28.09.2014 16:37 Uhr - 3. Liga Nord - PM Vereine, red

Überraschung: Beckdorf ohne Chance gegen leidenschaftliche Stiere

Bevan CalvertBevan Calvert
Quelle: SVM
Eigentlich gingen die Beckdorfer als klarer Favorit in die Partie gegen die Mecklenburger Stiere aus Schwerin, jedoch zeigten diese eine vollkommen andere Mannschaft als die letzten Wochen und feierten einen sensationellen 32:23 (17:12) Erfolg. Schlüssel zum Erfolg war eine geschlossene Teamleistung, der Schweriner Pressedienst berichtet: "Holger Antemann legte seine Schwerpunkte unter der Woche auf Spielanalysen und sorgte dafür, dass die Spieler ihren Kopf freimachen konnten."

Diesmal gab es gleich in den ersten Minuten des Spiels eine Initialzündung für das Team der Mecklenburger Stiere. Nach dem Anwurf kassierte man zwar das 0:1, aber danach lief alles am Schnürchen gegen die Gäste aus Beckdorf. Uwe Kalksi eröffnete mit seinem Ausgleich den Torreigen. Fünf Tore in Serie von allen Positionen und ein sehr gut aufgelegter Torhüter Oliver Mayer sorgten für die nötige Sicherheit, um so einen Gegner bespielen zu können. Nach knapp sieben Minuten stand es 5:1 für den SV Mecklenburg Schwerin und zwang die Gäste zu ihrer ersten Auszeit.

Die Beckdorfer kamen in der Folge etwas besser in die Partie und konnten auf 8:6 durch Maris Versakovs verkürzen. Stiere-Trainer Holger Antemann nahm seinerseits beim Stand von 10:7 ebenfalls eine Auszeit. Jedoch konnte das die Beckdorfer nicht stoppen und es gelang ihnen sogar durch Jan Fieritz auf 10:9 zu verkürzen. In der zwanzigsten Minuten hatte Maris Versakovs, der keinen guten Tag erwischte, sogar die Chance zum Ausgleich. Er scheiterte jedoch bereits zum zweiten Mal aus sieben Metern am überragenden Oliver Meyer.

Insgesamt rieben sich die Beckdorfer an der starken Deckung auf und spielten mit wenig Konzept. So verkam die sonst so starke offensive zu einem zahnlosen Tiger, denn keiner Rückraumakteure vermochte Akzente zu setzen. Gelang es doch einmal die Abwehr zu überwinden sorgte ein starker Oliver Meyer im Tor dafür, dass sein Kasten sauber blieb. Bis zu Pause gelang den Stieren sich sogar wieder auf 17:12 abzusetzen, nachdem sie mehrmals in Unterzahl die Beckdorfer Abwehr überwanden. Auf der anderen Seite gelangen den Beckdorfern selbst in Überzahl nur schwer Tore.

Beckdorf wollte in der zweiten Hälfte einiges besser machen doch es gelang einfach nichts. Immer wieder gelangen Bevan Calvert mit starken Eins-gegen-Eins Aktionen auf Rückraumrechts gegen Beckdorfs linke Abwehr Seite einfache Tore. Kam man darüber nicht zu Erfolg war es Theodoros Evangelidis, der weite Wege von Rückraumlinks bis Rückraumrechts ging und so zum Torerfolg kam. Die Beckdorfer Abwehr bekam diese beiden Spieler nie in den Griff.

Und auf der anderen Seite brachten auch Umstellungen mit Henning Scholz auf der Rückraumlinken für den blassen Vito Clemens sorgten dennoch nicht für mehr Bewegung im statischen Beckdorfer Angriff. Einzig und allein Markus Bowe erreichte im Angriff Normalform und sorgte immer wieder für Gefahr. Beckdorf wirkte an diesem Tag verschlafen und lethargisch gerade im Vergleich zu den leidenschaftlich kämpfenden Stieren. So spielte man mit wenig Tempo nach vorne und auch das Rückzugsverhalten war dementsprechend langsam. Eine Umstellung mit Tobias Hesslein auf der vorgezogenen Position sorgte für etwas mehr Stabilität.

Beim 25:20 fünfzehn Minuten vor dem Ende keimte sogar noch einmal Hoffnung auf, jedoch reihten sich nun eklatante technische Fehler aneinander, sodass es Beckdorf verwehrt blieb noch einmal zu verkürzen. Insgesamt zeigten die Stiere in Angriff wie Abwehr deutlich mehr Einsatz und hatten mit Oliver Meyer und Bevan Calvert zwei überragende Akteure, während die Beckdorfer Mannschaft an diesem Tag müde und träge wirkte. Die heimischen Fans skandierten bereits zwei Minuten vor dem Ende „Oh wie ist das schön, so was haben wir lange nicht gesehen“ und durften ein auch in der Höhe verdientes 32:23 feiern.

Regisseur Uwe Kalski nach dem Spiel: "Wir haben gestern von Anfang an Beckdorf den Schneid abgekauft. Durch eine gute Deckung und Tempospiel konnten wir leichte Tore erzielen und die Schussgefahr vom gegnerischen Rückraum eingrenzen. Knackpunkt war aber aus meiner Sicht die Steigerung im Positionsangriff, wir haben eine bessere Entscheidungsfähigkeit gehabt und speziell die Würfe aus dem Rückraum waren von besserer Qualität als die Wochen zuvor."

Trainer Holger Antemann war sichtlich stolz auf sein Team: "Wir haben unter der Woche an den richtigen Stellschrauben gearbeitet und so einen in der Höhe nicht erwarteten Sieg eingefahren. Wir haben heute als Mannschaft gewonnen und ich möchte auch keinen Spieler herausheben. Mit dem SV Beckdorf haben wir nicht nur das offensivstärkste Team der Liga besiegt, sondern auch nur 23 Gegentore zugelassen. Das ist das Ergebnis einer super Torhüterleistung und überragenden Abwehr. Im Angriff hat heute ebenfalls alles gepasst. Die Angriffe wurden diszipliniert ausgespielt und abgeschlossen. Meine Spieler haben heute zu jeder Situation eine Lösung gehabt. Kompliment."


Männer · 3. Liga Nord · Saison 2014/2015
5. Spieltag · 27.09.2014 · 18:30 Uhr
Mecklenburger Stiere Schwerin32:23
SV Beckdorf
SH Kästner Schule
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