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12.01.2018 22:13 Uhr - Europameisterschaft - red

Frankreich nimmt Norwegen am Ende Sieg und Punkte ab

Der letzte Wurf der Norweger brachte nicht mehr den erhofften AusgleichDer letzte Wurf der Norweger brachte nicht mehr den erhofften Ausgleich
Quelle: rom
Mit dem Duell zwischen Frankreich und Norwegen gab es in der Gruppe B gleich am ersten Spieltag das vermeintliche Topspiel. Das Tempo war in den ersten 20 Spielminuten extrem hoch, die Partie ausgeglichen. Da Frankreich während acht Minuten nicht traf, setzte sich Norwegen vor der Pause ab. Nach dem 15:17-Halbzeitstand lag Norwegen zeitweilig mit drei Toren vorne, konnte den Vorsprung aber nie solide gestalten. Am Ende hieß es 32:31 für Frankreich, auch, weil Torbjørn Bergerud in der zweiten Spielhälfte seine starke Leistung nicht fortsetzen konnte. Kentin Mahé (8/4) und Kent Robin Tønnesen (7) trafen am besten.

Kent Robin Tønnesen trug eine blutige Nase aus der ersten Eins-gegen-Eins-Situation davon. Der Norweger setzte sich allerdings durch und erzielte den ersten Treffer. Frankreich deckte vom ersten Moment an aufopferungsvoll, was bereits in der zweiten Spielminute, im nächsten Angriff der Norweger, zu einer Zeitstrafe führte. Die Skandinavier rührten ihrerseits ebenfalls Beton an, taten dies aber weniger vehement. Sagosen sorgte beim 1:2 (4.) für die Führung des EM-Vierten von 2016.

Norwegen leistete sich nun zunächst einige Unzulänglichkeiten im Spielaufbau. Das 5:2 (9.) für Frankreich fiel nach einem Ballgewinn. Die Equipe Tricolore schob die Angreifer immer wieder geschickt aus der Gefahrenzone und setzte leichte Treffer, etwa Dipanda beim 7:4 (12.) aufs verwaiste Tor. Teils wogte die Partie rasant hin und her, da beide Teams willig waren, gegnerische Geschenke anzunehmen und unbedingt Treffer über die erste Welle setzen wollten.

Da auch die Franzosen längst nicht fehlerfrei waren und Tønnesen nicht nur in der Deckung, sondern auch als Werfer und Anspieler glänzte, blieb Norwegen im Spiel. Bjørnsen egalisierte beim 8:8 (15.). Das Tempo war bisher enorm. Das Team von Christian Berge versuchte sich im weiteren Verlauf mit Tempo-Variationen gezielt Atempausen zu holen. Die Franzosen wirkten unruhig. Zwei Ballverluste verwerteten Jondal und O´Sullivan zur 11:13-Vorlage (21.). Der Weltmeister unterbrach das Spiel.

Didier Dinart wollte mit der Hereinnahme von Cyril Dumoulin für Vincent Gerard einen Impuls setzen. Zudem klemmte es im Angriff, Nikola Karabatic durfte sich kurz ausruhen. Doch es war Torbjørn Bergerud, der nun mit drei Paraden in Serie glänzte. Tournat beendete zwar beim 12:13 (26.) die inzwischen acht Minuten lange Torflaute der Franzosen, doch einen weiteren Ballverlust nutzte Sagosen zum 13:16-Konter (29.). Beim Stand von 15:17 trennten die Teams sich.

Magnus Jondal hatte sich mit der Sirene ein ungestümes Foul gegen Mem geleistet und war hinausgestellt worden - zum sichtlichen Missfallen seines Trainer, zumal Kentin Mahé die Chance von der Markierung dankend annahm und Frankreich bei Wiederbeginn Anwurf hatte. Guigou ließ sich den 16:17-Anschlusstreffer (31.) ebenso wenig nehmen. Doch, wieder vollzählig, blieben die Norweger konzentriert: Jondal wurde beim 16:19 (34.) von Sagosen angespielt, sein dritter Treffer.

Die Norweger hatten die Rustikalität der französischen Abwehr akzeptiert und ignorierten sie. Die Equipe Tricolore rückte zwar nach Ballgewinnen auf 19:20 heran, Treffer von Myrhol und Bjørnsen ließen den norwegischen Vorsprung aber schnell wieder anwachsen. Zwar konnte Schlussmann Bergerud gegen die Flügel-Würfe von Abalo und Guigou nichts ausrichten, doch fanden auch die Norweger im Angriff stets eine Antwort. Nur der Siebenmeter zum möglichen 21:25 (41.) misslang.

Nach zwei Dritteln der Spielzeit hatte Norwegen den Coup gegen Frankreich vor Augen. Vincent Gerard stemmte sich jedoch mit Macht dagegen. Sein vierter Reflex in der zweiten Halbzeit ermöglichte Mahé den 23:24-Anschlusstreffer. Einige Wechsel hatten auf norwegischer Seite für einen Bruch gesorgt, während Frankreich, abgesehen von Abalo noch immer mit der Start-Sieben spielte. Zwei Stürmerfouls zeugten möglicherweise vom Substanzverlust der Equipe Tricolore.

Doch es kam anders: Frankreich blieb dran, und nach dem Zaubertor von Karabatic zum 30:30 (56.) wendete sich das Blatt. Porte handelte sich zwar gegen Myrhol eine Zeitstrafe ein, doch Norwegen traf in Überzahl nicht und dann wurde mit Tønnesen der wichtigste Werfer ebenfalls wegen Foulspiels hinausgestellt. 14 Sekunden vor Schluss lag Frankreich mit 32:31 vorne. Christian Berge nahm die Auszeit und ging ohne Torwart aufs Ganze. Doch Norwegen traf nicht mehr und verlor den Kraftakt knapp. Frankreich hat den längeren Atem.

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Männer · Europameisterschaft · Saison 2017/2018
1. Spieltag · 12.01.2018 · 20:30 Uhr
Frankreich32:31
Norwegen
Sportcenter Porec · Zuschauer : 3600

Torschützen: Mahé (8/4), Guigou (5), Karabatic (4), Abalo (4), Mem (3), Dipanda (2), Porte (2), Tournat (2), Sorhaindo (1), N´Guessan (1),
Siebenmeter:4 / 4
Zeitstrafen:2
Rot:
Torschützen: Tønnesen (7), Bjørnsen (6/1), Myrhol (5), Jøndal (4), Sagosen (3), Johannessen (3), Tangen (1), Gullerud (1), O´Sullivan (1),
Siebenmeter:1/2
Zeitstrafen:3
Rot:

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