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12.11.2017 20:29 Uhr - Champions League - red

Rhein-Neckar Löwen erkämpfen sich Remis in Barcelona - Guardiola verletzt

Die Rhein-Neckar Löwen erkämpfen einen Punkt in BarcelonaDie Rhein-Neckar Löwen erkämpfen einen Punkt in Barcelona
Quelle: Marco Wolf
Packende sechzig Minuten zwischen dem FC Barcelona und den Rhein-Neckar Löwen brachten am Ende keinen Sieger hervor. Mit einem leistungsgerechten 26:26 (13:13) endete die Begegnung, in der beide Mannschaften einen Vier-Tore-Rückstand wieder aufholen konnten. Wermutstropfen könnte jedoch die Verletzung von Abwehrchef Gedeon Guardiola sein, der kurz vor Ende der Partie mit einer Sprunggelenksverletzung ausschied.

Barcelona erwischte einen guten Start in die Partie, Timothey N´Guessan war nicht zu stoppen und netzte zum 1:0 ein. Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen setzte von Beginn an auf den zusätzlichen Feldspieler - einziger Akteur, der schon gestern in Leipzig auf dem Parkett stand war Regisseur Andy Schmid, der sich aber dann in der Abwehr erholen konnte.

Doch der zweite Anzug der Badener saß nicht richtig, Rivera traf ins verwaiste Löwengehäuse, wo defensiv Palicka stehen sollte, N´Guessan legte wenig später zum 3:0 (5.) nach, ehe dann Schmid den Bann brechen sollte. Vor allem Momir Rnic hatte Anlaufschwierigkeiten, erst nach knapp zehn Minuten konnte der Serbe im vierten Anlauf seinen ersten Treffer zum 5:3 setzen. Defensiv hatte sich der Bundesligist stabilisiert, Barcelonas Drei-Tore-Führung (10:7) resultierte vor allem aus den Würfen ins leere Tor.

Dass Radivojevic kurzfristig zum 11:10 (26.) verkürzen konnte lag auch an Andreas Palicka, der gute Würfe der Hausherren zunichte machte - Valero Rivera patzte vom Siebenmeterstrich und Sorhaindo frei vom Kreis. Der Schwede war nun der Rückhalt, doch vor allem Andy Schmid merkte man die Strapazen der kurzen Regenerationszeit an, so dass der mögliche Ausgleich zunächst nicht realisiert werden konnte. Erst in der Schlussminute war es eine weitere spektakuläre Parade von Palicka gegen Syprzak und eine gute Einzelaktion von Rnic, die den 13:13-Halbzeitstand sicherten.

Das Momentum hatten die Löwen über die Halbzeitpause hinweg gerettet, Baena mit einem spektakulären Rückhandwurf und Guardiola mit einem Kontertreffer brachten den Bundesligisten direkt mit zwei Toren in die Vorlage. Barca tat sich schwer im gebundenen Spiel, den einzigen Treffer in den ersten fünf Minuten setzte Torhüter Gonzalo Perez de Vargas ins leere Löwentor. Selbst eine Zeitstrafe gegen Guardiola sollte die Hausherren nicht in die Spur bringen, Hendrik Pekeler erhöhte auf drei Tore (14:17) und holte noch eine Zeitstrafe für Viran Morros heraus. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Schmid zur Vier-Tore-Führung.

Mit starken Einzelaktionen sollte Dika Mem und Timothey N´Guessan sollte Barcelona seine Offensivflaute wieder ein wenig in den Griff bekommen. Die Katalanen versuchten das Tempo anzuziehen und so aus den schwindenden Kräften des Erstligisten Kapital zu schlagen. Nikolaj Jacobsen nahm beim 18:20 (44.) noch einmal eine Auszeit und Momir Rnic sollte im Schlussdrittel noch einmal den Rückraum beleben, nachdem Filip Taleski für Entlastung gesorgt hatte.

