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13.09.2017 10:27 Uhr - Champions League - noa

Transferstreit um Obradovic geklärt - Metalurg spricht von Skandal

Der Streit um Nemanja Obradovic ist beendet. Nach der Entscheidung der EHF darf der Serbe ab sofort zum polnischen Spitzenklub Wisla Plock wechseln. Dort hat er einen Vertrag bis Sommer 2020 unterschrieben. Sein jetziger Ex-Verein, Metalurg Skopje zeigt sich verärgert und beginnt einen offenen Brief an die eigenen Fans mit den Worten: "Das ist ein Skandal, reiner Skandal."

Nach Ansicht von Metalurg Skopje verfügte der Verein noch über einen gültigen Vertrag mit dem Spielmacher und forderte dementsprechend eine Ablösesumme vom polnischen Vizemeister, als dieser den Akteur verpflichten wollte (wir berichteten).

Der Spieler unterschrieb allerdings ohne die Freigabe von Metalurg bei Plock. "Wir sind sehr froh, dass wir diese positive Nachricht von der EHF erhalten haben", sagte Plock-Präsident Adam Wisniewski auf der Vereinshomepage ohne weitere Hintergründe für die Entscheidung zu nennen.

Nemanja Obradovic hat bereits in der gesamten Saisonvorbereitung mit Wisla Plock trainiert. Darüber hinaus ist der 26-jährige Rückraumspieler schon für die 1. polnische Liga und die Champions League angemeldet worden. Naheliegend ist, dass die EHF befand, dass der Spieler keinen gültigen Vertrag bei Metalurg mehr hat - dies könnte beispielsweise auf entsprechenden und von Verein und Spieler unterschiedlich ausgelegten Vertragsklauseln beruhen.

Komplett anders ist daher die Gemütslage derzeit bei Metalurg Skopje. Die Vereinsverantwortlichen sprechen von einem Skandal. "Unsere Enttäuschung kennt kein Ende", schrieb Metalurg-Präsident Zoran Cvetanovski in einem offenen Brief auf der Vereinshomepage und fügte an: "Das ist ein riesiges Desaster für den europäischen Handball."

Cvetanovski erklärte weiterhin, dass Nemanja Obradovic aus Sicht von Metalurg einen gültigen Vertrag gehabt habe, ebenfalls ohne jedoch Details zu nennen. Für ihn sei zudem das allgemeine Vertragssystem mittlerweile in Frage zu stellen. "Was ist der Punkt, einen gültigen Vertrag zu unterzeichnen, wenn sie schließlich nicht eingehalten werden? Obradovic´s Manager und Wisla Plock haben den größten Fehler gemacht, ihn für zwei Klubs zur selben Zeit unterschreiben zu lassen", so der Metalurg-Präsident weiter.

Ferner will der erzürnte Zoran Cvetanovski prüfen lassen, ob Metalurg Skopje in zukünftigen Turnieren der EHF überhaupt an den Start geht: "Das Klub-Management wird Teilnahmen an europäischen Wettbewerben überdenken. Hier wird der Sportsgeist klar zerstört durch eine Regelung der Stärkeren." Der Clubpräsident abschließend: "Das ist ein riesiger und eklatanter Skandal. Das ist eine riesige Katastrophe."

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