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15.01.2018 22:08 Uhr - Europameisterschaft - Dominik Schreier

Montenegro stark verbessert, aber Mazedonien mit dem besseren Ende

Stefan Cavor und Montenegro scheiterten knappStefan Cavor und Montenegro scheiterten knapp
Quelle: Marco Wolf
Die Rollen vor dem Spiel schienen klar verteilt: Montenegro hatte sich gegen Deutschland mit 19:32 geschlagen geben müssen, Mazedonien hingegen hatte die favorisierten Slowenen im Auftaktspiel niedergerungen. In Zagreb blieb es aber bis in die letzten Minuten spannend, Montenegro zeigte sich stark verbessert. Mazedonien behielt am Ende der umkämpften Partie knapp mit 29:28 die Oberhand und löste das Ticket in die Hauptrunde bereits vor dem abschließenden Duell mit der deutschen Auswahl. Montenegro dürfte trotz der Niederlage wieder etwas mehr Hoffnung haben, ein Sieg im abschließenden Spiel gegen Slowenien am Mittwoch würde dem Team von Dragan Djukic in die nächste Runde bringen.

Mazedonien legte zunächst durch Filip Taleski und Kiril Lazarov die beiden ersten Treffer vor und schien den Ton anzugeben. Montenegro kam zwar schnell zum Ausgleich, sah sich beim 2:4 dann aber erneut mit einem Zwei-Tore-Rückstand konfrontiert. Im Gegensatz zum Auftaktspiel, wo das Team von Dragan Djukic bereits in der Anfangsphase den Anschluss verlor, zeigte sich Montenegro in der heutigen Partie unbeeindruckt: Diesmal gelang nicht nur der Ausgleich, der Wetzlarer Stefan Cavor warf den Außenseiter beim 5:4 sogar erstmals in Vorlage.

Mazedonien war aus dem Tritt gekommen, die Fehlerzahl war hoch in dieser Phase. Montenegro konnte sich etwas absetzen, der dritte Treffer von Cavor sollte beim 9:6 die erste Drei-Tore-Führung bringen. Dank der Paraden von Borko Ristovski und einiger guter Aktionen in der Deckung fand Mazedonien aber schnell zurück ins Spiel. Nach einer seiner Glanztaten schickte der Torhüter des FC Barcelona beispielsweise Geogievski in den Gegenstoß und bereitete so das 10:10 vor. Nach einer Auszeit Montenegros warf Dejan Manaskov den Favoriten dann wieder in Vorlage.

Montenegro blieb aber stabil, Rade Mijatovic im Tor war mehrfach zur Stelle und sowohl in der Abwehr wie auch im Angriff schien das Team im Vergleich zum Auftaktspiel wie ausgewechselt. Mit einem erfolgreichen Versuch in das verwaiste Tor des Gegners trug sich Mijatovic fünf Minuten vor dem Seitenwechsel sogar selbst in die Torschützenliste ein - und sein Team mit diesem 14:13 wieder in Front. Die knappe Führung nahm der Außenseiter auch mit in die Kabinen, Nemanja Grbovic hatte in Überzahl für den 16:15-Pausenstand gesorgt.

Auch nach Wiederbeginn blieb es eine ausgeglichene Partie. Montenegro behauptete die Führung in den ersten Minuten nach Wiederbeginn, nach dem 17:19 drehte dann aber Mazedonien die Partie. In Überzahl sorgte Filip Kuzmanovski mit einem Doppelschlag für den Ausgleich und Dejan Manaskov warf seine Farben mit dem 20:19 dann wieder nach vorne. Kuzmanovski, der wie Cavor auf der anderen Seite am Ende mit sechs Treffern bester Schütze seines Teams war, hielt Mazedonien in Vorlage und Montenegro wurde dann ein Wechselfehler zum Verhängnis, auf den die Schiedsrichter nach dem Videostudium entschieden. Filip Lazarov traf nach Kempa, Manaskov setzte den Ball in das verwaiste Tor des Gegners - mit dem 24:20 schien der Favorit die Weichen gestellt zu haben.

Montenegro kämpfte sich aber zurück in die Partie, auch dank der Paraden des heute mitwirkenden Nebojsa Simic. Tor um Tor schmolz der Rückstand dahin und mit einem Hüftwurf gelang Bozo Andjeli dann fünf Minuten vor dem Ende sogar der Anschlusstreffer. Eine Glanztat von Simic bescherte die Chance auf den Ausgleich, doch ein Ballverlust verhinderte diesen und auf der Gegenseite sorgte Filip Mirkulovski im Gegenstoß für das 28:26. Sevaljevic nährte mit einem verwandelten Siebenmeter noch einmal die Hoffnung, doch eine Rote Karte gegen Vuk Lazovic und die damit verbundene Unterzahl erschwerte Montenegro die Aufholjagd. Mazedonien stand gut in der Deckung und konnte nach dem 29:27 und einem von Ristovski abgewehrten Kempa endgültig jubeln - auch wenn Montenegro in der letzten Sekunde der Kempa zum 29:28-Anschluss noch glückte.

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Männer · Europameisterschaft · Saison 2017/2018
2. Spieltag · 15.01.2018 · 20:30 Uhr
Montenegro28:29
Mazedonien
Zagreb-Arena · Zuschauer : 5000


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