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15.10.2017 20:11 Uhr - Champions League - cad

Hochspannung im Nordderby: Landin überragend, doch Flensburg erkämpft sich am Ende einen Punkt

Der THW Kiel behielt gegen Flensburg die OberhandDer THW Kiel behielt gegen Flensburg die Oberhand
Quelle: Victoria Weihs
Das Nordderby zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt hielt, was die Begegnung verspricht: Nach einem intensiven Duell über 60 Minuten trennten sich die beiden Kontrahenten mit 20:20 (9:7). Der THW lag über weite Strecken in Front, erlaubte sich in der Schlussphase jedoch zu viele Fehler. Beste Werfer in einer umkämpften Partie waren Marko Vujin mit fünf Toren für Kiel sowie Lasse Svan und Kentin Mahé mit je vier Treffern für die Flensburger.

Für das 94. Landesderby zwischen den beiden Mannschaften hatten sich die Trainer jeweils besondere Maßnahmen einfallen lassen. THW-Coach Alfred Gislason verzichtete zunächst auf Regisseur Miha Zarabec und setzte im Rückraum auf die Wurfkraft von Steffen Weinhold, Lukas Nilsson und Christian Dissinger. Auf Flensburger Seite hatte Maik Machulla mit Kentin Mahé und Rasmus Lauge zwei spielstarke Akteure aufgeboten.

Das Nordderby entwickelte sich von Beginn an zu einem ebenso intensiven wie spannenden Match. Nach dem 2:2 (5.) durch Lukas Nilsson fiel elf (!) Minuten lang kein Tor mehr - weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Das lag zum einen an der starken Arbeit der Deckungsreihen, doch vor allem an den überragend aufgelegten Keepern. Nach einer knappen Viertelstunde wiesen Niklas Landin (71 Prozent) und Mattias Andersson (67 Prozent) traumhafte Quoten auf.

Die beiden Trainer wechselten nun nach und nach ihren Rückraum. Bei Flensburg kam Thomas Mogensen, bei Kiel nacheinander Nikola Bilyk und Marko Vujin. Mit einem 3:0-Lauf zog der THW auf 5:2 (19.) davon und Maik Machulla legte die Auszeit. Die Kieler ließen sich jedoch auch durch die Einwechslung des siebten Feldspielers nicht irritieren, konnten weiterhin auf Landin bauen und zogen auf 8:3 (25.) davon. Flensburg kämpfte sich jedoch noch vor der Pause wieder heran, sodass es mit 9:7 für den THW in die Kabine ging.

Nach Wiederanpfiff drehte Flensburg das Spiel kurzzeitig und lag nach einem Treffer von Henrik Toft Hansen mit 11.10 (36.) in Front, doch dann übernahm der THW erneut die Kontrolle über die Partie. Bis in die Schlussphase behauptete der Gastgeber sein Führung. In der 57. Minute stellte Kentin Mahe per Siebenmeter den Anschluss zum 19:18 her. Nach einer Zeitstrafe agierte Kiel in Unterzahl - und verlor im Angriff den Ball durch einen Fehlpass von Nilsson. Lasse Svan sorgte für den Ausgleich.

Die hochspannende Schlussphase gipfelte darin, dass es mit 20:20 in die letzte Spielminute ging. 17 Sekunden vor dem Ende zog Alfred Gislason noch einmal die Auszeit und brachte den siebten Feldspieler. Kiel spielte die Sekunden herunter und brachte Niclas Ekberg auf der rechten Außenposition zum Wurf. Der Schwede traf jedoch - von seinem Gegenspieler leicht gestört - das Außennetz. So endete das Spiel mit 20:20 und während die Kieler noch vergeblich den Siebenmeter forderten, feierte Flensburg schon den Punktgewinn.

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Männer · Champions League · Saison 2017/2018
5. Spieltag · 15.10.2017 · 18:30 Uhr
THW Kiel20:20
SG Flensburg-H.
Sparkassen-Arena Kiel (Ostseehalle) · Zuschauer : 10049

Spielfilm:
1:1 (2.), 1:2 (4.), 2:2 (5.), 2:2 (8.), 2:2 (11.), 2:2 (13.), 3:2 (16.), 4:2 (18.), 5:2 (19.), 5:3 (20.), 6:3 (22.), 7:3 (24.), 8:3 (25.), 8:4 (25.), 8:6 (27.), 9:6 (27.), 9:7 (28.), 9:7 (HZ), 9:8 (32.), 9:9 (33.), 10:9 (35.), 10:10 (35.), 10:11 (36.), 11:11 (37.), 12:11 (38.), 14:11 (42.), 14:12 (44.), 14:13 (45.), 15:13 (46.), 16:14 (48.), 16:15 (50.), 17:15 (51.), 17:16 (52.), 18:16 (54.), 18:17 (55.), 19:17 (57.), 19:18 (57.), 19:19 (58.), 20:19 (59.), 20:20 (60.), 20:20 (EN)

Torschützen: Vujin(5/1), Ekberg(3/2), Nilsson(3), Dissinger(3), Dahmke(3), Weinhold(2), Zeitz(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 4
Rot:
Torschützen: Mahé(4/3), Svan(4), Glandorf(3), Wanne(3), Mogensen(2), Lauge Schmidt(1), Jeppsson(1), Rød(1), Toft Hansen(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 3
Rot:

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