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16.01.2018 19:49 Uhr - Europameisterschaft - noa

Frankreich feiert dritten Sieg in Folge, Weißrussland zittert um Weiterkommen

Nikola KarabaticNikola Karabatic
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Weltmeister Frankreich hat bei der Europameisterschaft in Kroatien seine weiße Weste gewahrt und in der Gruppe B gegen Weißrussland den dritten Sieg im dritten Vorrundenspiel gefeiert. Durch den ungefährdeten 32:25 (14:11)-Erfolg zieht der Titelfavorit mit der Maximalpunktzahl in die Hauptrunde ein. Ob Weißrussland den Franzosen dennoch folgt, entscheidet die im Anschluss stattfindende Partie zwischen Norwegen und Österreich. Sollten die Alpenländer gewinnen, rutscht Weißrussland auf den letzten Tabellenplatz ab. Andernfalls geht das Turnier für die Weißrussen weiter. Spieler des Spiels wurde Frankreichs Spielmacher Nikola Karabatic. Torhüter Vincent Gerard überzeugte zudem mit zahlreichen Paraden. Bester Torschütze des Spiels war Dika Mem mit neun Treffern für den Weltmeister. Aliaksandr Padshyvalau traf sechsmal für den Kontrahenten.

Frankreich begann mit der bestmöglichen Aufstellung - Luc Abalo, Vincent Gerard, Valentin Porte, Cedric Sorhaindo und Nikola Karabatic. Letzterer erzielte das erste Tor des Abend, während sich dessen Schlussmann Vincent Gerard von Beginn an in guter Form präsentierte. Dennoch merkten die Franzosen schnell, dass die Begegnung gegen Weißrussland kein Selbstläufer war.

Obwohl die Weißrussen früh in Unterzahl agieren mussten, bestraften sie Nachlässigkeiten der Franzosen, die nicht mit voller Kraft deckten. So erzielte Andrei Yurinok nach sechs Minuten den 3:3-Ausgleich. In der Folge bot der Außenseiter dem Weltmeister mächtig Paroli. Frankreich reichte meist die individuelle Klasse zum Torerfolg, die Weißrussen spielten als geschlossene Mannschaft. Dementsprechend wurde der kämpferische Aufwand belohnt. Vadim Gayduchenko und Andrei Yurinok sorgten für das 6:7 und setzten die Franzosen zumindest kurzzeitig unter Druck (14.).

Frankreich konnte sich immer mehr bei Vincent Gerard bedanken, dass die Weißrussen nicht noch höher führten. Zwei parierte Siebenmeter innerhalb weniger Minuten retteten den Favoriten in seiner schwächsten Phase, der erst durch die Gegenstöße von Luc Abalo und Michal Guigou wieder die Führung nach 20 Minuten erkämpfte. Kurz vor der Halbzeitpause drehte dann Frankreichs Jungstar Dika Mem auf. Die weißrussische 6:0-Deckung wurde mehrfach von dem 20-jährigen Rückraumspieler durchbrochen, welcher mit seinen Treffern dafür sorgte, dass der Favorit dann doch standesgemäß mit 14:11 in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel überzeugte Frankreich weiter mit der Breite des hochklassigen Kaders. Weißrussland konnte bereits früh in der zweiten Halbzeit das Tempo der Franzosen nicht mehr mitgehen. Dementsprechend setzten sich die Franzosen früh ab und hatten nach dem Kreistreffer von Nicolas Tournat eine komfortable 23:17-Führung hergestellt (43.). Weißrussland riskierte mehr, musste allerdings auch zahlreiche Ballverluste hinnehmen. Diese wurden zumeist von Valentin Porte und Michael Guigou zu Gunsten Frankreichs bestraft.

Zwar gelang es Weißrussland, den Toptorschützen Aliaksandr Padshyvalau mehrmals erfolgreich in Szene zu setzen, doch nennenswert verkürzen konnten sie nicht. Zwischenzeitlich kamen die Weißrussen auf 28:24 heran, mussten sich in den letzten Minuten aber der Routine und individuellen Klasse der Franzosen geschlagen geben. Nikola Karabatic dirigierte die Mannschaft, Luc Abalo glänzte auf Außen und Vincent Gerard überragte weiter im Tor. Spätestens das 31:25 von Kentin Mahe war zwei Minuten vor dem Ende die endgültige Entscheidung.

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Männer · Europameisterschaft · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 16.01.2018 · 18:15 Uhr
Frankreich32:25
Weißrussland
Sportcenter Porec · Zuschauer : 2300


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