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12.01.2018 23:00 Uhr - Europameisterschaft - dpa, red

EM kompakt: Kroatien siegt und bangt um Duvnjak, Frankreich dreht Partie, Österreich und Schweden trauern

Island setzte sich gegen Schweden durchIsland setzte sich gegen Schweden durch
Quelle: Michael Heuberger
Gleich am ersten Spieltag ist die Europameisterschaft auf Betriebstemperatur. Österreich unterlag in der Gruppe B nach packendem Kampf dabei im richtungsweisenden Auftaktspiel gegen Weißrussland ebenso mit einem Tor wie Norwegen gegen Frankreich. Dabei hatten die Nordeuropäer lange Zeit geführt. In der Gruppe A distanzierte Island den Gegner aus Schweden zwischenzeitlich mit neun Toren, siegte am Ende mit 26:24. Kroatien hingegen feierte ein 32:22 gegen Serbien, das aber einen Wehrmutstropfen hatte.

Gastgeber Kroatien ist mit einem Prestige-Erfolg in die EM gestartet. Im hitzigen Duell mit Nachbar Serbien setzten sich die Kroaten am Freitagabend in Split deutlich mit 32:22 (14:9) durch. Luka Stepancic und Manuel Strlek erzielten jeweils sechs und damit die meisten Treffer für die Kroaten, die sich im eigenen Land den Titel zum Ziel gesetzt haben. Der ehemalige Berliner Petar Nenadic war bester Serbe und warf ebenfalls sechs Tore. Die kroatischen Fans hatten vor der Partie die serbische Nationalhymne niedergepfiffen, den Jubel nach Spielende trübte die Verletzung von Domagoj Duvnjak, der kurz vor Spielende das Parkett verlassen musste.

Im ersten Topspiel des Turniers wendete Weltmeister Frankreich eine Auftaktpleite gerade noch ab. Gegen Mitfavorit Norwegen gewann die Mannschaft von Trainer Didier Dinart dank eines späten Tores von Michael Guigou mit 32:31 (15:17). Norwegen hatte lange Zeit geführt, gab das Heft in den letzten Minuten aber aus den Händen - und verpasste mit einem finalen Wurf auch noch ein Unentschieden, dasdie gute Leistung zumindest mit einem Punkt belohnt hätte. Bester Schütze seiner Mannschaft war Kentin Mahe von der SG Flensburg-Handewitt mit acht Toren. Für die Norweger war der Ex-Bundesliga-Profi Kent Robin Tönnesen mit sieben Toren am erfolgreichsten.

Deutschlands Testspielgegner Island war zuvor ebenfalls mit einem Achtungserfolg gestartet. Die Isländer setzten sich mit 26:24 (15:8) gegen Rekord-Europameister Schweden durch, nach einem Blitzstart hatten sie den Gegner beim 14:5 nach zwanzig Minuten bereits auf neun Tore distanziert. Schweden kam beim 22:18 wieder auf vier Tore heran, Island erhöhte aber umgehend auf 26:21. Bester Werfer der Mannschaft um Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson von den Rhein-Neckar Löwen war Olafur Andres Gudmundsson mit acht Toren. Bei den Schweden traf der Flensburger Jim Gottfridsson sechsmal. In der EM-Vorbereitung hatten die Isländer beide Spiele gegen die DHB-Auswahl verloren.

Parallel dazu verpatzte Österreich seinen Start in das Turnier. Die Österreicher unterlagen Weißrussland in Porec mit 26:27 (12:14). Überragender Akteur der Österreicher war Nikola Bylik vom THW Kiel, dessen acht Treffer aber nicht zum Sieg reichten. Das von Iouri Chevtsov betreute weißrussische Team zeigte sich einmal mehr bestens eingestellt und überzeugte in Abwehr und Angriff mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Österreich gelang im zweiten Abschnitt der psychologisch wichtige Ausgleich nicht, mehrfach wurde die Chance vergeben. Weißrussland nutzte sein, stellte mit einem Doppelschlag zum 27:24 die Weichen auf Sieg - Österreich muss für den Traum von der Hauptrunde nun gegen Frankreich oder Norwegen punkten.

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