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14.02.2018 11:13 Uhr - 3. Liga Nord - noa

3. Liga kompakt - Nordstaffel: Hamburg gewinnt Spitzenspiel

Philipp Bauer erzielte fünf Tore beim Sieg des HSV Hamburg gegen AltenholzPhilipp Bauer erzielte fünf Tore beim Sieg des HSV Hamburg gegen Altenholz
Quelle: Stefan Michaelis
Aufregende Spiele fanden in der vergangenen Woche in der 3. Liga Nord statt. Dabei waren die Blicke vor allem auf das Spitzenspiel zwischen Tabellenführer HSV Hamburg und dem direkten Verfolger TSV Altenholz gerichtet. Der HSV gewann die Begegnung mit 26:20 und untermauerte einmal mehr seine Aufstiegsambitionen. Mit nun 34:4 Punkten hat Hamburg vier Zählern Vorsprung auf Altenholz vorzuweisen und hat die Weichen auf 2. Bundesliga gestellt. Jetzt muss der ehemalige Erstligist über den Saisonendspurt das Schiff in den sicheren Hafen fahren.

TSV Altenholz - HSV Hamburg 20:26 (12:13)
Den Grundstein für den Auswärtssieg legte der HSV Hamburg in der Schlussphase mit vier Toren in Folge. Nach dem Schlusspfiff gab es bewegende Jubelszenen, nicht nur innerhalb der Mannschaft sondern auch mit den Fans. "Das spricht ja für das tolle Miteinander. Die Fans haben uns super unterstützt und das hat uns auch in schwierigen Phasen enorm geholfen", so Trainer Torsten Jansen. Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg war die Abwehrumstellung, in den letzten Minuten verteidigte Youngster Leif Tissier auf der vorgezogenen Position. Laut Jansen habe man genau mit dieser Maßnahme den Gegner vor Probleme gestellt. "Die Anlaufbewegungen stimmten beim TSV nicht mehr und wir hatten das Momentum auf unserer Seite", freute sich der Coach.

DHK Flensborg - Oranienburger HC 24:23 (12:12)
Großes Comeback für den DHK! Flensborg-Coach Torben Walluks lobte seine Mannschaft nach dem hart erkämpften Heimsieg gegen den Oranienburger HC für eine "Mega-Moral". Neun Minuten vor Spielende lagen die Hausherren mit 18:22 hinten und drohten die Partie zu verlieren. Doch dann drehte Flensborg die Begegnung mit einem 6:0-Lauf und feierte einen unverhofften Sieg durch ein irres Comeback. "Wir haben in der Abwehr richtig gefightet und dort den Grundstein für den Sieg gelegt", sagte Trainer Walluks auf der Vereinshomepage und freute sich mit seinen Spielern über den belohnten Kampf: "Es war eine Sache des Willens. Und meine Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Sieg unbedingt wollte." Umso enttäuschter über den Ausgang war natürlich der Gegner. "Mehr als bitter für uns, dieses Spiel dürfen wir niemals verlieren", sagte OHC-Trainer Christian Pahl auf der Website des Klubs. "Der DHK war eigentlich mausetot, doch wir haben ihn zurück ins Spiel gebracht."

TSV Burgdorf II - 1. VfL Potsdam 30:35 (16:21)
Der VfL Potsdam hält seine gute Form bei. Selbst die zuvor achtmal ungeschlagene Mannschaft des TSV Burgdorf II musste sich zu Hause den Brandenburgern geschlagen geben. "Der VfL war heute einfach besser. Wir hätten noch sehr lange spielen können, ohne dass sich das Blatt gewendet hätte", brachte es TSV-Trainer Heidmar Felixson auf den Punkt. Keiner seiner Spieler hätte seine Normalform gezeigt, vor allem die Abwehr zeigte sich sehr anfällig. Potsdam kontrollierte das Spiel und setzte sich bereits zur Pause auf fünf Tore ab. Burgdorf II fand auch nach dem Seitenwechsel keine effektiven Lösungen gegen den konzentrierten VfL. "So ein Spiel gibt es. Das müssen wir ganz schnell abhaken und uns auf die nächste schwere Aufgabe vorbereiten", blickte Felixson kurz nach dem Abpfiff bereits auf das TOP-Spiel gegen den HSV Hamburg am nächsten Samstag voraus.

Handball Hannover-Burgwedel - HG Hamburg-Barmbek 23:22 (9:11)
Hannover-Burgwedel konnte einen knappen Heimsieg gegen die HG Hamburg-Barmbek bejubeln. Acht Sekunden waren noch zu spielen, als Stefanos Michailidis von Maurice Herbold am Kreis angespielt wurde und den entscheidenden Wurf unter dem Jubel der heimischen Fans im Barmbeker Gehäuse unterbrachte. Trainer Jürgen Bätjer war unterm Strich zufrieden: "Spielerisch war das heute nichts Dolles, schöner Handball sieht anders aus. Wir haben schon wesentlich bessere Spiele gezeigt und können deutlich mehr. Darum geht es in unserer aktuellen Situation aber nicht. Entscheidend sind zwei wichtige Punkte auf der Habenseite. Von der ersten Minute an mussten wir uns jeden Treffer hart erarbeiten. Für die Gäste hingegen war das Spiel "bitter", wie es Trainer Holger Bockelmann nach dem Spiel beschrieb: "Aber wer nur 22 Treffer erzielt, hat Schwierigkeiten ein Spiel zu gewinnen."

HF Springe - Mecklenburger Stiere Schwerin 34:31 (14:13)
Nach zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen kämpften sich die Handballfreunde Springe aus ihrem Tief. Springe führte vor der Schlussphase mit sechs Toren und konnte den Vorsprung in den letzten zehn Minuten über die Linie retten. HF-Coach Oleg Kuleshow war sehr zufrieden: "Riesen Kompliment heute an meine Mannschaft. Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben im Angriff sehr gut agiert. Nach dem schweren Start in die Rückrunde haben wir heute mit einem guten Spiel verdient beide Punkte geholt. Vielen Dank auch an unser Publikum für die tolle Unterstützung. Durch diesen Sieg können wir jetzt mit viel Selbstvertrauen in die kurze Spielpause gehen."

HC Empor Rostock - HSV Hannover 27:28 (10:16)
Der HSV Hannover hat dem HC Empor Rostock eine empfindliche Niederlage zugefügt. "Es war knapp, aber ein verdienter Sieg", befand Co-Trainer Michael Spichala. Nach Wiederanpfiff "hat Rostock richtig das Gaspedal getreten", sagte Spichala. Beim HSV schwanden die Kräfte. "Da haben wir von unserem Vorrat gezehrt", sagte Thienel. Bei 22:20 (45.) war das Polster fast verbraucht. Mit großer Leidenschaft verteidigten die Anderter den Vorsprung bis in die Schlussphase. Nachdem Florian Schenker bei 28:26 (57.) einen Strafwurf vergab, ver­kürzte Rostock und kam erneut in Ballbesitz. Nikola Grujic kassierte obendrein ei­ne Zeitstrafe. Mit der letzten Aktion spielte Rostock seinen Linksaußen frei, den Philip Müller nur regelwidrig stoppen konnte. Diesen konnte Jonas Lange jedoch parieren.

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