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18.10.2017 15:04 Uhr - EHF-Pokal - chs

EHF gibt Protest von St. Petersburg statt, Hafnarfjördur "geschockt"

Dimitri TorgovanovDimitri Torgovanov
Quelle: Michael Heuberger
Die Europäische Handballföderation hat schnell über den Einspruch von Newa St. Petersburg gegen das Ausscheiden im EHF-Pokal entschieden. Die EHF hat dem russischen Erstligisten Recht gegeben, die Entscheidung über den Einzug in die 3. Runde, wo der Sieger dann auf Tatran Presov trifft, muss neu herbeigeführt werden.

Was war passiert? Nach dem 32:27-Hinspielsieg der Isländer von FH Hafnarfjördur hatte St. Petersburg nach 60 Minuten mit exakt dem gleichen Spielergebnis sein Heimspiel gewonnen. Anstatt des vom Regelwerk vorgesehenen Siebenmeterwerfens wurde jedoch eine Verlängerung von zweimal fünf Minuten Spielzeit durchgeführt. Diese ging mit 6:5 an die Isländer, die somit die nächste Runde erreicht hätten. "Aus unserer Sicht wurden die Regeln des EHF-Pokals verletzt", hatte Newa-Trainer Dimitri Torgovanov erklärt (wir berichteten).

Der Meinung konnte sich der EHF Court of Handball anschließen, im Sinne der EHF-Regularien sei hier ein offensichtlicher Fehler des EHF-Offiziellen erfolgt, der entsprechende Maßnahmen nötig macht. "Das Ergebnis der Verlängerung wird annulliert und ein Siebenmeterwerfen soll stattfinden, um den Sieger der Partie und des Weiterkommens zu ermitteln", so die EHF in ihrer Stellungnahme. "Alle entstehenden Kosten, die durch die Neuansetzung entstehen sollen von der EHF bezahlt werden."

Ein Einspruch gegen diese Wertung sei noch bis zum morgigen Donnerstagabend (18 Uhr MESZ) möglich, habe jedoch keine aufschiebende Wirkung. "Ich muss ehrlich sein und zugeben, dass ich von dieser Entscheidung geschockt bin", so Asgeir Jonsson, Vorsitzender des isländischen Clubs FH Hafnarfjördur gegenüber dem Morgunbladid. "Ich denke, es wird in den nächsten Stunden klar werden, wie wir auf diese Entscheidung reagieren."

"Die Entscheidung des EHF Court of Handball gefällt uns", so Sergei Ziza, Geschäftsführer von Newa St. Petersburg auf der Website des russischen Verbands. "Im Moment sind Ort und Zeit des Siebenmeterwerfens noch nicht klar, da müssen sich die beteiligten Parteien einigen. Aber es ist logisch es bei uns in St. Petersburg abzuhalten, wo es gemäß der Turnierregeln hätte ausgetragen werden sollen. Zudem muss die EHF dann nur die Kosten für ein Team und nicht zwei bezahlen, wie im Falle eines neutralen Ortes", so Ziza, der abschließend erklärt: "Wir warten auf jeden Fall bis die Einspruchsfrist ausläuft, dann werden wir mehr Klarheit erlangen."

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Männer · EHF-Pokal · Saison 2017/2018
4. Spieltag · 15.10.2017 · 14:00 Uhr
Newa St. Petersburg37:33
FH Hafnarfjördur
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