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06.02.2018 19:15 Uhr - Europameisterschaft - cie

Paukenschlag in Island: Gudmundsson zurück als Nationaltrainer

Gudmundur GudmundssonGudmundur Gudmundsson
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Mit einem Paukenschlag wartete der isländische Handball-Verband auf seiner heutigen Pressekonferenz auf: Gudmundur Gudmundsson wird auf die Trainerbank des Nationalteams zurückkehren. Der frühere Nationalspieler, der 1984 und 1988 mit dem Team selbst bei den Olympischen Spielen auflieg, hatte mit der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking einen der größten Erfolge der isländischen Sportgeschichte gefeiert.

"Es ist eine große Ehre, die Nationalmannschaft wieder zu übernehmen", erklärte Gudmundur Gudmundsson auf der Pressekonferenz laut Morgunbladid. Er bezeichnete es als "herausfordernde Aufgabe" und erklärte mit Blick auf den bevorstehenden Umbruch. "Wir werden eine gewisse Zeit brauchen, um zu früherer Stärke zurückzukehren." Als Co-Trainer wurd Gunnar Magnusson fungieren, Tomas Svensson wird sich um die Torhüter kümmern.

Gudmundsson hatte nach den Olympischen Spielen 2012 seine Tätigkeit als isländischer Nationaltrainer beendet, er war zu dieser Zeit parallel auch Trainer der Rhein-Neckar Löwen. 2014 übernahm er die dänische Nationalmannschaft und feierte mit dieser bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro seinen bisher größten Erfolg als Trainer, diesmal gewann er mit seinem Team das Finale und kehrte mit der Goldmedaille heim.

Im März 2017 legte er allerdings sein Amt nieder und übernahm einen Monat später das Team aus Bahrain, das unter der Regie von Gudmundsson vor knapp zwei Wochen ins Finale der Asienmeisterschaft führte und das trotz der dort erlittenen knappen 31:33-Niederlage gegen Katar das Ticket zur Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark im Januar 2019 löste.

Island hingegen schied bei der parallel ausgetragenen Europameisterschaft bereits in der Vorrunde aus, der Verband beendete daher die Zusammenarbeit mit Coach Geir Sveinsson. Gudmundsson muss mit seinem Team daher im Sommer in den Play-offs antreten, gegen Litauen soll das WM-Ticket gebucht werden. Der Vertrag soll dem Vernehmen nach zunächst für drei Jahre geschlossen sein, er beinhaltet damit auch die Olympischen Spiele 2020.

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