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22.06.2017 15:07 Uhr - Europameisterschaft - red

"Ich weiß, wo Zuhause ist": Lino Cervar zurück bei "seiner Familie"

Lino Cervar (rechts)Lino Cervar (rechts)
Quelle: Cabraja, SEHA Gazprom League
Wie handball-world schon im März berichtete, wird Lino Cervar auf den Posten des Nationaltrainers Kroatien zurückkehren. Der Routinier soll das kroatische Team nach seinen zahlreichen Erfolgen zwischen 2002 und 2010 auf die Heimeuropameisterschaft 2018 vorbereiten. Im Interview mit eurohandball.com gibt der erfolgreichste Trainer des kroatischen Handballs Einblicke in seine Gefühlslage wegen seines Comebacks.

Der 66-Jährige Lino Cervar ist erfolgreichste Trainer der kroatischen Nationalmannschaft. Mit ihm an der Seitenlinie gewannen die Kroaten ihren ersten Weltmeistertitel 2003, dazu olympisches Gold ein Jahr später. Nach sieben Jahren kehrt er nun zurück auf den Trainerposten der kroatischen Nationalmannschaft. "Die Nationalmannschaft ist wie eine Familie für mich", so Cervar im Interview mit eurohandball.com . "Es ist schon schön überall, aber das Beste ist es doch Zuhause mit deinen Kindern und Enkelkindern zu sein", so Cervar, der nach der kroatischen Nationalmannschaft Vardar Skopje und Metalurg betreute. Seit 2016 besitzt er sogar die mazedonische Staatsbürgerschaft, trainierte die Nationalmannschaft Mazedoniens. Im März 2017, zehn Monate vor der Europameisterschaft in Kroatien, wurde er als Nachfolger von Zeljko Babic vorgestellt. Nun ist Cervar wieder Zuhause, zurück in Kroatien.

In Mazedonien hatte Cervar sich eine nicht weniger aufregende Aufgabe gesucht, entschied sich aber doch zurück nach Kroatien zu kommen. "Ich konnte nicht nein zum kroatischen Handball-Verband sagen. Nicht erneut, nicht zum zweiten Mal", erklärte Cervar. "Ich würde meine Laufbahn als Trainer gern mit dem Nationalteam von Kroatien komplettieren." Und der Verband wollte ihn als Nationaltrainer. Diese Entscheidung fiel aber nicht leichtfertig, wie keine von Cervars Entscheidungen. "Es war hart, ich habe sieben Jahre in Mazedonien gearbeitet. Es fiel mehr schwer Mazedonien auf Wiedersehen zu sagen, denn ich gebe immer 100 %. Ich bin sehr emotional, hatte Schlafprobleme in der Zeit, weil ich Angst hatte eine Entscheidung zu fällen. Ich habe zwei Nationalitäten, zwei Länder in meinem Herzen - aber nur das eine ist das richtige. Ich weiß, wo Zuhause ist und jetzt bin ich wieder Zuhause."

In den vergangenen sieben Jahren hat sich der kroatische Handball verändert, das sieht auch Cervar. "Eine Veränderung ist auf jeden Fall, dass sie seit 2010 in keinem Finale mehr waren", erklärte er lachend. "Seitdem ich das Team verlassen habe hat das Team gute Resultate erzielt, auch Medaillen gewonnen. Ich muss meinen ehemaligen Spielern und Assistenten Slavko Goluza und Zeljko Babic danken. Herausheben möchte ich die positive und kontinuierliche Arbeit rund um die Nationalmannschaft. Das ist sehr wichtig, weil der Erfolg einer Nationalmannschaft über allen Kluberfolgen steht. Die Spieler sind privilegiert ihr Land und alle Bürger zu vertreten."

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