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14.02.2018 14:48 Uhr - 3. Liga West - cie

3. Liga kompakt West: Ferndorf marschiert weiter, Mendens Kreisläufer im Tor zum Matchwinner

Kreisläufer-Torhüter Tom Trost in der JubeltraubeKreisläufer-Torhüter Tom Trost in der Jubeltraube
Quelle: Lothar Gudat, SG Menden
Mit einem deutlichen 30:14 (16:9) gegen die zweite Vertretung aus Lemgo hat der TuS Ferndorf seine Spitzenposition in der Weststaffel der 3. Liga weiter untermauert. Verlustpunktfrei geht das Team in das nächste Heimspiel gegen die Bundesligareserve aus Gummersbach. Verfolger Dormagen war an diesem Wochenende spielfrei, der Tabellendritte aus Leichlingen verbuchte einen Erfolg gegen Korschenbroich. Am Tabellenende hat der OHV Aurich mit einem 28:20 über den Longericher SC Boden gut gemacht und ist nun punktgleich mit Menden und Volmetal, die sich im direkten Duell einen packenden Fight geliefert hatten, bei dem ein Kreisläufer im Tor zum Matchwinner wurde.

SG Menden S. - TuS Volmetal 29 : 28 (13:17)

Vor rund 1.000 Zuschauern lieferten sich die SG Menden Sauerland Wölfe und der TuS Volmetal ein packendes Derby, in dem sich die Hausherren am Ende nach teils hohen Rückständen hauchdünn mit 29:28 (13:17) durchsetzten. Damit feierte der Aufsteiger vor Saison-Rekordkulisse nicht nur zwei ganz bedeutsame Punkte im Kampf um den Klassenerhalt, die Art und Weise war in die Kategorie "vollkommen kurios" einzuordnen. Denn nachdem sich beide Torhüter verletzt hatten, musste mit Tom Trost ein Feldspieler das Torhütertrikot überstreifen - und der Kreisläufer wurde zwischen den Pfosten zum Matchwinner. Bei noch sieben Sekunden auf der Uhr hofft Volmetal beim Stand von 29:28 vielleicht doch noch einen Punkt aus Menden mitzunehmen. Der erste Wurfversuch landete am Pfosten, den Nachwurf parierte Trost - und wurde damit zum Held des Abends, der direkt irgendwo unter eine Jubeltraube verschwand. Der Kreisläufer wehrte am Ende von acht Bällen an diesem Abend die Hälfte ab.

OHV Aurich - Longericher SC 28 : 20 (13:10)

Punktgleich mit Menden und Volmetal auf dem dreizehnten Platz ist der OHV Aurich, mit dem etwas überraschenden Erfolg über den Tabellensechsten Longericher SC. Den Hausherren gelang vor 950 Zuschauern dabei ein Start-Ziel-Sieg bei dem Josip Crnic mit acht Treffern der beste Schütze war. Nach einem schnellen 5:1 kamen die Gäste bereits beim 6:5 wieder auf ein Tor heran, der Ausgleichstreffer sollte ihnen aber im gesamten Spielverlauf nicht gelingen. Aurich zog auf 9:5 davon und hielt auch Stand, als der LSC den Abstand beim 11:9 wieder halbiert hatte. Nach dem 13:10 zur Pause setzte sich der OHV mit einer Dreier-Serie beim 17:12 wieder auf fünf Tore ab und spätestens mit der Dreier-Serie zum 24:17 waren die Weichen zum 28:20-Erfolg dann gestellt.

Leichlinger TV - TV Korschenbroich 35 : 24 (17:9)

Für den Tabellenvorletzten aus Korschenbroich wächst der Abstand aufs untere Mittelfeld so weiter an, denn beim Tabellendritten in Leichlingen gelang keine Sensation. Eine Überraschung war mit dieser Leistung nicht möglich, da hätte natürlich alles passen und wir hätten uns ganz anders präsentieren müssen", sagte TVK-Coach Ronny Rogawska. "Das war von Beginn an eine sehr konzentrierte Leistung der gesamten Mannschaft. Wir sind ganz souverän unserer Favoritenrolle gerecht geworden", war LTV-Trainer Frank Lorenzet zufrieden. Mit diesem Sieg konnte der Leichlinger TV seinen dritten Tabellenplatz behaupten, die Serie auf 18:2 Punkte ausbauen und den Druck auf Dormagen, die drei Minuspunkte weniger haben, aufrecht erhalten.

ATSV Habenhausen - VfL Gummersbach II 21 : 26 (14:12)

Schlusslicht ATSV Habenhausen wartet unterdessen weiterhin auf den ersten Sieg der Saison. Nach drei Unentschieden schien angesichts des 14:12-Halbzeitstands gegen den VfL Gummersbach dieses Ziel in Reichweite, doch eine Disqualifikation gegen Björn Wählmann kurz nach der Pause brachte die Hausherren aus dem Tritt. In der folgenden Überzahl drehte Gummersbach mit einer Dreier-Serie das Ergebnis von 14:16 auf 17:16 und bauten die Führung sogleich bis zum 20:16 aus - auch dank insgesamt neun Treffer von Albin Xhafolli. Habenhausen kämpfte sich noch einmal auf zwei Tore heran, doch die Gäste nutzten die Überzahl nach der dritten Zeitstrafe gegen Mirko Wählmann zum vorentscheidenden 24:19. Am Ende hieß es 26:21 für den Tabellenneunten.

Bergische Panther - Ahlener SG 26 : 32 (11:12)

Im Gleichschritt folgt Gummersbach die Ahlener SG, die im Mittelfeldduell bei den Bergischen Panthern einen 32:26-Auswärtserfolg feierten. Zentrale Akteure waren dabei Mattes Rogowsku und Thies Huelsbusch, die gemeinsam die Hälfte der Ahlener Treffer erzielten. Nach einem frühen 3:1 musste die ASG die Führung für einige Minuten an die Hausherren abtreten, nach dem 8:11 gelang mit einer Vierer-Serie aber dann noch bis zur Pause die Trendwende. Mit einem 12:11 ging es in die Kabinen und diese Führung gaben die Gäste im zweiten Abschnitt nicht mehr aus der Hand, bereits beim 17:12 war der Abstand auf fünf Tore angewachsen und die Weichen zum deutlichen Sieg gestellt.

SG Schalksmühle-Halver - GWD Minden II 25 : 26 (15:14)

Mit einer Überraschung beim Tabellenfünften in Schalksmühle konnte GWD Minden II die Niederlage der Bergischen Panther nutzen und sich zwei Punkte vom Tabellennachbarn absetzen. Die 250 Zuschauer sahen dabei einen packenden Schlagabtausch, in dem die Gastgeber zunächst immer wieder vorlegten - die Bundesligareserve aus Minden aber jeweils umgehend nachzog. Beim 23:22 konnte Maximilian Nowatzki die Gäste dann erstmals in Vorlage bringen, der Ausgleich folgte aber umgehend. Beim Stand von 24:24 vergab Schalksmühle einen Siebenmeter und wenig später einen weiteren. Auf der Gegenseite zeigte sich Jonas Gertges zielsicherer und die sich anschließende Überzahl nutzte Maximilian Staar zum vorentscheidenden Treffer. Nach seiner Rückkehr von der Strafbank konnte Lutz Wesseling mit seinem achten Treffer nur noch für den Anschlusstreffer sorgen, auf den aber sogleich die Sirene folgte, die den 26:25-Endstand besiegelte.

TuS Ferndorf - HSG Handball Lemgo II 30 : 14 (16:9)

An der Tabellenspitze zieht unterdessen einsam der TuS Ferndorf seine Kreise, mit dem deutlichen 30:14 (16:9) gegen HSG Handball Lemgo II wurde die Erfolgsserie nicht nur auf 40:0 Punkte ausgebaut, mit +186 ist auch die Tordifferenz auf dem Weg zu einem durchschnittlichen Vorsprung von zehn Toren pro Partie. Vor 918 Zuschauern hielten die Gäste in der ersten Viertelstunde mit, nach einem 8:7 setzte sich der Favorit dann allerdings bis zur Pause auf 16:9 ab. Lemgo hatte große Probleme im Angriff, eine Viertelstunde vor Spielende standen lediglich zehn Tore zu Buche - und ein 22:10 für die Hausherren, die auch in der Folge die Konzentration in der Deckung hochhielten und zu einem ungefährdeten 30:14-Erfolg steuerten, bei dem gleich zehn Akteure zwei oder mehr Tore erzielten.

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