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31.08.2017 13:13 Uhr - 3. Liga Nord - Stefan Flomm, dpa

HSV Hamburg strebt Rückkehr in höhere Gefilde an

Prominenter Neuzugang vom THW Kiel: Blazenko LackovicProminenter Neuzugang vom THW Kiel: Blazenko Lackovic
Quelle: Stefan Michaelis
Nach einem ersten Jahr der Konsolidierung greifen die Handballer des HSV Hamburg wieder an. Ein Aufstieg ist aber auch in der am Samstag beginnenden Drittliga-Saison kein muss, sagt Vizepräsident Schwalb.

Am 2. September 2016 startete der Handball Sport Verein Hamburg mit einem 30:21-Erfolg beim DHK Flensborg in seine neue Ära als Drittligist. Auf den Tag genau ein Jahr später will der Nachfolger des insolvent gegangenen deutschen Meisters von 2011 und Champions-League-Siegers von 2013 einen neuen Angriff in Richtung Rückkehr in höhere Gefilde beginnen. Ein Aufstieg der Mannschaft von Trainer Torsten Jansen ist für Martin Schwalb aber erneut kein Muss. Auch wenn der Vizepräsident nicht müde wird zu betonen, dass "wir ein Leistungssportverein sind".

"Wir haben das erste Jahr der Konsolidierung absolut positiv absolviert", sagt Schwalb im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur: "Wir müssen den eingeschlagenen Weg weitergehen, aber das schaffen wir." Mit dem neuen Hamburger Handball-Weg meint Schwalb in erster Linie eine transparente und ehrliche Arbeit, die in der Vergangenheit selten war. Forderungen von dritter Seite an den Club soll es nicht mehr geben.

"Wir stellen uns nicht hin und sagen, wir sind die Tollen", sagt Schwalb. Das entspreche weder dem Charakter noch der Philosophie des Clubs: "Wir wollen weiter Schritt für Schritt gehen."

Die erste Saison als Drittligist hatte der HSV als Tabellendritter abgeschlossen. Hinter dem TSV Altenholz, dem "Farmteam" des Rekordmeisters THW Kiel, und der HSG Norderstedt/Henstedt-Ulzburg, die als HSV Norderstedt aber inzwischen ihre Mannschaft schon vor dem Saisonauftakt in der 3. Liga vom Spielbetrieb abgemeldet hat.

Nun soll es höher hinaus gehen, muss es aber nicht: "Wenn wir es sportlich nicht schaffen, schaffen wir es nicht", betont Schwalb vor dem ersten Spiel am Samstag (18.00 Uhr) gegen den Stadtrivalen HG Hamburg-Barmbek. Allerdings ist die bevorstehende Serie die letzte, in der es aus den bundesweit vier Drittliga-Staffeln noch vier Aufsteiger in die 2. Bundesliga gibt. In der kommenden Serie sind es nur noch drei, ab 2019/20 gibt es noch zwei direkte Aufsteiger plus einen möglichen Relegationsplatz. Zu den Mitfavoriten im Kampf um den Aufstieg zählt Schwalb neben Altenholz auch Zweitliga-Absteiger HC Empor Rostock.

Das Team der Hanseaten wurde namhaft verstärkt. Aus Kiel kam der Ex-HSVer Blazenko Lackovic, der unter dem Trainer Schwalb den nationalen Titel und die europäische Königsklasse gewann. "Blazenko soll den Jungs auf dem Feld, aber auch daneben helfen, das Potenzial nach oben zu schrauben", erzählt der Vizepräsident. Jüngste Verpflichtung ist Torhüter Jan Peveling, der eigentlich für den HSV Norderstedt hätte spielen sollen.

Das Zuschauerinteresse am neuen HSV Hamburg ist derweil ungebrochen. Der Club hofft, bis zum ersten Heimspiel am 10. September gegen Hannover-Burgwedel die 2000er-Schallmauer bei den Dauerkarten zu durchbrechen. Und am 26. Dezember gibt es gegen den VfL Fredenbeck wieder das große Weihnachtsspiel in der Barclaycard-Arena. Im vergangenen Jahr waren gegen den DHK Flensborg 8555 Zuschauer in die alte Heimspielstätte gepilgert.

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Männer · 3. Liga Nord · Saison 2017/2018
2. Spieltag · 02.09.2017 · 18:30 Uhr
HG Hamburg-Barmbek16:32
HSV Hamburg
· Zuschauer : 1600
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