien ringt Mazedonien nieder

Igor Vori behauptete mit Kroatien die GruppenspitzeIgor Vori behauptete mit Kroatien die Gruppenspitze
Quelle: Michael Heuberger
Im Duell der beiden noch ungeschlagenen Teams in der Gruppe B hat Kroatien die Oberhand behalten: Das Team um Domagoj Duvnjak besiegte Mazedonien mit 29:26 (15:14). Nach Startschwierigkeiten fand Kroatien immer besser in die Partie und hatte sich schon zur Halbzeit einen knappen Vorsprung erkämpft. In der zweiten Halbzeit baute das Team von Slavko Goluza seine Führung aus und konnte sie mit viel Einsatz bis zum Schlusspfiff verteidigen. Beste Torschützen waren Ivan Cupic (9) sowie Kiril Lazarov (7).

Im Spitzenspiel der Gruppe B begegneten sich beide Mannschaften wie erwartet auf Augenhöhe. Nach einer ersten starken Parade von Borko Ristovski erzielte Dejan Manaskov das 1:0. Doch lange freuen konnten sich die Mazedonier über die die Führung nicht: Kroatien hielt gegen und ging durch Ivan Cupic in der sechsten Spielminute seinerseits in Führung.

Nach acht Minuten war der Spielstand beim 4:4 ausgeglichen und das Spiel beruhigte sich nach einer temporeichen Anfangsphase etwas. Die beiden Deckungsreihen agierten kompakt und aggressiv. Bei Kroatien richtete man das Augenmerk besonders auf die Verteidigung von Kiril Lazarov. Der Mittelblock nahm den Linkshänder sehr offensiv an, doch ganz zu verteidigen war der mazedonische Superstar nicht: Lazarov traf in der 9. Minute zum 5:4 und damit zur erneuten Führung für sein Team.

Um nicht die Kontrolle über das Spiel in der, zu diesem frühen Zeitpunkt schon sehr aufgeheizten Arena zu verlieren, griffen die tschechischen Schiedsrichter nun durch: Ace Jonovski und Damir Bicancic sahen innerhalb einer Minute beide eine Zeitstrafe. Doch auch mit einem Mann weniger verlor Mazedonien nicht seinen Spielfluss und setzte sich auf 9:5 (14.) ab. Kroatien hatte noch Probleme, in die Partie zu finden: Zu viele technische Fehler und eine mangelhafte Wurfquote prägten das Spiel. Slavko Goluza reagierte mit einer Auszeit auf die Probleme seiner Mannschaft.

Der kroatische Trainer fand die richtigen Worte: Mit einem 3:0-Lauf stellte sein Team, bei dem Ivan Karacic kurzzeitig für Domagoj Duvnjak auf der Spielmacherposition agiert hatte, den Anschluss wieder her. Nun war es der mazedonische Coach, der umgehend die Grüne Karte legte, um den Spielfluss des Gegners zu unterbrechen. Doch seine Mannschaft fand nun kein Durchkommen mehr gegen die stabilisierte Deckung der Kroaten. Diese nutzten das aus: Cupic glich in der 18. Spielminute zum 9:9 aus.

Erst nach 20 gespielten Minuten gelang den Mazedoniern wieder ein Treffer: Nemanja Pribak erzielte die erneute Führung. Im Gegenzug glich Igor Vori mit einem schönen Heber jedoch umgehend wieder aus. Auch beide Keeper rückten nun zunehmend in den Mittelpunkt: Sowohl Ristovski als auch Mirko Alilovic zeigten einige schönen Paraden und hielten den Spielstand offen. Goluza wechselte in diesen Minuten viel durch, doch seine Mannschaft irritierte das nicht und man hielt den Kontakt.

Nach einer Zeitstrafe gegen Vori musste Kroatien zwei Minuten in Unterzahl spielen. Die Mazedonier öffneten die kompakte Deckungsreihe und nahmen Karacic und Duvnjak in Manndeckung. Die Maßnahme zeigte Erfolg: Kroatien konnte den Angriff nicht erfolgreich abschließen und das Team um Lazarov setzte sich auf 13:11 ab. Doch wie schon zu Beginn hatte die mazedonische Führung nicht lange Bestand: Kroatien stellte den Anschluss wieder her - begünstigt durch eine Zeitstrafe gegen Renato Vugrinec - und nach einem schönene Pass von Cupic traf Zeljko Muza zum 14:13 (29.) für Kroatien. Sieben Sekunden vor dem Halbzeitpfiff war es der flinke Außenspieler selbst, der treffen konnte und damit die 15:14-Halbzeitführung herstellte.

