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09.01.2018 13:26 Uhr - 3. Liga Ost - PM HSG Rhumetal

34. Silvestercup: Operation Titelverteidigung erfolgreich beendet

Das illustre Teilnehmerfeld, das am 6. Januar beim 34. Harz-Energie-Silvestercup in Katlenburg an den Start ging, konnte die Erwartungen der zahlreichen Zuschauer in der vollbesetzten Burgberghalle vollends erfüllen. In einem Turnier mit elf durchweg hochklassigen Spielen hatte am Ende die männliche A-Jugendmannschaft der Füchse Berlin das bessere Ende für sich: Das bis in die Schlussminuten spannende Finale gegen die Handballfreunde Springe entschieden die Schützlinge von Berlins Trainergespann Bob Hanning und Christian Caillat mit 18:15 für sich.

Dabei benötigten die Jungfüchse eine gehörige Portion Glück, dass sie sich nach der Beendigung der Vorrunde überhaupt für eines der beiden Halbfinalspiele qualifizieren konnten. Zunächst setzten sich die Hauptstädter im Auftaktspiel der Gruppe 1 gegen den Northeimer HC mit 19:15 durch, als sie nach einem ausgeglichenen Spiel in der Schlussphase die bessere Treffsicherheit bewiesen. Nach der unerwartet hohen 10:18-Schlappe gegen die Handballfreunde aus Springe mussten sie jedoch bis zum Schlusspfiff des letzten Vorrundenspiels um das Weiterkommen bangen.

Im Spiel zwischen dem Northeimer HC und den Handballern vom Deister begegneten sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe, folglich gestaltete sich diese Begegnung bis zur Schlusssekunde spannend und endete mit einem verdienten 16:16-Unentschieden. Pech für den NHC, als der ansonsten so treffsichere Siebenmeterschütze Sören Lange wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff mit einem Strafwurf an Springes Keeper Mustafa Wendland scheiterte. Ein Sieg hätte für die Northeimer den Einzug in die Vorschlussrunde bedeutet...

Klarer gestaltete sich die Angelegenheit in der Vorrundengruppe 2. Das Gastgeberteam von der HSG Rhumetal musste in beiden Spielen die körperliche und spielerische Überlegenheit der zwei Spielklassen höher angesiedelten Gegner anerkennen. Trotz der beiden hohen Niederlagen (8:20 gegen GWD Minden 2, 10:15 gegen die Magdeburg Youngsters) ließ die junge Truppe von HSG-Trainer Sascha Heiligenstadt ihr Potenzial phasenweise erkennen. Den Gruppensieg konnte der vom Ex-Bundesligaspieler Moritz Schäpsmeier trainierte Nachwuchs des Bundesligisten GWD Minden für sich verbuchen, als sie sich in einer spannenden Partie gegen Magdeburg II mit 15:14 durchsetzen, obwohl die Elbestädter im Spiel lange Zeit eigentlich wie der sichere Sieger aussahen.

Für das unglückliche Ausscheiden in der Vorrunde hielt sich der Northeimer HC im Spiel um Platz 5 schadlos, indem sie gegen die tapfer fightenden Gastgeber von der HSG Rhumetal souverän mit 17:7 gewannen. Einen dicken Wermutstropfen gab es für die Northeimer angesichts der Verletzungen von Max Berthold und Marcel Armgart. Es ist dem NHC zu wünschen, dass die beiden bis zum Rückrundenstart am kommenden Wochenende wieder einsatzbereit sind.

Zwei vollkommen unterschiedliche Spiele sahen die Zuschauer dann in den beiden Halbfinalspielen. Die Handballfreunde aus Springe hatten mit ihrem "Lokalmatador" Nils Eichenberger im Spiel gegen die SCM-Youngsters - diese mit "Lokalmatador" Lukas Diedrich im Tor - erheblich mehr Mühe, als ihnen lieb war. Die jungen Magdeburger Spieler, die fast alle noch die Spielberechtigung für die A-Jugend besitzen, ließen sich bis zum Schlusspfiff nicht abschütteln und unterlagen am Ende äußerst knapp mit 16:17.

Deutlicher fiel am Ende das Ergebnis des zweiten Halbfinalspiels aus, in dem sich die Berliner Jungfüchse von Trainer Bob Hanning und dem in Südniedersachsen noch bestens bekannten Co-Trainer Christian Caillat gegen Minden II mit 19:14 durchsetzen konnten. Hier machte sich in der Schlussphase der mit elf Spielern etwas schmale Mannschaftskader der Ostwestfalen bemerkbar. Dementsprechend fehlte den Mindenern dann auch im Spiel um den dritten Platz in der Schlussphase die nötige Frische und sie unterlagen gegen die Magdeburger Youngsters deutlich mit 13:19.

Das Endspiel um den Silvestercup bot dem Publikum noch einmal hochklassigen Handball vom Feinsten. Die Berliner hielten dem Angriffsdruck der Springer im Gegensatz zum Vorrundenspiel von Anfang an stand. In der Offensive waren es in erster Linie Linksaußen Tim Matthes und Rückraumshooter Mex Raguse, die die Springer Abwehr immer wieder vor Probleme stellten. Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff hatten die Hauptstädter zum ersten Mal einen Drei-Tore-Vorsprung herausgespielt. Die Handballfreunde mühten sich zwar redlich um den Anschluss, doch Raguse mit knallharten und präzisen Würfen aus dem Rückraum sowie Loris Kotte als sicherer Vollstrecker vom Siebenmeterpunkt hielten den Abstand bis zum Schlusspfiff konstant.

Am Ende hatte sich der Titelverteidiger mit 18:15 durchgesetzt und die Spieler konnten freudestrahlend den Siegerpokal, überreicht durch den Harz-Energie-Geschäftsführer Dirk Schaper, entgegennehmen. Doppelten Grund zur Freude hatte Füchse-Spieler Loris Kotte, der nach dem Entscheid der Jury von Turnierleiter Mathias Zänger wegen seiner Strafwurfqualitäten und seiner gekonnten Abwehrarbeit als bester Spieler des A-Turniers mit einem eigens angefertigten Trikot ausgezeichnet wurde.

Nach dem Ende des ersten Turniertages zeigten sich Teilnehmer und Veranstalter mit dem Verlauf rundum zufrieden.

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