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09.04.2016 20:17 Uhr - Olympische Spiele - cad

Krimi gegen Slowenien - Last-Minute-Treffer von Andersson lässt Schweden jubeln

Schweden - hier Jim Gottfridsson - jubelt über den Sieg gegen SlowenienSchweden - hier Jim Gottfridsson - jubelt über den Sieg gegen Slowenien
Quelle: Angela Grewe
Zweiter Sieg im zweiten Spiel für Gastgeber Schweden. Nach dem deutlichen 34:19 am gestrigen Freitag gegen den Iran fuhren die Skandinavier am Samstagabend einen 24:23 (12:9)-Sieg gegen Slowenien ein. Schweden dominierte die erste Halbzeit, verpasste es jedoch, sich deutlich abzusetzen. So kam Slowenien im zweiten Durchgang heran und konnte mehrfach ausgleichen. Ein Last-Minute-Treffer von Kim Andersson bescherte den Schweden jedoch den Sieg. Beste Werfer der Partie waren Jim Gottfridsson und Kim Andersson (je fünf Tore) sowie Vid Kavticnik mit acht Treffern. Morgen geht es im letzten Spiel gegen Spanien, während Slowenien auf den Iran trifft.

Die Schweden erwischten gegen Slowenien den besseren Start in die Partie. Zwar scheiterte Fredrik Petersen früh von der Siebenmeterlinie an Gorazd Skof, doch die Gastgeber konnten ihren Vorsprung ausbauen - nicht zuletzt dank Mattias Andersson, der auf gewohnt hohem Niveau spielte. Nach einer Parade des Flensburger Keepers startet Jonas Källmann zum Gegenseite und erhöhte auf 3:1 (7.).

Auch vom der Verletzung Jesper Nielsens ließen sich die Schweden nicht aus dem Konzept bringen. Der bullige Kreisläufer hatte bei einer Abwehraktion unabsichtlich einen Schlag ins Gesicht bekommen und verfolgte das Spiel in den folgenden Minuten mit einem Kühlpack auf dem Jochbein. Für ihn kam Andreas Nilsson vorne an der Kreis. Nach dem 5:1 (10.) durch Jim Gottfridsson legte Vaselin Vujovic die Auszeit - seiner Mannschaft fehlte vorne, gegen die kompakte schwedische 6:0-Formation um Tobias Karlsson, die Durchschlagskraft.

Die Schweden hatten dieses Problem nicht: Der Rückraum mit Gottfridsson, dem agilen Lukas Nilsson und Linkshänder Kim Andersson übte viel Druck aus. Hätte die Mannschaft von Staffan Olsson und Ola Lindgren sich nicht einige einfache Fehler erlaubt - einen Ballverlust im Gegenstoß und eine vergebene hundertprozentige Chance vom Kreis durch Nilsson - hätte der Vorsprung auch höher ausfallen können. Slowenien, das seit einigen Spielminuten offensiver in der Abwehr agierte, fand hingegen langsam ins Spiel.

Den Anschluss konnte das Vujovic-Team jedoch trotz aller Anstrengungen nicht herstellen. Zwar hatte die Defensive nun die schwedische Offensive besser im Griff, doch vorne fehlte weiterhin die Effektivität und Durchschlagskraft. Beim Stand von 5:8 (24.) aus slowenischer Sicht parierte der eingewechselte Mikael Appelgren noch einen Siebenmeter, bevor Jim Gottfridsson nur kurz darauf den Vorsprung mit einem Wurf ins verwaiste Tor ausbaute - Slowenien hatte den zusätzlichen Feldspieler gebracht und sich einen Ballverlust erlaubt Der sichtlich genervte Vujovic nahm die nächste Auszeit.

Zunächst lief es jedoch weiterhin gegen die Slowenen. Blaz Blagotinsek kassierte im eigenen Angriff eine Zeitstrafe, da er aus einer Sperre heraus Källmann mit dem Ellbogen am Hals getroffen hatte. So agierte das Vujovic-Team kurzzeitig nur noch zu viert, was die Gastgeber sofort nutzten. Die Schweden spielten Källmann frei, der zum 11:6 (27.) traf. Mit einem Schlussspurt konnte Slowenien jedoch immerhin wieder in Schlagdistanz kommen, Simon Razgor traf zum Pausenstand von 12:9.

Nach Wiederanpfiff kamen die Slowenen besser aus der Kabine und egalisierten den Rückstand schnell: Dean Bombac traf per Siebenmeter in der 36. Minute zum 14:14. Schweden konnte in den folgenden Spielminuten zwar immer wieder vorlegen, doch Slowenen konterte stets mit einem eigenen Treffer. Das Muster wiederholte sich minutenlang: Schweden traf, Slowenien ebenfalls. So konnten sich die Skandinavier nicht mehr absetzen - die Slowenen aber auch nicht in Führung gehen.

Lindgren und Olsson reagierten nach dem 20:20 mit einer Auszeit und sahen sich danach in ihrer Ansage bestätigt: Schweden übernahm wieder mehr Kontrolle und ging durch Kim Andersson mit 23:21 (54.) in Front. Der Treffer war für Slowenien umso ärgerlicher, da die Schiedsrichter bereits den Arm als Vorwarrzeichen des passiven Spieles gehoben hatten. Das Vujovic-Team ließ sich allerdings auch von dem erneuten Zwei-Tore-Rückstand nicht entmutigen und kämpfte sich bis zur 60. Spielminute auf 23:23 heran - Vid Kavticnik nutzte einen schwedischen Ballverlust zum Konter und traf zum Ausgleich. Mit einem weiteren Treffer aus dem Rückraum entschied Kim Andersson die Partie jedoch zugunsten der Skandinavier.

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Männer · Olympische Spiele · Saison 2015/2016
2. Spieltag · 09.04.2016 · 18:30 Uhr
Slowenien23:24
Schweden
Malmo Arena
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