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01.10.2017 12:04 Uhr - Champions League - Stefan Flomm, dpa und PM SG

"Extrem geiles Spiel" - Flensburg stolz nach dem glanzvollen Abend gegen Paris

Kentin MaheKentin Mahe
Quelle: Ingrid Anderson-Jensen
Vier Worte genügten Kentin Mahé, um den Gala-Auftritt der Handballer der SG Flensburg-Handewitt in der Champions League gegen Paris Saint. Germain zu beschreiben: "Ein extrem geiles Spiel", sagte der französische Regisseur nach dem überzeugenden 33:29 am Samstag gegen seine Landsleute im TV-Sender Sky. Trainer Maik Machulla stand dem nicht nach und verriet: "Ich bin absolut begeistert und stolz auf die Mannschaft." Diese lag sich nach dem Abpfiff in den Armen, feierte mit den Fans einen glanzvollen Abend.

Das Starensemble aus Frankreichs Hauptstadt galt vor dem Start in die europäische Königsklasse als der absolute Topfavorit auf den Titel. Doch die Flensburger, Champions-League-Sieger von 2014, zeigten Uwe Gensheimer, Nikola Karabatic, Mikkel Hansen und Co. mit einer Glanzleistung nach dem Seitenwechsel die Grenzen auf. Mit 4:2 Punkten liegt die SG aktuell vor den Franzosen und hinter den Ungarn von Telekom Veszprem auf dem zweiten Tabellenplatz. Letzter mit 2:4 Zählern ist Nordrivale THW Kiel.

Held dieses denkwürdigen Abends war Torwart Mattias Andersson, der hinter einer starken Deckung 17 Bälle abwehrte. Auch in der Offensive war die geschlossene Mannschaftsleistung der Trumpf, etwas heraus ragte das Duo Rasmus Lauge Schmidt (11) und Holger Glandorf (9) das 20 der 33 Treffer beisteuerte. Mattias Andersson war zudem auch in den entscheidenden Momenten zur Stelle, stabilisierte während der Schwächephase Mitte des ersten Abschnitt, als aus einem 9:6 ein 9:12 wurde, und gab nach dem Wechsel wichtige Impulse: Zwei vom norwegischen Shootingstar Sander Sagosen abgefeuerte Bälle fing der 39-jährige Flensburger Keeper sogar.

Hinterher blieb der coole Skandinavier aber gewohnt bescheiden: "Wir haben überragend gedeckt", lobte er seine Mitspieler: "Dann wird es auch für mich leichter." Einer der gefangenen Bälle gegen Sagosen war für die Flensburger nach dem Seitenwechsel das Signal zum Aufbruch. Aus einem 13:14-Halbzeitstand machten die Machulla-Schützlinge eine 20:15-Führung (39.). Paris wurde förmlich überrannt. Auch Uwe Gensheimer, der mit neun Toren bester Werfer der Franzosen war, zeigte sich beeindruckt. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft lobte den "Speed der Flensburger".

Maik Machulla verzichtete im zweiten Spielabschnitt sogar darauf, eine Auszeit zu nehmen. Nachjustierungen waren nicht nötig, das Spiel seines Teams lief wie auf Schienen. "Wir haben in der ersten Hälfte viel rotiert, damit wir in der Schlussphase noch Vollgas geben können. Das hat alles so geklappt, wie wir uns das vorgestellt haben. Vor einer Woche in Veszprem hatte uns diese Kraft am Ende gefehlt", erklärte der Trainer in der Pressemeldung des Vereins. Paris stemmte sich gegen die Niederlage, doch Flensburg ließ den französischen Meister nicht zurück in die Partie. "Ich war voll Adrenalin und wir alle hatten ein extrem hohes Selbstvertrauen", erklärte Mattias Andersson.

Für die Flensburger geht es jetzt mit zwei Auswärtsspielen weiter. Am Donnerstag tritt die SG in der Bundesliga bei Frisch Auf Göppingen an, am Sonntag folgt der Auftritt in der Champions League beim polnischen Meister Vive Kielce. Beides keine leichten Aufgaben: Göppingen hat nach der Entlassung von Magnus Andersson mit Rolf Brack einen neuen Trainer an der Seitenlinie, Kielce in eigener Halle den THW Kiel mit 32:21 demontiert. Geht es aber nach Mattias Andersson, müssen sich die Gegner warm anziehen. "Das war ein sehr, sehr gutes Spiel, aber keine überragende Ausnahme", sagte der Keeper nach der Gala gegen Paris im Gespräch mit Sky.

Ausführlicher Spielbericht:



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Männer · Champions League · Saison 2017/2018
3. Spieltag · 30.09.2017 · 17:30 Uhr
SG Flensburg-H.33:29
Paris St. Germain
Flens-Arena Flensburg (Campushalle) · Zuschauer : 5500

Spielfilm:
1:0 (2.), 2:1 (3.), 3:2 (5.), 4:3 (7.), 5:3 (8.), 5:4 (10.), 6:4 (11.), 6:5 (12.), 7:5 (13.), 8:5 (14.), 8:6 (15.), 9:6 (17.), 9:7 (19.), 9:8 (20.), 9:9 (21.), 9:10 (23.), 9:11 (24.), 9:12 (25.), 10:12 (26.), 11:13 (27.), 12:13 (28.), 13:14 (29.), 13:14 (HZ), 14:14 (31.), 16:14 (33.), 17:14 (34.), 17:15 (35.), 20:15 (38.), 20:17 (39.), 21:18 (40.), 22:19 (42.), 23:20 (44.), 25:20 (46.), 26:21 (48.), 27:22 (50.), 28:24 (53.), 29:25 (54.), 30:26 (55.), 31:27 (56.), 33:27 (58.), 33:29 (EN)

Torschützen: Lauge Schmidt(11/5), Glandorf(8), Svan(6), Wanne(3), Toft Hansen(2), Mahé(2/1), Mogensen(1),
Siebenmeter: 6 / 7
Zeitstrafen: 4
Rot:
Torschützen: Gensheimer(9/1), Sagosen(6), Hansen(5/2), Remili(4), Abalo(3), Karabatic(1), Kounkoud(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 4
Rot:

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