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15.01.2016 12:08 Uhr - Europameisterschaft - Astrid Jöhnck - handball-world.com

"Wollen natürlich immer die Besten sein": Kentin Mahe über die EM, Ziele und Dominanz

Kentin MaheKentin Mahe
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Am vergangenen Wochenende hat Kentin Mahé mit der französischen Nationalmannschaft das Golden League Turnier in seiner Heimat gewonnen. Der 24-Jährige lieferte hierbei überzeugende Auftritte ab und kam – entgegen der Gewohnheit bei „Les Experts“ – vornehmlich im Rückraum zum Einsatz. Kurz vor Beginn der Europameisterschaft in Polen stellte sich der sympathische Flensburger einigen Fragen von handball-world.com.

Mit welcher Erwartung geht ihr als Mannschaft in das Turnier?

Kentin Mahé:

Die Erwartungen an uns auf persönlicher Ebene sind immer extrem hoch, wir wollen natürlich immer die Besten sein. Allerdings versuchen wir, mannschaftlich gesehen, den Druck nicht allzu hoch zu halten. Damit meine ich, dass wir zwar wissen, dass wir von „Experten“ favorisiert in die Meisterschaft starten, den Druck aber nicht auf unserer Seite sehen. Andere Teams haben bei dieser EM einen doppelten Druck, wenn man es so sagen kann, da viele sich selbstverständlich den EM Titel erarbeiten wollen, andere dagegen werden um eine möglichst gute Platzierung kämpfen, die bedeutet, dass die Chance auf Olympia weiterhin besteht. Wir dagegen sind für die nächsten zwei Turniere nach dieser EM bereits qualifiziert. Das vereinfacht die Arbeit während den Lehrgängen.

Wie lief die Vorbereitung bei euch?

Kentin Mahé:


Die Vorbereitung wurde schon zu Beginn von vielen Verletzungen überschattet – Timothy N"Guessan, Mathieu Grebille, William Accambray, Baptiste Bonnefond, Xavier Barachet, Kevynn Nyokas, Jerome Fernandez, usw. – es war also eher schwierig. Man merkt, dass die Belastung für den einzelnen Spieler, unter anderem in der Champions League, unfassbar hoch ich. Vor allem in diesen eineinhalb Jahren mit EM, Olympia, WM (im eigenen Land), Meisterschaft und eben Champions League.

Was ist deiner Meinung nach der Grund für die Dominanz Frankreichs in den letzten Jahren?

Kentin Mahé:

Leichte Frage, schwere Antwort! (lacht) Es herrscht bei uns ein unglaublicher Hunger nach Titeln und danach, es uns und der Welt beweisen zu wollen, dass wir die Besten sind. Jedes weitere Mal. Ohne Pause. Natürlich muss man auch sagen, dass wir über mehrere Jahre über eine äußerst hochklassige Mannschaft verfügt haben und glaub mir, auch weiterhin verfügen werden. Die Jungs die nach kommen sind auch gut drauf.

Bei der SG Flensburg-Handewitt tauchst du vorrangig auf der Rückraummitte auf, in der Nationalmannschaft warst du – bis zum letzten Wochenende – mehr auf Linksaußen im Einsatz. Wo spielst du grundsätzlich lieber?

Kentin Mahé:

Ganz klar: Auf Rückraum Mitte. Daher ist es natürlich ein Wunsch auch bei der Nationalmannschaft dort zu spielen, aber das ist eben auch die Qualität die hier alle Spieler aufweisen: Man tut alles dafür, damit es funktioniert und geht dahin, wo man gebraucht wird. Das ist nicht immer selbstverständlich.

Ihr habt normalerweise viele Fans bei EM oder WM dabei, wird das auch dieses Mal so sein?

Kentin Mahé:

Ich weiß nicht genau, wie viele dieses Mal die Reise nach Polen machen werden, aber ich hoffe natürlich auf viele Fans. Allerdings ist man besonders stolz wenn man vor der eigenen Familie auflaufen darf und das Schönste ist, dann auch noch Erfolg zu haben. Ich werde alles dafür geben.

Kurzer Ausflug weg von der EM: Du hast 2015 und damit 20 Jahre nach deinem Vater WM Gold gewonnen. Was bedeutet euch beiden diese Besonderheit?

Kentin Mahé:

Es ist ein starkes Symbol. Es war immer mein Traum Weltmeister zu sein, und ganz speziell, um es wie mein Vater sagen zu können: Ich bin Weltmeister. Darüber hinaus macht es mich unheimlich stolz. Für meinen Vater ist es das Größte zu sehen, dass ich Spaß dabei habe in dem was ich tue. Es ist ihm wichtig, dass seine Kinder eine Leidenschaft im Leben haben. Ich habe sie definitiv gefunden!

Dänen und Schweden der SG Flensburg-Handewitt sind in Polen nominell in der Überzahl. Aus welchem Grund sollten die SG Fans trotzdem Frankreich die Daumen drücken?

Kentin Mahé:

Ich denke, dass alle SG Fans in erster Linie der Deutschen Mannschaft die Daumen drücken werden, und das ist auch gut so. Der deutsche Handball braucht wieder Erfolg auf internationaler Ebene. Für wen sie ansonsten die Daumen drücken, ist natürlich jedem selbst überlassen, auch wenn ich denke, dass wir einen attraktiven und kampfbetonten Handball spielen. Die Hauptsache ist aber, dass wir alle stolz, mit guten Erinnerungen und gesund nach Flensburg zurückkehren.

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Männer · Europameisterschaft · Saison 2015/2016
1. Spieltag · 15.01.2016 · 18:00 Uhr
Frankreich30:23
Mazedonien

Spielfilm:
0:1 (2.), 1:1 (3.), 1:2 (5.), 3:2 (6.), 4:3 (10.), 5:5 (12.), 8:8 (16.), 9:8 (18.), 9:9 (19.), 11:9 (21.), 11:9 (24.), 11:10 (28.), 12:11 (29.), 12:12 (30.), 12:12 (HZ), 13:12 (31.), 14:13 (34.), 15:14 (35.), 17:17 (40.), 20:17 (43.), 20:18 (45.), 20:20 (47.), 22:22 (51.), 22:22 (51.), 24:22 (53.), 25:22 (55.), 26:22 (57.), 27:22 (58.), 30:23 (60.), 30:23 (EN)

Torschützen: Sorhaindo(6), Porte(5), Guigou(4), Mahé(4), Abalo(3), Karabatic(3), Narcisse(2), Karabatic(2), Fabregas(1),
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: 8
Rot: Karabatic (1.)
Torschützen: Lazarov(9), Manaskov(5), Georgievski(4), Mirkulovski(2), Pribak(1), Stoilov(1), Kuzmanovski(1),
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: 7
Rot:

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