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24.01.2017 22:23 Uhr - Weltmeisterschaft - cad

Spannender Fight über 60 Minuten: Kroatien bezwingt Spanien mit einem Tor

Zeljko Babic und Kroatien jubeln über das HalbfinaleZeljko Babic und Kroatien jubeln über das Halbfinale
Quelle: Marco Wolf
Kroatien steht im Halbfinale der Weltmeisterschaft. Der deutsche Vorrundengegner bezwang am Dienstagabend in einem spannenden Viertelfinale die spanische Mannschaft mit 30:29 (17:15). Bester Werfer war Marko Mamic mit neun Toren, für Spanien erzielte Angel Fernandez sieben Tore. Gegner im Semifinale ist Norwegen; Anwurf ist am 27. Januar um 20:45 Uhr in Paris.

Die Partie begann mit einem Doppelschlag der Spanier über die rechte Seite: David Balaguer startet zweimal durch und besorgte das 2:0 (2.) für seine Mannschaft. Kroatien fand erst langsam in die Partie und konnte erst nach vier Minuten erstmals treffen. Der 2:1-Anschluss von Jakov Gojun schien das Team von Zeljko Babic jedoch aufzuwecken: Nach dem 2:2 (5.) durch Zlatko Horvat legte Marko Mamic kurz darauf das 3:4 (7.) für Kroatien nach. Der Rückraumspieler sollte im ersten Durchgang insgesamt acht Treffer erzielten.

Kurz nach der ersten Führung gab es jedoch einen personellen Rückschlag: Luka Sebetic zog vor der spanien Abwehr quer und knickte dabei um. Auf die Betreuer gestützt, hinkte der Linkshänder vom Feld; für ihn am Luka Stepancic im rechten Rückraum. Kroatien verlor seine Linie jedoch nicht und eroberte die Führung zurück. Mit einem 5:1-Lauf drehten Domagoj Duvnjak und Co. den 6:8-Rückstand innerhalb von knapp fünf Minuten in eine 11:9-Führung (18.). Jordi Ribera griff zur Grünen Karte.

In der 21. Minute wechselte Babic dann im Rückraum und brachte Luka Cindric für Duvnjak in die Partie. Der Spielmacher von RK Vardar fügte sich sofort gut ein, sodass Kroatien seinen Vorsprung behaupten konnte.

Ebenso bezahlt machte sich der Tausch zwischen den Pfosten: Ivan Stevanovic war für den glücklosen Ivan Pesic in die Partie gekommen und parierte in den verbleibenden Minuten bis zur Pause vier von acht spanischen Würfen. Nach einem Buzzer-Beater von Cindric, den die Spanier völlig unbedrängt von der Neun-Meter-Linie werfen ließen, ging es mit 17:15 in die Pause.

Den ersten Treffer nach Wiederanpfiff konnte Spanien für sich verbuchen, Iosu Goni verkürzte auf 17:16 (31.). Es sollte jedoch nur ein erster Aufschlag sein - die nächsten Aktionen gehörten allesamt den Kroaten. Stevanovic knüpfte nahtlos an seine Leistung aus dem ersten Durchgang an und seine Vorderleute zeigten sich offensiv treffsicher. So baute das Babic-Team seine Führung auf 21:16 (35.) aus und Ribera zog bereits kurz nach der Pause die Auszeit.

Anders als die kleineren Gegner in der Gruppenphase brach das spanische Team angesichts des Rückstands nicht auseinander. Sie verringerten die Fehlerquote im Abschluss und kämpften sich so Tor um Tor wieder heran.

Nach einer Zeitstrafe gegen Duvnjak stellte Angel Fernandez den Anschluss zum 24:25 (45.) mit einem Wurf ins leere Tor her. Nun legte Babic die Auszeit.

Kaum war die Mannschaft von Ribera jedoch wieder dran, sank die Effektivität wieder - gerade bei vermeintlichen Großchancen: Valero Rivera scheiterte von der Siebenmeterlinie an Stevanovic und Victor Tomas setzte einen Wurf am weiterhin verwaisten Tor vorbei. So setzte sich Kroatien wieder ab und lag in der 47. Spielminute nach einem Treffer von Cindric mit 27:24 in Front.

Obwohl die Zeitstrafe längst abgelaufen war, setzte Babic weiterhin auf den zusätzlichen Feldspieler - und ließ damit das Risiko des leeren Tores zu. Spanien traf erneut und kehrte damit erneut zurück ins Spiel. Obwohl Stevanovic noch ein weiteres Mal stark parierte und Rivera einen Wurf abnahm, konnte Spanien ausgleichen: Alex Dujshebaev netzte zum 28:28 (54.) ein. Auf der anderen Seite tankte sich Duvnjak durch und brachte seine Mannschaft wieder in Front.

Die letzten fünf Spielminuten begannen mit einem Schock für Spanien: Joan Canellas knickte bei einer Landung um und musste - wie bereits Sebetic im ersten Durchgang - beim Verlassen des Feldes gestützt werden. Nach dem 30:28 (58.) durch Horvat schien Kroatien schon auf der Siegerstraße, doch Spanien kam noch einmal zurück. Diesmal verwandelte Rivera den Strafwurf sicher, sodass seine Mannschaft bei der folgenden Auszeit durch Babic nur noch mit einem Treffer hinten lag.

Bei Wiederanpfiff waren noch 61 Sekunden zu spielen. Kroatien baute seinen Angriff langsam auf, doch die souveränen Schiedsrichter hoben kurz darauf den Arm. Cindric setzte zu einer Aktion an und holte damit noch einmal Zeit heraus, doch schließlich musste der Abschluss kommen. Nach einer Parade trieb Spanien den Ball noch einmal nach vorne, doch der letzte Wurf von Julen Aguinagalde landete nur im Block.

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Männer · Weltmeisterschaft · Saison 2016/2017
7. Spieltag · 24.01.2017 · 20:45 Uhr
Spanien29:30
Kroatien

Live als Internet-Stream auf DKB-Stream

Spielfilm:
1:0 (1.), 2:0 (2.), 2:1 (5.), 2:2 (5.), 3:3 (5.), 3:4 (6.), 4:4 (7.), 4:5 (7.), 5:5 (8.), 5:6 (9.), 6:6 (10.), 7:6 (11.), 8:7 (12.), 8:8 (13.), 8:9 (15.), 9:9 (16.), 9:10 (17.), 9:11 (18.), 11:11 (19.), 11:12 (21.), 11:13 (22.), 12:13 (22.), 13:14 (24.), 14:15 (26.), 15:16 (28.), 15:17 (HZ), 16:18 (32.), 16:19 (33.), 16:20 (35.), 16:21 (35.), 17:21 (36.), 18:23 (38.), 22:24 (43.), 22:25 (44.), 24:25 (45.), 24:27 (47.), 26:27 (49.), 27:28 (52.), 28:28 (54.), 28:29 (56.), 28:30 (58.), 29:30 (59.), 29:30 (EN)

Torschützen: Fernández Pérez (7), Dujshebaev Dobichevaeva (5), Balaguer Romeu (3), Rivera Folch (3/2), Tomás González (3), Cañellas Reixach (2), Goni Leoz (2), Sarmiento Melián (1), Aguinagalde Akizu (1), Guardiola Vilaplana (1), Gurbindo Martínez (1),
Siebenmeter:2 / 3
Zeitstrafen:1
Rot:
Torschützen: Mamic (9), Cindric (5), Horvat (4/1), Musa (3), Duvnjak (3), Stepancic (2), Kontrec (2), Gojun (1), Sebetic (1),
Siebenmeter:1/1
Zeitstrafen:4
Rot:

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