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31.01.2017 18:03 Uhr - Weltmeisterschaft - fcb

"Halb glücklich, halb traurig": Norwegen mit Gefühlsmix - Frankreich genießt den Titel

Frankreich feiert den TitelFrankreich feiert den Titel
Quelle: Michael Heuberger
Nach einer langen Partynacht schmissen sich die frisch gebackenen Weltmeister noch einmal in Schale: Staatspräsident Francois Hollande, der das Finale gegen Norwegen in der AccorHotels Arena verfolgt hatte, empfing die französische Nationalmannschaft im Elysee-Palast. Die Freude über den Titelgewinn im eigenen Land war da noch längst nicht verloschen. "Der sechste Stern ist etwas Besonderes", hatte Nationaltrainer Didier Dinart bereits kurz nach dem Abpfiff betont. "Bei einer WM im eigenen Land ist der Druck zu Siegen für uns viel höher als ohnehin schon. Es war eine Verpflichtung, diesen Titel zu erringen."

Die französische Mannschaft wurde dieser Pflicht mehr als gerecht: Auch zwanzig schwierige Minuten im Endspiel gegen Norwegen brachten das Team von Dinart nicht aus dem Konzept, mit 15.000 Fans im Rücken drehten die Franzosen das Spiel. "Ein Finale auf diese Weise zu gewinnen, das ist unglaublich", erklärte Matchwinner Vincent Gerard, der nach einer Viertelstunde für Thierry Omeyer eingewechselt worden war und mit seinen Paraden den Grundstein für den Erfolg legte. Auch Michael Guigou, der angeschlagen in das Großturnier gegangen war, erklärte überglücklich: "Ich bin sehr stolz darauf, was wir erreicht haben."

Ein besonderer Titel war es für Thierry Omeyer und Daniel Narcisse. Die beiden Routiniers hatten - gemeinsam mit ihrem jetzigen Trainer Didier Dinart - bereits 2001 die Weltmeisterschaft im eigenen Land gewonnen. "Es war schön, eine WM im Kreis der Familie, meiner Frau, meiner Kinder und meiner Freunde zu erleben", freute sich Narcisse anschließend. "Die gesamte Republik hat uns seit dem Anfang des Wettbewerbs angetrieben. Es macht mich enorm stolz, ein Teil davon zu sein und diese Medaille mit der Öffentlichkeit zu teilen."

Torwart Omeyer ist zudem der einzige Spieler der Geschichte, der fünf WM-Titel erringen konnte. Für Gespannpartner Gerard ist der ehrgeizige Keeper ein "wahres Vorbild für jeden Sportler", wie er betont. "Er ist ein großartiger Arbeiter, an seiner Seite zu spielen ist eine Ehre. Mitzuerleben, wie ein so großartiger Torhüter sich immer noch auf jedes Spiel akribisch vorbereitet, ist wirklich beeindruckend. An ihm erleben wir, dass man eben keinen Titel im Vorbeigehen gewinnt."

Neben den Routiniers um Omeyer, Narcisse und Nikola Karabatic standen jedoch auch zahlreiche junge Spieler im Kader der Franzosen. "Dass wir diesen Titel mit neuen, jungen Spielern feiern, für die es das erste Mal ist, macht mir großen Spaß", freute sich Narcisse, der die reibungslose Integration lobt. "Es stehen auch noch einige weitere Nachwuchsspieler Schlange", weiß der 19-Jährige Dika Mem. Er betont: "Das gibt uns den Glauben, dass es immer so weitergehen kann - und dass eine starke Spielergeneration die andere ablösen kann."

Das Vertrauen in die nächste Generation zeichnet auch Finalgegner Norwegen aus. "Sie haben ein unglaublich starkes Turnier gespielt", erklärte Narcisse beeindruckt. Die Silbermedaille war zudem das erste Edelmetall einer norwegischen Männer-Nationalmannschaft. "Es ist großartig, dass wir das erreicht haben, aber wir haben das Finale verloren und das ist traurig", bedauerte Magnus Jondal. "Ich bin halb glücklich, halb traurig."

Diese gespaltete Gefühlslage zog sich nach dem verlorenen Endspiel durch das ganze Team. "Wir haben bereits vor der Weltmeisterschaft daran geglaubt, dass wir das Finale erreichen können - und wir sind stolz darauf, dass wir das tatsächlich geschafft haben", bilanzierte Torbjörn Bergerud. "Dennoch hätten wir gerne die Goldmedaille gehabt. Daher sind wir auch ein wenig enttäuscht."

20 Minuten lang hatten die Norweger das Spiel im Griff, doch dann entglitt dem Team von Christian Berge die Partie. "Frankreich ist eine Topmannschaft, die es hart bestraft, wenn du unaufmerksam wirst, wenn du so viele Fehler machst, wie uns das passiert ist", analysierte Bergerud. "Wir waren in der zweiten Halbzeit nicht mehr gut genug und haben deswegen verloren", zeigte sich auch Espen Lie Hansen kurz nach dem Abpfiff selbstkritisch - und fügte hinzu: "Wenn wir am Montag mit dieser Silbermedaille aufwachen, denke ich, dass wir glücklich darüber sein werden."

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Männer · Weltmeisterschaft · Saison 2016/2017
9. Spieltag · 29.01.2017 · 17:30 Uhr
Frankreich33:26
Norwegen
AccorHotels Arena (zuvor Palais Omnisports de Paris-Bercy)
Live als Internet-Stream auf DKB-Stream

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Torschützen: Karabatic (6), Guigou (5/2), Mahé (5/3), Porte (5), Remili (4), Sorhaindo (3), Narcisse (2), Fabregas (2), Abalo (1),
Siebenmeter:5 / 7
Zeitstrafen:1
Rot:
Torschützen: Tønnesen (5), Myrhol (4), Hansen (4), Bjørnsen (4), Tangen (3), Jøndal (2), O´Sullivan (1), Gullerud (1), Sagosen (1), Johannessen (1),
Siebenmeter:0/0
Zeitstrafen:2
Rot:

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