In den ersten Minuten nach Wiederanpfiff konnte Kroatien seine Führung verteidigen. Mit zwei Siebenmetertreffern durch Lazarov hielt Mazedonien jedoch den Anschluss, sodass es in der 36. Minute 17:17 stand. Das Team um Duvnjak hatte eine Zeitstrafe gegen Manuel Striek relativ unbeschadet überstanden und konnte anschließend selbst von einer Überzahlsituation profitieren: Nach Zeitstrafen gegen Filip Mirkulovski und Lazarov war Mazedonien nur noch zu viert auf dem Feld. Cupic traf per Strafwurf zum 18:17 für Kroatien, Vori erhöhte nach einem Ballgewinn auf zwei Tore.

In der 41. Minute hatte der mit einem Kempapass schön in Szene gesetzte Duvnjak sogar die Chance, auf drei Tore zu erhöhen, doch Ristovski parierte stark. Doch einen Angriff später konnte auch der Keeper nicht mehr eingreifen: Bicanic netzte mit einem Gewaltwurf aus dem Rückraum zum 20:17 ein. Ivica Obrvan legte seine nächste Grüne Karte.

Doch auch die Manndeckung von Duvnjak durch Lazarov zeigte keine Wirkung: Manuel Strlek erhöhte in der 47. Spielminute auf 22:17 - der erste Fünf-Tore-Vorsprung der Partie. Selbst in Unterzahl ließen sich die Kroaten nun nicht mehr stoppen: Duvnjak bediente seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Vori, der sicher verwandelte. Wie viel Spannung trotzdem noch in der Partie war, zeigte sich an einer Szene: Nachdem der gerade erst frisch eingewechselte Ivan Sliskovic den Ball durch ein Stürmerfoul verlor und Mazedonien auf vier Tore verkürzen konnte, reagierte Goluza sofort und nahm den Rückraumspieler sofort und nach nur einer Aktion wieder von der Platte.

Mit seiner Angespanntheit hatte der kroatische Coach trotz der Führung recht: Sein Team verlor auch in den zwei folgenden Angriffen den Ball und Mazedonien war wieder auf 22:24 (53.) heran. Cupic zeigte trotzdem keine Nervosität und erhöhte wieder auf drei Treffer. Nach einer Auszeit von Goluza trieb Marco Kopljar den Vorsprung wieder auf vier Tore hoch. Das sollte die Vorentscheidung gewesen sein: Am Ende siegte Kroatien mit 29:26 und behauptete damit die Tabellenführung in der Gruppe B.

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Männer · Weltmeisterschaft · Saison 2014/2015
4. Spieltag · 21.01.2015 · 17:00 Uhr
Mazedonien26:29
Kroatien

Live als TV oder Internet-Stream auf sky (Pay-TV) -1

Spielfilm:
1:0 (2.), 2:3 (5.), 2:2 (6.), 2:3 (8.), 6:4 (10.), 7:5 (12.), 9:5 (14.), 9:8 (17.), 9:9 (19.), 10:9 (21.), 11:11 (23.), 11:11 (25.), 13:12 (26.), 13:14 (29.), 14:15 (29.), 14:15 (HZ), 14:15 (31.), 15:16 (33.), 15:16 (34.), 17:17 (35.), 17:18 (38.), 17:19 (40.), 18:20 (43.), 18:20 (44.), 17:21 (44.), 17:21 (46.), 18:21 (46.), 17:22 (46.), 18:23 (48.), 19:24 (50.), 21:24 (54.), 22:25 (55.), 23:26 (56.), 23:27 (56.), 23:27 (57.), 25:28 (58.), 25:29 (60.), 26:29 (EN)

Torschützen: Lazarov (7/3), Georgievski (3), Mirkulovski (3), Stoilov (3), Manaskov (3), Nedanovski (2), Mojsovski (2), Pribak (1), Lazarov (1), Markovski (1),
Siebenmeter:3 / 3
Zeitstrafen:6
Rot:
Torschützen: Cupic (9/2), Duvnjak (5), Kopljar (4), Bicanic (4), Vori (2), Musa (1), Strlek (1), Gojun (1), Stepancic (1), Karacic (1),
Siebenmeter:2/2
Zeitstrafen:6
Rot:

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