Doch nach einer Parade von Perez de Vargas gegen Landsmann Baena war es zunächst einmal Mem, der mit einem kraftvollen Sprungwurf den Anschluss für die Hausherren herstellte. Doch die Löwen blieben zunächst in der Vorlage - überzeugten auch mit spielerischen Mmitteln wie bei Schmids Kempa-Anspiel auf Reinkind zum 19:21 und zwei starke Distanzwürfe von Rnic sowie eine Parade von Palicka gegen Palmarsson brachten das 20:23 (47.). Doch auch der Isländer wurde in der Schlussviertelstunde noch ein wichtiger Faktor der Katalanen, ob als Vollstrecker wie beim 22:24 oder wenig später als Vorbereiter für Mems Anschlusstor. Als Viran Morros dann jedoch zum 24:24 ins leere Tor kontern konnte, nahm Nikolaj Jacobsen noch einmal eine Auszeit und schickte frische Kräfte aufs Parkett. Zudem verzichteten die Löwen nun auf den zusätzlichen Feldspieler.

Mads Mensah Larsen im linken Rückraum und Hendrik Pekeler am Kreis rückten nun für die Schlussphase aufs Parkett und vor allem Andy Schmid profitierte nun in seinem Spiel von diesen Wechseln. Der Schweizer hatte zuvor einige Fahrkarten geschossen, konnte nun aber wieder brillieren. Hinten hatte sich Palicka mit einer weiteren Parade gegen Palmarsson im Torhüterduell mit Perez de Vargas in die Vorlage gebracht und auch Xavi Pascual nahm noch einmal eine Auszeit und brachte vor allem die Achse Pekeler-Schmid mit der Umstellung auf eine 5:1-Formation mit Entrerrios auf der Spitze zum Erliegen.

Kurz vor Schluss dann noch eine Schrecksekunde, denn Gedeon Guardiola musste beim Stand von 26:26 (56.) dann nach einer Abwehraktion mit einer Sprunggelenksverletzung ausscheiden und Taleski rückte für die letzten Minuten in den Innenblock. Bis in die Schlussminute gelang es einen Rückstand zu verhindern, Xavi Pascual zückte das letzte Mal die Grüne Karte. Der Coach wollte für N´Guessan spielen lassen, doch der konnte den Ball nicht an Palicka vorbeibringen. Die letzten 26 Sekunden brachten die Löwen dann über die Zeit, auch wenn der Sieg nicht gelang.

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Männer · Champions League · Saison 2017/2018
7. Spieltag · 12.11.2017 · 19:00 Uhr
FC Barcelona26:26
Rhein-Neckar Löwen
Palau Blaugrana · Zuschauer : 5154

Spielfilm:
2:0 (2.), 4:1 (6.), 5:1 (7.), 5:2 (9.), 5:2 (9.), 7:5 (14.), 10:7 (18.), 11:9 (24.), 12:10 (26.), 13:11 (28.), 13:13 (HZ), 13:14 (31.), 13:15 (32.), 14:15 (33.), 14:17 (37.), 14:18 (38.), 15:19 (39.), 16:19 (41.), 18:20 (42.), 19:20 (45.), 20:21 (46.), 20:23 (47.), 22:24 (48.), 23:24 (49.), 24:24 (51.), 24:25 (51.), 24:26 (52.), 25:26 (53.), 26:26 (54.), 26:26 (57.), 26:26 (EN)

Torschützen: Mem(8), N´Guessan(4), Rivera Folch(3), Palmarsson(2), Perez de Vargas Moreno(2), Morros de Argila(2), Syprzak(1), Arino Bengoechea(1), Entrerrios Rodríguez(1), Sorhaindo(1), Tomás González(1),
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: 1
Rot:
Torschützen: Rnic(9), Schmid(4), Baena Gonzalez(3), Reinkind(3), Guardiola Vilaplana(3), Radivojevic(2), Pekeler(1), Groetzki(1),
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: 2
Rot:

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