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22.07.2017 10:55 Uhr - Olympische Spiele - red

Gespräche aufgenommen: Anscheinend wieder Hoffnung auf Olympische Spiele bei ARD und ZDF

Im vergangenen November erklärten Discovery sowie ARD und ZDF die Verhandlungen über Sublizenzen für eine Live-Ausstrahlung der Olympischen Spiele für gescheitert. Bis 2024 werde Eurosport die Spiele im deutschen Fernsehen zeigen und zusätzlich "uneingeschränkten Zugang zu jeder einzelnen Minute der Olympischen Spiele" bieten, so der Sender in einer damaligen Pressemitteilung. Nun aber scheint in die Verhandlungen noch einmal Bewegung gekommen zu sein.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet von einer Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Eurosport-Mutter Discovery und ARD sowie ZDF, zunächst ginge es um die bevorstehenden Winterspiele in Südkorea, aber auch für Tokio 2020 scheint eine Kooperation wieder wahrscheinlicher. "Die Tür ist wieder auf", zitiert die FAZ aus Verhandlungskreisen.

"Olympia war uns viel wert gewesen, das haben wir in den Verhandlungen gezeigt. Aber halt nicht so viel, wie Eurosport und Discovery dafür haben wollte", hatte Axel Balkausky, ARD-Sportkoordinator, im November Interview mit dem ARD-Morgenmagazin das Scheitern begründet. "Wir hätten die Olympischen Spiele gerne weiterhin mit all unserem über Jahrzehnte aufgebauten Knowhow und unserer Kompetenz live und umfassend übertragen", hatte ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut damals gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die Entwicklung bedauert.

"Wie die öffentlich-rechtlichen Sender hat auch Discovery immer betont, dass es uns ein Anliegen ist, mit Partnern zusammenzuarbeiten, die die Olympischen Spiele wertschätzen?, sagte die Deutschland-Chefin von Discovery, Susanne Aigner-Drews, der Frankfurter Allgemeine Zeitung vielsagend. Der amerikanische Medienkonzern hat über eine Milliarde Euro für die europäischen Übertragungsrechte der Olympischen Spiele zwischen 2018 und 2024 investiert.

"Eurosport wird erhebliche Investitionen tätigen, um den Zuschauern in Deutschland das ultimative Olympia-Erlebnis zu bieten", hatte Peter Hutton als Geschäftsführer des Senders im vergangenen November angekündigt. Auch Susanne Aigner-Drews hatte damals mit Blick auf den eigenen Kanal erklärt: "Mit unserem Multi-Plattform-Angebot haben Fans zum ersten Mal die Möglichkeit jeden einzelnen Augenblick der Olympischen Spiele live zu verfolgen, mit allen verfügbaren Daten und Statistiken - in Echtzeit, von jedem deutschen Sportler, bei jedem Wettkampf." Denkbar wäre für Deutschland beispielsweise auch eine parallele Berichterstattung, wie bei der aktuell laufenden Tour de France seit Jahren zwischen ARD und Eurosport üblich.

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