News sendenPDF öffnen

28.06.2017 16:30 Uhr - Europameisterschaft - cie

Torschützen der EM-Qualifikation: Belgier vor Lazarov und Borozan

Kiril Lazarov hat mit Abstand den besten Schnitt, landet im Gesamtranking aber nur auf dem zweiten PlatzKiril Lazarov hat mit Abstand den besten Schnitt, landet im Gesamtranking aber nur auf dem zweiten Platz
Quelle: Michael Heuberger
Eine Überraschung bringt der Blick auf die Torschützenliste der Qualifikation für die Europameisterschaft 2018 in Kroatien - zumindest auf den ersten Blick. Denn vor bekannten Namen wie dem Mazedonier Kiril Lazarov und dem Montenegriner Viko Borozan steht mit Damian Kedziora ein Spieler aus Belgier mit 82 Treffern an der Spitze, der allerdings auch mehr Partien als seine Verfolger bestritt.

Da Belgien bereits in der Vorqualifikation an den Start gehen musste, kommt Damian Kedziora auf zwölf Spiele - doppelt so viele wie Kiril Lazarov. Der Linksaußen des belgischen Teams nutzte die sich bietende Chance, die auch andere Spieler kleinerer Nationen hatten, allerdings konsequent:

Gegen die Türkei gelangen ihm beim 37:28-Erfolg dreizehn Treffer und auch bei der Niederlage gegen Litauen traf er zweistellig. In keinem der zwölf Spieler waren es weniger als fünf Treffer, beim knappen 37:38 gegen Frankreich kam der 30-Jährige, der in der belgischen Liga für Achulles Bocholt spielt, auf beeindruckende acht Tore.

Acht Tore, das war in der EM-Qualifikation unterdessen die Mindestausbeute von Kiril Lazarov. Der Mazedonier unterstrich einmal mehr seine Ausnahmerolle, der 37-jährige Routinier absolvierte mit seinem Nationalteam in der Gruppenphase nur sechs Spiele und erzielte in diesen 59 Treffer - fast zehn Tore pro Partie bedeuten den besten Schnitt aller EM-Schützen. In keiner Partie waren es weniger als acht und in der Hälfte der Begegnungen war die Ausbeute des Rückraumspielers sogar zweistellig.

Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich Vuko Borozan, der fünfzig Treffer für Montenegro erzielte. Mit etwas Abstand folgt Valentin Marian Ghionea, der mit Rumänien wie einige der Akteure im vorderen Mittelfeld ebenfalls zwölf Partien absolvierte. Beeindruckend ist hingegen, dass sich der Finne Teemu Tamminen mit lediglich sechs Spielen auf den fünften Platz schieben konnte. Finnland musste zwar durch die Play-offs gegen Luxemburg, in denen er 22 Treffer erzielte, danach konnte er aber nur in vier Spielen der Gruppenphase mitwirken - und trumpfte dabei mit zehn Treffer beim finnischen Sensationserfolg in Österreich auf.

Deutsche Akteure fehlen unterdessen auf den vorderen Plätzen, auch weil der amtierende Europameister einige der Partien für Tests nutzte oder angeschlagene Spieler schonte. Uwe Gensheimer liegt mit 26 Toren auf dem geteilten 34. Platz und ist damit der einzige deutsche Vertreter in den Top50. Für deren Erreichen waren mindestens 23 Treffer erforderlich. Österreich ist unterdessen mit Robert Weber und Janko Bozovic auf den Plätzen 21 und 24 sowie Nikola Bilyk auf 34 vertreten, die Schweiz repräsentieren Andy Schmid auf der 27 und Luka Maros auf der 38.

Pl. Spieler Nation Tore
1.) Damian Kedziora Belgien 82
2.) Kiril Lazarov Mazedonien 59
3.) Vuko Borozan Montenegro 50
4.) Valentin Marian Ghionea Rumänien 44
5.) Teemu Tamminen Finnland 42
6.) Alexandru Cespreghi Rumänien 37

Simon Ooms Belgien 37

Marko Panic Bosnien-Herzeg. 37

Sander Sagosen Norwegen 37
10.) Jakub Hrstka Tschechien 36

Nico Rönnberg Finnland 36

Gudjon Valur Sigurdsson Island 36
13.) Barys Pukhouski Weißrussland 35
14.) Kentin Mahe Frankreich 34

Petar Nenadic Serbien 34
16.) Niclas Ekberg Schweden 33

Aidenas Malasinskas Litauen 33

Bobby Schagen Niederlande 33
19.) Dejan Manaskov Mazedonien 31

Arber Qerimi Belgien 31


Handballecke.de Diskutieren Sie direkt im Forum mit!


Meistgelesen:



Lesen Sie auch: