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23.01.2014 17:09 Uhr - Europameisterschaft - chs, fcb

Goluzas überraschender Schachzug sichert Kroatiens Halbfinaleinzug

Gut gelaunt: Slavko GoluzaGut gelaunt: Slavko Goluza
Quelle: sportseye.de
Großer Jubel am Ende bei Kroatien. Nach den vorherigen Ergebnissen war klar, ein Sieg gegen Polen bringt den Kroaten nicht nur den Einzug ins Halbfinale, sondern auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. „Gratulation an die polnische Mannschaft für ein faires und korrektes Spiel. Für uns ist das ein sensationelles Ergebnis“, erklärte Kreisläufer Igor Vori nach dem 31:28 über den kommenden EM-Gastgeber und der frühere Hamburger ergänzte: „Zum sechsten Mal nacheinander haben wir das Halbfinale erreicht. Wir sprechen von Kroatien, einem Land mit vier Millionen Einwohnern. Wir müssen demütig sein, dass wir das geschafft haben.“

„Wir sind heute toll aufgetreten. Das Spiel war wie vorausgesagt: Wir sind auf ein sehr gutes polnisches Team gestoßen“, so sein Trainer Slavko Goluza: „Ich glaube, der Schlüssel war zu Beginn der zweiten Halbzeit unser Wechsel auf ein 5:1-Abwehrsystem. Wir haben dann fünf Tore nacheinander erzielt. Den Rest des Spiels haben wir genutzt um den Vorsprung aufrecht zu erhalten.“ „Von unserer Seite war es ein großartiges Spiel. Ich stimme mit meinem Trainer überein, der Schlüssel zum Sieg war die Umstellung auf die 5:1-Abwehr. Igor Vori hat vorne Mitte gespielt und das sensationell gelöst“, analysierte Damir Bicanic: „Dadurch konnten wir Gegenstöße laufen. Manuel Strlek hat da drei Tore für uns geworfen.“

„Das hatten wir in der Vorbereitung mal durchgenommen, aber nicht gezielt für dieses Spiel“, erläuterte Domagoj Duvnjak zu Goluzas Abwehrvariante: „Wir hatten nur im Hinterkopf, dass das eine Option ist. Aber das war eine Überraschung.“ Der Coach erklärte: „Unser Auftritt war sehr couragiert und großartig. Die Spielstrategie, die wir uns zurecht gelegt hatten, wurde von jedem Spieler beherzigt.“

„Unsere Beine waren viel besser als in der ersten Halbzeit. Ich glaube, das war unser Schlüssel. Dass ein Spiel so kippen kann, das macht Handball aus“, meinte Domagoj Duvnjak angesichts des Spielverlaufs. „Wir sind nicht so gut gestartet, Polen hat besser angefangen als wir. Zunächst lagen sie vorne, dann lagen wir vorne und schließlich in der zweiten Halbzeit – mit dieser Umstellung auf die 5:1-Abwehr – haben wir sie geschlagen“, so Mirko Alilovic und betont: „Das war der Schlüssel, da sind sie auf die Verliererstraße geraten, weil wir Gegenstöße laufen konnten. Sie zwar haben alles versucht, aber wir haben sie aufgehalten.“

„Ich möchte sagen, dass die polnische Mannschaft sehr stark ist, aber leider kann nur einer gewinnen. Jetzt schauen wir nach vorne. Wir spielen gegen Dänemark, gegen 16 super Spieler und 14.000 Zuschauer in Herning. Aber wir werden alles versuchen, dieses Spiel zu gewinnen“, so der Hamburger Spielmacher Duvnjak. „Jetzt beginnt für uns der zweite Teil unserer Reise. Wir spielen jetzt um Medaillen“, betont Kreisläufer Vori: „Für uns ist es eine große Ehre, gegen den Gastgeber Dänemark im Halbfinale zu spielen - und gegen 14.000 Zuschauer. Wir werden in diesem Spiel alles geben, denn wenn wir gewinnen, kann die Freude kaum größer sein.“

Für Alilovic steht nun „das schwierigste Spiel in diesem Turnier bevor“ und der Keeper aus Veszprem gibt sich selbstbewusst: „Sicher haben wir Chancen dieses Spiel für uns zu entscheiden. Das ist eine große Herausforderung. Diese nehmen wir an. Wir haben die Chance die Dänen in Dänemark zu besiegen. Jetzt haben wir nichts mehr zu verlieren und viel zu gewinnen. Das wird großartig.“

Allerdings hob Goluza direkt nach Abpfiff mahnend den Zeigefinger. „Wir müssen jetzt aber auf dem Boden bleiben und dürfen nicht in Euphorie ausbrechen. Wir haben noch zwei Spiele vor uns, bei denen es um Siege geht und Niederlagen das Aus bedeuten“, so der frühere Bundesligaspieler. „Wir müssen uns sehr gut auf diese Spiele vorbereiten und die Nacht auf Donnerstag nutzen um uns von dem strapaziösen Spiel heute zu erholen. Wir freuen uns auf eine ausverkaufte Arena in Herning und wir werden uns darauf konzentriert vorbereiten. Wir wollen noch mehr erreichen.“ „Ich bin froh, so einen Trainer zu haben“, so Vori abschließend und auch Domagoj Duvnjak sagt lachend zum möglichen Erfolgsrezept gegen die Dänen. „Wir gucken einfach, was der Trainer sagt, was wir gegen Dänemark spielen sollen.“

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Männer · Europameisterschaft · Saison 2013/2014
6. Spieltag · 22.01.2014 · 20:15 Uhr
Polen28:31
Kroatien
Ceres Arena Aarhus
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Torschützen: Jurecki (6), Lijewski (5), Jaszka (4), Kuchczynski (3/1), Wisniewski (2), Chrapkowski (2), Syprzak (1), Lucak (1),
Siebenmeter:1 / 3
Zeitstrafen:2
Rot:
Torschützen: Horvat (6/3), Duvnjak (6), Strlek (6), Bicanic (5), Kopljar (4), Cupic (3), Sliskovic (1),
Siebenmeter:3/5
Zeitstrafen:6
Rot:

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