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03.11.2017 12:47 Uhr - Europameisterschaft - PM Verbände, red

Schweiz und Dänemark bewerben sich ohne Deutschland für EM 2022

DHF-Präsident Per BertelsenDHF-Präsident Per Bertelsen
Quelle: Michael Heuberger
Dänemark und die Schweiz haben ihre gemeinsame Bewerbung für die EM-Endrunden der Männer in den Jahren 2022 und 2024 bei der Europäischen Handball Föderation (EHF) offiziell eingereicht. Im vergangenen Frühjahr hatten die beiden Nationen bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Der Deutsche Handballbund, der zunächst als Co-Ausrichter für die erste Endrunde geplant war, hat hingegen seine Teilkandidatur zurückgezogen und konzentriert sich auf die Endrunde 2024 als alleiniger Ausrichter. Über die Vergabe der Turniere entscheidet der EHF-Kongress im Juni 2018.

Dänemark und die Schweiz bieten eine verbindende Kandidatur zweier kleinerer Nationen im Zentrum von Europa mit vielen Vorteilen und spannenden Möglichkeiten. Dank einem neuen Gastgeber-Konzept stellt die Partnerschaft einen großen Gewinn und nachhaltige Entwicklung für alle beteiligten Parteien sicher. Beide Länder bieten herausragendes Know-how und modernste Infrastruktur, nicht nur in Bezug auf den Sport, sondern auch betreffend Event-Organisation, Unterkünften, Transport oder Medien und Vermarktung.

Dänemark zählt rund 120"000 aktive Handballerinnen und Handballer - wichtige Spiele der Nationalmannschaft verfolgen bis zu zwei Millionen Zuschauer (oder 40 Prozent der gesamten Bevölkerung) am TV. Die Schweiz mit ihren rund 25"000 aktiven Handballerinnen und Handballern wird ein starker Partner der Handball-Nation Dänemark sein.

"Die Partnerschaft mit Dänemark ist für uns eine einmalige Chance", sagt SHV-Zentralpräsident Ulrich Rubeli. "Mit der Erfahrung beider Nationen in der Durchführung von großen Sportveranstaltungen können wir die Bühne für eine fantastische EM-Endrunde bieten und neue Standards für die Zukunft setzen. Dänemark und die Schweiz sind die perfekten gemeinsamen Veranstalter: Sowohl für den Handball in unseren eigenen Ländern, als auch in ganz Europa."

Per Bertelsen, der Präsident des Dänischen Handball-Verbands (DHF), unterstreicht ebenfalls die große Erfahrung der beiden Länder in der Durchführung von großen Sportveranstaltungen, und ergänzt: "Dänemark und die Schweiz können einzigartige Spielorte und Arenen für die EM-Endrunde zur Verfügung stellen. Wir wollen der Handballwelt unbedingt beweisen, wozu wir mit diesen hervorragenden Möglichkeiten in der Lage sind", sagt er.

Mit der Jyske Bank Boxen in Herning (15"000 Zuschauerplätze), der Royal Arena in Kopenhagen (14"000), dem Hallenstadion in Zürich (12"000) sowie der Ceres Arena in Aarhus (5"000) sieht das Konzept vier topmoderne Austragungsorte vor. In Zürich sind zwei (von sechs) Vorrundengruppen sowie eine von zwei Hauptrundengruppen und damit total 24 Partien geplant. Das Finalwochenende würde in Herning ausgetragen.

Dänemark ist regelmäßiger Gastgeber von Handball-Großveranstaltungen: Im Jahr 2014 veranstalteten die Skandinavier die EM der Männer, im Jahr 2015 die WM der Frauen. Außerdem finden 2019 die Männer-WM (gemeinsam mit Deutschland) sowie 2020 die Frauen-EM (gemeinsam mit Schweden und Norwegen) in Dänemark statt. Die Schweiz war im Jahr 2006 zuletzt Gastgeber der Europameisterschaft der Männer.

Die EM-Endrunden der Männer in den Jahren 2022 (14. bis 30. Januar) und 2024 (12. bis 28. Januar) werden am EHF-Kongress vom 21. und 22. Juni 2018 im schottischen Glasgow vergeben.

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