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13.06.2015 11:11 Uhr - Europameisterschaft - chs

EM-Qualifikation: Noch sechs EM-Tickets zu vergeben

Island ist das EM-Ticket fast nicht mehr zu nehmenIsland ist das EM-Ticket fast nicht mehr zu nehmen
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Nach diesem Wochenende wird das Teilnehmerfeld für die Europameisterschaft 2016 feststehen. Neben Ausrichter Polen haben auch schon neun weitere Nationen, darunter auch Deutschland, ihre Qualifikation erfolgreich gemeistert. Teilweise in direkten Duellen, wie in den Gruppen 4, 5 und 6 oder auch in Fernduellen werden nun die restlichen Plätze vergeben. Fast schon entschieden scheint auch der Kampf um den Platz als "bester Dritter", der das letzte Ticket löst.

In der Gruppe 1 sind Kroatien und Norwegen bereits fix qualifiziert. Kroatien kann am Sonntag mit einem Heimsieg über das punktlose Schlusslicht Türkei den ersten Platz sichern. Für die Norweger könnte das abschließende Heimspiel gegen die Niederlande bedeutungslos sein, für das NHV-Auswahl bietet die Begegnung hingegen noch die Möglichkeit Punkte im Kampf um den Platz als "bester Dritter" Boden gutzumachen.

In der Gruppe 2 ist Dänemark bereits der Konkurrenz weit enteilt. Das Team von Gudmundur Gudmundsson könnte am Sonntag aber noch das Zünglein an der Waage spielen. Während die Dänen ein Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina (4 Punkte) haben, stehen sich zuvor Weißrussland (4) und Litauen (2) gegenüber.

Und so könnte es möglicherweise zu einer Dreiertabelle, aus der die Spiele gegen Dänemark hinausgerechnet werden, kommen oder auch der Direktvergleich zwischen Weißrussland und Bosnien-Herzegowina zum Tragen kommen. Da dort beide Begegnungen mit einem Remis endeten, würden die Auswärtstore für die Bosnier sprechen. Bosnien-Herzegowina hat es so in der Hand mit einem Auswärtssieg das Ticket aus eigener Kraft zu buchen.

In der Gruppe 3 sind die EM-Tickets an Schweden und Slowenien fix vergeben, auch der Gruppensieg ist den Tre-Kronor nicht mehr zu nehmen. Die Partie der Skandinavier gegen das punktlose Schlusslicht Slowakei ist praktisch bedeutungslos. Ganz anders ist es für Lettland, das in Slowenien noch Punkte sammeln kann, um noch Hoffnung auf einen Platz als bester Dritter zu haben.

Doch vermutlich wird der beste Dritte aus der Gruppe 4 kommen. Dort stehen sich die beiden Spitzenteams Island und Montenegro (je 7 Punkte) in Reykjavik gegenüber, während der Dritte Serbien mit sechs Punkten auf der Habenseite das punktlose Schlusslicht Israel empfängt. Die Serben könnten so mit einem Sieg über ein EM-Ticket sicher jubeln, sofern es nicht in der anderen Partie eine Punkteteilung gibt.

Dann nämlich wirft die deutliche 22:38-Niederlage auf der Vulkaninsel die Serben (-12 Tore in der Dreiertabelle) auf den dritten Rang hinter Island (15) und Montenegro (-3) zurück. Doch mit acht Punkten auf der Habenseite, sollte auch der dritte Platz für die EM-Teilnahme reichen. Und selbst wenn es einen Sieger im Spitzenspiel gibt, wird es vermutlich keinen Verlierer geben, denn sieben Zähler, darunter drei gegen die jeweils beiden Gruppenbesten, kann kein anderer Gruppendritter verbuchen. Nur ein Überraschungserfolg Israels könnte die Rechenschieber noch einmal anwerfen.

In der Gruppe 5 ist Ungarn als Gruppensieger bereits für die EM qualifiziert und kann so entspannt in das letzte Spiel gegen das punktlose Schlusslicht Ukraine gehen. Ein direktes Duell gibt es hingegen zwischen Russland und Portugal. Die Magyaren sorgten mit ihrem knappen Erfolg am Mittwoch dafür, dass die Russen sich nach dem 34:29-Auswärtserfolg im ersten Duell mit Portugal nun sogar eine Niederlage mit vier Toren erlauben können. Verliert das Team von Dimitri Torgownanow mit fünf Treffern, würden die Auswärtstore möglicherweise der entscheidende Pluspunkt für die Sbornaja sein.

Auch in der Gruppe 6 ist die Begegnung zwischen Tabellenführer Frankreich und Schlusslicht Schweiz bedeutungslos. Dafür sind aktuell Mazedonien und die Tschechische Republik gleichauf. Nach dem 27:27 im ersten Duell müssen die Tschechen in Skopje entweder gewinnen oder bei einem Remis mindestens 28 Tore erzielen. Den Mazedoniern reicht auch eine Einstellung des Hinspielresultats, denn dann kommt die Tordifferenz aus allen Gruppenspielen zum Tragen, wo den Tschechen ihre hohe 25:41-Niederlage beim Weltmeister teuer zu stehen käme.

In der Gruppe 7 geht es wie in der Gruppe 1 theoretisch noch um ein Fernduell um den Gruppensieg, doch Spanien hat dort deutlich die besseren Karten. Die Iberer haben den direkten Vergleich mit Deutschland für sich entschieden und können daher am heutigen Samstag mit einem Sieg über Finnland alle Zweifel ausräumen. Für das DHB-Team könnte dementsprechend das abschließende Heimspiel gegen Österreich bedeutungslos sein. Für das Team Austria hingegen bleiben bei einem Sieg die Minimalchancen auf eine Teilnahme als "bester Dritter".

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Männer · Europameisterschaft · Saison 2014/2015
6. Spieltag · 14.06.2015 · 18:00 Uhr
Island34:22
Montenegro
· Zuschauer : 2050
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