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29.10.2017 15:55 Uhr - Europameisterschaft - etb

DHB-Team feiert 100 Jahre Handball mit Sieg über Spanien

Für Paul Drux und seine Füchse-Kollegen Steffen Fäth, Silvio Heinevetter und Fabian Wiede war das Länderspiel ein "Heimspiel"Für Paul Drux und seine Füchse-Kollegen Steffen Fäth, Silvio Heinevetter und Fabian Wiede war das Länderspiel ein "Heimspiel"
Quelle: foto-laechler.de
Nach der gestrigen 24:26-Niederlage holte sich das DHB-Team am Sonntag in der Berliner Max-Schmeling-Halle zum 100-jährigen Geburtstag des Handballs einen 28:24 (16:9)-Sieg. Besonders die stabile Abwehr, aber auch Silvio Heinevetter im Tor waren der Sieggarant. Hatte die Mannschaft von Christian Prokop am Vortag noch deutliche Probleme gegen die offensive Deckung der Spanien, fand sie nun deutlich mehr Lösungen. Erfolgreichster Werfer war Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Treffern.

Im Unterschied zur gestrigen Partie gegen Spanien startete Christian Prokop in Berlin mit Silvio Heinevetter im Tor. Den Rückraum bildeten Philipp Weber, Paul Drux und Fabian Wiede, auf den Außenpositionen spielten Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki, sowie Hendrik Pekeler am Kreis. Die spanische Auswahl agierte zunächst wieder mit einer 6:0-Abwehr. Der erste Wurfversuch von Fabian Wiede ging knapp am Tor vorbei, doch nach einer Parade von Silvio Heinevetter gelang Philipp Weber das 1:0. Garcia glich schnell aus, doch die deutsche Mannschaft agierte vorne und hinten konsequenter als noch am Vortag, zudem stand ein glänzend aufgelegter Heinevetter im Tor.

Nach einer Parade machte Kapitän Gensheimer erst das 3:1 (4.) und mit einem Zwischenspurt zwischen der 8. und der 16. Minuten zogen die Deutschen dann sogar auf 9:5 davon. Ribera nahm die erste Auszeit und stellte in der Abwehr wieder auf 5:1 um, eine Variante mit der das DHB-Team am Vortag ordentlich Probleme hatte. So auch zunächst dieses Mal: Die Deutschen taten sich schwer und mussten lange spielen, bevor sie zu Torabschluss kamen. Der Ball fand nicht den Weg ins Tor und nach einem vergebenen Siebenmeter war es Heinevetter, der mit seinen Paraden dafür sorgte, dass der Vorsprung nicht schmolz. Der Torhüter der Füchse Berlin hielt den nächsten Wurf schickte zunächst Gensheimer auf die Reise und direkt darauf Groetzki, die mit ihren Treffern für das 11:6 (23.) sorgten.

Nach dem 11:7 nahm nun auch Prokop ein Time-Out. Er wechselte viel durch und so agierten nun Steffen Fäth, Steffen Weinhold und Julius Kühn im Rückraum. Fäth gelang dann auch der nächste Treffer und nachdem Heinevetter, der den Siebenmeter von Alex Dujshebaev hielt, baute Gensheimer vom Punkt den Vorsprung beim 13:7 (26.) auf sechs Treffer aus. Erst Rivera konnte Heinevetter dann vom Punkt wieder bezwingen. Es folgte ein Doppelschlag von Hendrik Pekeler und beim 15:8 waren es sogar schon sieben Tore Abstand. Alex Dujshebaev zog in der Folge aus dem Rückraum ab ins Eck, Heinevetter hatte keine Chance. Kurz vor dem Pausenpfiff sorgte Kunkel für den 16:9-Pausenstand.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit musste Deutschland zunächst mit einem Spieler weniger auskommen. Julius Kühn musste nach einem Foul an Entrerrios für zwei Minuten auf die Bank. In Überzahl konnten die Spanier dann auf 16:12 verkürzen. Nach dem Wiederanpfiff war es zunächst hektisch. Der entscheidende Akteur war auch in dieser Phase Silvio Heinevetter der auf eine Glanztat die nächste folgen ließ. Jannik Kohlbacher erlöste dann nach sieben Minuten sein Team und traf zum 17:12. Die DHB-Auswahl ließ jedoch weiterhin einige Chancen aus, weshalb Spanien beim 18:14 wieder auf vier Treffer verkürzen konnte.

Heinevetter hielt den nächsten Siebenmeter , doch Steffen Fäth verfehlte das Tor und so machte Alex Dujshebaev das 18:15. Die DHB-Sieben tat sich weiterhin schwer gegen die offensive Abwehr und so rief Christian Prokop seine Mannschaft zusammen. Zunächst mit Erfolg, Paul Drux kam mit Tempo, fand die Lücke und machte das 19:15 (44.). Spanien blieb durch den Treffer von Rivera dran. Doch die deutsche Angriffsreihe fand nun Lösungen. Weinhold konnte seinen Abwehrspieler binden, passte den Ball zu Kohlbacher, der netzte ein. Nächster Angriff gleiches Spiel: Häfner bediente dieses Mal Kohlbacher, der nur durch ein Foul gestoppt werden konnte und Gensheimer verwandelte den Siebenmeter dann zum 21:17 (48.). Nach einem Foul an Balaguer sah Kohlbacher dann die Rote Karte.

Dem Spiel tat das allerdings kaum Abbruch. Kai Häfner setzte sich im Eins-Gegen-Eins durch und traf. Es ging hin und her. Pekeler makierte zehn Minuten vor dem Abpfiff das 23:19. Bei den Spaniern spielte sich Alex Dujshebaev in den Vordergrund und erzielte immer wieder wichtige Treffer für sein Team, so auch das 23:20. Tim Kneule netzte ebenso ein und stellte den Vorsprung wieder auf vier Tore. Gegenstoß, Tor durch Häfner und Auszeit von Ribera beim Stand von 25:20 (53.). Beide Mannschaften kämpften weiterhin, doch die deutsche Mannschaft ließ nichts anbrennen und behielt auch in der Schlussphase die Nase vorn. Am Ende stand ein 28:24 auf der Anzeigetafel und das DHB-Team konnte im zweiten Anlauf über einen Sieg gegen Spanien jubeln.

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