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07.02.2018 21:04 Uhr - Champions League - chs

Kiel gewinnt Abwehrschlacht gegen Veszprem

Miha ZarabecMiha Zarabec
Quelle: Marco Wolf
Gerade einmal acht Tore im zweiten Durchgang reichten dem THW Kiel dank einer starken Abwehrarbeit am Ende, um gegen Veszprem beim 22:20 (14:9) beide Zähler in der heimischen Sparkassen-Arena zu halten. Niclas Ekberg und Lukas Nilsson trafen je siebenmal für die Hausherren, bei Veszprem erzielte Momir Ilic fünf Treffer.

Ohne Rene Toft Hansen und Domagoaj Duvnjak agierend kam der THW Kiel nur mühsam in Schwung, über zwei Minuten dauerte es, dann kamen die Zebras vor allem über eine aufmerksame Abwehrarbeit und von Ekberg abgeschlossene Gegenstöße zur 2:1-Führung und Lukas Nilsson gelang mit dem 3:2 (5.) auch der erste Treffer aus dem gebundenen Spiel.

Die Möglichkeit nach einem von Landin gehaltenen Siebenmeter von Ilic auf zwei Tore wegzuziehen, ließ der Bundesligist trotz einer Zeitstrafe gegen Mirsad Terzic verstreichen, immerhin blieb man in der Vorlage und die Paraden des Olympiasiegers waren es dann, die Nilssons 6:4 (13.) ermöglichten. Nilsson scheiterte gleich zweimal am Innenpfosten, doch auf der Gegenseite konnte auch Ekberg nur zum dritten Mal aus Kieler Sicht das Torgehäuse abwerfen.

Es blieb eng umkämpft, nach knapp 20 Minuten konnte auch der aus Berlin angeheuerte Petar Nenadic seine ersten Minuten in der Königsklasse für Veszprem sammeln. Ein Fehlwurf des Serben und ein anschließendes Abstehen von Manaskov im Torraum nutzte dann Weinhold für das 9:7 (22.) aus und wenig später konnte Dahmke einen riskant geworfenen Gegenstoßpass zur ersten Drei-Tore-Führung verwandeln.

Ljubomir Vranjes nahm eine Auszeit und stoppte so den Lauf der Deutschen Rekordmeisters. Dort stach vor allem die DHB-Achse mit Weinhold und Wiencek, die unter anderem auch eine Zeitstrafe gegen Blaz Blagotinsek herausholte. Diese Überzahl konnte Ekberg nutzen, um die Führung zum 12:8 (26.) auszubauen. Alfred Gislason nahm eine Minute noch einmal eine Auszeit, Nilsson wurde gut freigespielt. Auf der Gegenseite schloss zudem Jamali überhastet ab, so dass der Schwede im letzten Moment noch zum 14:9-Halbzeitstand erhöhen konnte.

Der zweite Durchgang lief dann denkbar schlecht für die Kieler. Ilic und Nenadic trafen aus dem Rückraum, zwischendrin war Wiencek ein Offensivfoul unterlaufen und Weinhold hatte sich eine Zeitstrafe eingefangen. Da Marko Vujin zudem noch ein Wechselfehler unterlief, mussten die Hausherren rund 90 Sekunden in doppelter Unterzahl agieren. Immerhin, Landin konnte mit einer spektakulären Parade gegen Nenadic eine weitere Aufholjagd der Ungarn verhindern, nach einem Fehlwurf von Bilyk sicherte man sich den Abpraller und Zarabec konnte so - wieder vollzählig - zum 15:11 (35.) stellen.

Doch Veszprem hatte vorerst das Momentum auf seiner Seite, Fehlwürfe von Dahmke und Ekberg (Siebenmeter) bestraften die Gäste prompt, so dass Lekai dann mit dem 15:14 (39.) den Anschluss herstellte. Miha Zarabec drückte dem Kieler Spiel immer mehr seinem Stempel auf, doch auch Veszprems Keeper Roland Mikler war mittlerweile heißgelaufen.

Bei den Kielern war inzwischen Andreas Wolff zwischen die PFosten gerückt und verhinderte mit einer Parade gegen seinen einstigen Wetzlarer Teamkollegen Kent Robin Tønnesen den möglichen Ausgleich. Es blieb auch in der Folgezeit ein Tanz auf der Rasierklinge, den der Bundesligist erfolgreich meisterte - Nilsson zog ein Offensivfoul, eine gute Abwehraktion nutzte Ekberg, um zum 20:18 (51.) zu kontern und Ljubomir Vranjes nahm seine zweite Auszeit.

Der nächste Steal durch Zeitz hätte die Gemüter beruhigen können, doch diesmal setzte Ekberg den Konter mit einem Dreher am Tor vorbei. Kiels Defensive überzeugte mit einer guten Beinarbeit, dahinter konnte sich auch Wolff auszeichnen. Auch Alfred Gislason nahm noch einmal eine kurze Auszeit und Lukas Nilsson fand den an den Kreis einlaufenden Ekberg, der zum 21:18 (54.) traf.

Dass sich Veszprem noch nicht aufgegeben hatte wurde direkt im Gegenzug deutlich, Manaskov verwandelte das Kempa-Anspiel. Dem Mazedonier unterlief wenig später allerdings ein Leichtsinnsfehler, indem er einen Kieler Einwurf verhinderte und somit auf die Strafbank musste. Doch die Hausherren konnten hieraus kein Kapital schlagen, Andreas Nilsson auf der einen Seite und Roland Mikler auf der anderen Seite sorgten dafür, dass Vranjes beim Stand von 21:20 knapp drei Minuten vor dem Ende seine letzte Auszeit nahm.

Petar Nenadic übernahm mit einem Hüftwurf die Verantwortung, doch Andreas Wolff war rechtzeitig mit einem Spagat am Boden. Auf der Gegenseite erkämpften sich die Zebras einen Siebenmeterm den dann Zarabec sicher verwandelte. Veszprem lief nun die Zeit weg, knapp eine Minute vor dem Ende musste nun ein schneller Abschluss her. Die Kieler Deckung stand aber auch gegen sieben Feldspieler kompakt und Wolff parierte gegen Marguc und Lekai - die Entscheidung.

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Männer · Champions League · Saison 2017/2018
11. Spieltag · 07.02.2018 · 19:30 Uhr
THW Kiel22:20
KC Veszprém
Sparkassen-Arena Kiel (Ostseehalle) · Zuschauer : 9500
Live als TV oder Internet-Stream auf sky (Pay-TV) -1

Spielfilm:
0:1 (2.), 2:1 (5.), 3:2 (5.), 4:3 (7.), 4:4 (10.), 6:4 (13.), 6:5 (17.), 6:6 (18.), 7:7 (20.), 8:7 (21.), 9:7 (22.), 10:7 (23.), 12:8 (26.), 14:9 (HZ), 14:10 (31.), 14:11 (33.), 15:11 (35.), 15:14 (39.), 16:15 (40.), 18:17 (45.), 19:18 (47.), 20:18 (51.), 21:19 (54.), 21:20 (57.), 22:20 (59.), 22:20 (EN)


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