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20.01.2017 10:41 Uhr - Weltmeisterschaft - jun

"Wird ein Kampf auf Messers Schneide": Andreas Wolff im Interview

Andreas WolffAndreas Wolff
Quelle: Marco Wolf
Wenn es um 17:45 Uhr gegen Kroatien um den Gruppensieg geht, wird es auch auf die Torhüter ankommen. Andreas Wolff vom THW Kiel - der Aufsteiger der letztjährigen Europameisterschaft und als Held gefeiert - erwartet einen engen Fight: "Es wird ein Kampf auf Messers Schneide", erklärte der Keeper im Interview mit handball-world.com. "Wir müssen an unsere Grenzen - oder auch darüber hinaus - gehen, um das Spiel gewinnen zu können."

Nach den "Pflichtsiegen" gegen Chile und Saudi-Arabien kommt nun ein Spiel auf Augenhöhe. Wie wirkt sich das auf die Spannung aus?

Andreas Wolff:
Wir hatten sogar drei Gegner, bei denen wir von Vornherein die klaren Favoriten waren. Mit Weißrussland als letztem Gegner hatten wir jedoch das Glück, dass wir auf eine Mannschaft getroffen sind, die europäischen Handball spielt und uns nicht körperlich so weit unterlegen war, dass wir die Art und Weise, wie wir spielen, komplett umstellen mussten. Wir konnten einfach unser Spiel spielen, das hat uns in den letzten Spielen gefehlt. Es war genau der richtige Gegner, um uns auf dieses enorm wichtige Spiel gegen Kroatien vorzubereiten. Es ist nicht einfach nur ein Prestigeduell um Platz Eins in der Gruppe und vermeintlich leichteren Gegner in der K.O.-Phase, sondern würde uns auch 700 Kilometer Reisestress ersparen.

Wie schwierig war es, mit dem Spannungsabfall zwischen dem Auftaktmatch gegen Ungarn und nun dem Endspiel gegen Kroatien umzugehen? Bei einer Europameisterschaft gibt es so etwas ja nicht…

Andreas Wolff:
Wir wissen, dass es jetzt gilt, den Spannungsbogen auf die Spitze zu treiben. Jetzt gehen die Spiele los, in denen es um alles oder nichts geht. Das sind Spiele, die du gewinnen musst. Ich denke, die Mannschaft wird an Konzentration und Spannung zulegen und deshalb sehr gut spielen.

Du teilst dir die Torwartposition mit Silvio Heinevetter - und ihr erfahrt von Dagur Sigurdsson erst kurz vor dem Spiel, wer beginnt. Ist das eine Umstellung für dich oder wird es im Klub auch so gehandhabt?

Andreas Wolff:
Im Verein ist es genauso - das scheint eine isländische Tradition zu sein (grinst). Nein, im Ernst: Es ist auch bei deutschen Trainern so, dass erst kurz vor Anpfiff bekannt wird, wer spielt. Daher ist es keine Situation, die uns allzu neu vorkommt, denn es wäre eigentlich eher unüblich, vorher zu wissen wer spielt, wenn man mit einem Gespannpartner auf Augenhöhe im Tor steht.

Also hat es keinen besonderen Effekt?

Andreas Wolff:
Nein, man konzentriert sich so oder so auf das Spiel. Man muss sich ja nichtsdestotrotz auf die Würfe vorbereiten, denn man muss Leistung bringen, ob man jetzt die fünfte oder fünfzigste Minute reinkommt.

Mit Heinevetter hast du dir bereits bei den Olympischen Spielen das Tor geteilt, in Polen war noch Carsten Lichtlein dabei. Was läuft seitdem anders?

Andreas Wolff:
Es ist im Endeffekt dasselbe, wir haben beide die deutsche Landessprache perfektioniert und können daher miteinander kommunizieren (grinst). Wahrend der Spiele versuchen wir uns nach Möglichkeit zu unterstützen und das klappt ganz gut.

Nun geht es gegen Kroatien. Was erwartet euch für ein Spiel?

Andreas Wolff:
Sie sind stärker als die letzten vier Gegner. Mit Domagoj Duvnjak haben sie den alles überragenden Handballer im Team und auch ansonsten ist die Mannschaft mit internationalen Stars gespickt, die uns das Leben sehr, sehr schwer machen werden. Es wird ein Kampf auf Messers Schneide und wir müssen an unsere Grenzen - oder auch darüber hinaus - gehen, um das Spiel gewinnen zu können.

Du spielst mit Domagoj Duvnjak auch im Verein zusammen. Ist das ein Vorteil für dich, weil du weißt, wie er wirft oder für ihn, weil er weiß, wie du hältst?

Andreas Wolff:
Das kann man so pauschal nicht sagen. Das werden wir im Spiel sehen, denn das hängt auch von der Tagesform ab (schmunzelt).

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Männer · Weltmeisterschaft · Saison 2016/2017
5. Spieltag · 20.01.2017 · 17:45 Uhr
Deutschland28:21
Kroatien
Kindarena Rouen

Spielfilm:
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Torschützen: Wiencek(6), Häfner(5), Gensheimer(4/1), Fäth(3), Groetzki(3), Pekeler(3), Kühn(2), Reichmann(1), Drux(1),
Siebenmeter: 1 / 1
Zeitstrafen: 3
Rot:
Torschützen: Strlek(5), Stepancic(5), Kontrec(4), Horvat(3/1), Mamic(2), Mandalinic(1), Cindric(1),
Siebenmeter: 1 / 1
Zeitstrafen: 3
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