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13.11.2017 14:10 Uhr - Champions League - Stefan Flomm, dpa

THW Kiel bangt nach Pleite gegen Celje um die Achtelfinal-Teilnahme

Alfred GislasonAlfred Gislason
Quelle: Jörg Zehrfeld
Der Aufwärtstrend bei den Handballern des THW Kiel wird jäh gestoppt. Nach dem 26:29-Heimdebakel gegen Celje gibt es Pfiffe von den Fans. Schon am nächsten Sonntag besteht die Chance zur Wiedergutmachung.

Das Pfeifkonzert in der Kieler Sparkassen-Arena störte die Handballer von Celje Pivovarna Lasko nicht im geringsten. Trainer Branko Tamse stellte sich mit seinen Spielern und einigen Fans jubelnd zu einem Siegerfoto im Tor auf. Der slowenische Meister hatte allen Grund zur Freude, denn mit dem 29:26-Sieg in der Champions League über den THW Kiel hatte er Großes geleistet und gleichzeitig die zarte Pflanze des Kieler Aufschwungs zertrampelt. "Wir haben dumme Fehler gemacht und dumme Entscheidungen getroffen", zürnte "Zebra"-Coach Alfred Gislason.

9:1 Punkte hatten die Norddeutschen zuletzt in der Bundesliga geholt, 3:1 Zähler waren es in der europäischen Königsklasse. Der THW schien nach dem miserablen Start in die Saison wieder auf einem guten Weg zu sein. Doch das ist alles nur noch Makulatur. Mit 5:9 Punkten nach sieben Spielen fielen die Kieler auf den siebten Platz in der Vorrundengruppe B zurück. Damit würde der THW Kiel das Achtelfinale verpassen. Das hat es seit der Spielzeit 2003/04, als die Norddeutschen sich nicht für die Königsklasse qualifiziert hatten, nicht mehr gegeben. Zumindest das Viertelfinale war immer erreicht worden.

Dabei hatten die Kieler alle Chancen, das Spiel für sich zu entscheiden. "Wir haben es aber fünf, sechs, sieben Mal nicht geschafft, auf vier Tore davonzuziehen", sagte Linksaußen Rune Dahmke. Maximal drei Treffer betrug der Vorsprung des THW, der die für ihr junges Alter routiniert aufspielenden Slowenen immer im Spiel ließ. Der Auftritt der Slowenen nötigte Gislason Respekt ab: "Celje war sehr viel disziplinierter." Beim 23:22 (49.) lag der Gast erstmals vorn und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. "Die haben das gut gemacht", lobte auch Kreisläufer Patrick Wiencek den Gegner.

Dass der THW seinen Vorsprung nicht ausgebaut hatten, mussten sich die Gislason-Schützlinge selbst zuschreiben. Sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr fehlte die letzte Konsequenz. Allein Marko Vujin leistete sich innerhalb einer Minute drei Fehlwürfe. Gislason: "Nach der Pause gab es so gut wie keinen Druck von den Rechtshändern im Rückraum, und auch die Abwehr war nicht beweglich genug." Immer wieder verpassten die Gastgeber die Abpraller in der Defensive. Ansprechende Leistungen zeigten nur die beiden Linkshänder Niclas Ekberg und Christian Zeitz, der den wegen eines Muskelfaserrisses pausierenden Steffen Weinhold ersetzte. Gemeinsam erzielten sie elf der 26 Kieler Tore.

Schon am nächsten Sonntag haben die Kieler beim Rückspiel in Celje die Chance zur Wiedergutmachung. An den Auftritt in Slowenien mochte Alfred Gislason aber noch nicht denken: "Wir haben am Donnerstag ein wichtiges Spiel in der Bundesliga." Gegen den wiedererstarkten TBV Lemgo soll verhindert werden, dass auch in der Liga wieder wichtiger Boden verloren geht.

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Männer · Champions League · Saison 2017/2018
7. Spieltag · 12.11.2017 · 17:00 Uhr
THW Kiel26:29
RK Celje
Sparkassen-Arena Kiel (Ostseehalle) · Zuschauer : 8700

Spielfilm:
1:0 (2.), 2:1 (3.), 3:2 (5.), 4:2 (7.), 5:2 (9.), 6:3 (11.), 7:4 (12.), 7:5 (14.), 7:6 (15.), 7:7 (16.), 8:7 (18.), 8:8 (19.), 10:8 (20.), 11:8 (21.), 11:10 (23.), 12:10 (24.), 14:12 (27.), 14:13 (28.), 15:14 (30.), 15:14 (HZ), 15:15 (33.), 20:18 (41.), 20:19 (42.), 21:21 (44.), 22:22 (48.), 22:23 (49.), 23:24 (51.), 23:25 (52.), 23:26 (53.), 24:26 (54.), 24:27 (57.), 25:27 (57.), 26:28 (58.), 26:29 (EN)

Torschützen: Ekberg(6), Zeitz(5), Vujin(3), Wiencek(3), Zarabec(2), Bilyk(2), Nilsson(2), Landin Jacobsen(1), Toft Hansen(1), Dahmke(1),
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: 2
Rot:
Torschützen: Malus(8), Vujovic(5), Anic(4), Dujshebaev Dobichevaeva(3), Beciri(3), Kodrin(3), Razgor(1), Jurecic(1), Marguc(1),
Siebenmeter: -
Zeitstrafen: 5
Rot:

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