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14.02.2018 16:14 Uhr - 3. Liga Ost - noa

3. Liga kompakt - Oststaffel: Auswärtssiege für Favoriten

Die SG Leutershausen holte den ersten Sieg in der RückrundeDie SG Leutershausen holte den ersten Sieg in der Rückrunde
Quelle: SGL
Die Favoriten der 3. Liga Ost haben am vergangenen Spieltag souveräne Auswärtssiege eingefahren. Spitzenreiter TV Großwallstadt steuert weiterhin dem Aufstieg in die 2. Bundesliga entgegen. Währenddessen überzeugte die SG Leutershausen in Coburg. Überraschend deutlich gewann der Northeimer HC gegen Germania Großsachsen.

HSC Bad Neustadt - TV Großwallstadt 21:26 (11:10)
Der HSC Bad Neustadt stellte das Können des Spitzenreiters auf eine harte Probe. Tatsächlich blieben im einzigen unterfränkischen Vergleich der ganzen Spielklasse die Hausherren über 50 Minuten auf Schlagdistanz. Doch der TV Großwallstadt hatte mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aus einem 11:15-Rückstand anfangs der zweiten Halbzeit zum Schlusspfiff einen 26:21-Sieg erreicht. Bad Neustadt zeigte eine gute Leistung und war größtenteils zufrieden. "Die Bank ist beim Gegner einfach besser besetzt", musste Christoph Kolodziej anerkennen. In der Schlussphase hatte der TVG wie so oft den längeren Atem. "Wir sind dann als Mannschaft ins Spiel gekommen", meint André Göpfert, "und haben ein geschlossen gutes Spiel gezeigt." Daran hatte er neben Mario Stark und Michael Spatz mit fünf Toren in den letzten 25 Minuten maßgeblichen Anteil.

SC Magdeburg II HC Erlangen II 28:29 (11:14)
Verfolger Erlangen hatte unterdessen einige Mühe im Duell der Bundesligareserven in Magdeburg. Vor 320 Zuschauern hatte ein von Nicolas Gräsl verwandelter Siebenmeter zu Beginn der letzten Minute für die 29:28-Führung gesorgt. Die Hausherren hatten die Chance auf den Ausgleich, nach einer Auszeit blieben noch gut dreißig Sekunden - doch es gelang den Magdeburgern nicht mehr eine aussichtsreiche Wurfchance gegen die aufmerksame Erlangener Deckung herauszuspielen. "Jeder war bereit bis ans Limit zu gehen und wir haben am Ende den Sieg eingefahren", freute sich Trainer Helmut Hofmann auf der Vereinsseite über den Auswärtssieg.

HSC Coburg II - SG Leutershausen 22:29 (11:13)
Die SG Leutershausen hat den ersten Sieg im Kalenderjahr 2018 gefeiert. Eine Viertelstunde vor Spielende wurde es noch einmal knapp, als Coburg den Anschlusstreffer erzielte und auf 19:20 verkürzte. Danach behielten aber vor allem Rückraumschütze Felix Jaeger und SGL-Linksaußen Niklas Ruß die Nerven, stellten den Vorsprung wieder auf 25:19 aus Sicht der Gäste (53.). Von diesem Lauf erholten sich die Gastgeber nicht mehr - die SGL fährt somit die ersten zwei Auswärtspunkte in diesem Jahr ein. Beste SGL-Werfer waren Kapitän Ruß, Pfattheicher und Jaeger. Auch Philipp Jaeger konnte fünfmal einnetzen und zeigte sich treffsicher im Angriff. Marc Wetzel, Sportlicher Leiter der SGL: "Das war eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung, heute haben alle mitgeholfen. Dazu war wichtig, dass Hannes wieder dabei war. Er hat der Mannschaft nochmal Stabilität gegeben. Die Unterstützung der Fans war echt top, wir hatten glaube ich mehr Zuschauer als Coburg selbst - jetzt können wir mit einem guten Gefühl ins Derby gehen."

Northeimer HC - Germania Großsachsen 34:21 (17:12)
Erneut hat der Aufsteiger Northeimer HC auf sich aufmerksam gemacht. TVG-Trainer Stefan Pohl: "Es war ein hochverdienter Sieg für Northeim." Der gute Start des TVG Großsachsen in die Rückrunde ist hingegen Geschichte. Nach der zweiten Niederlage in Folge sind die "Saasemer" wieder im Abstiegskampf angekommen. "Das war eine andere Abwehr heute als in den letzten Spielen", so Trainer Barnkothe. Großsachsen kam nicht Schlagdistanz. Im Gegenteil da der TVG etliche gute Chancen ungenutzt ließ, unter anderem vergab man drei Siebenmeter, erhöhte sich der Rückstand stetig. Über 20:13 (35.) ging es über 24:16 (41.) bis zum 31:17 (55.). Egal was Großsachsen versuchte nichts funktionierte. "Auch wenn man dem TVG den Kampfgeist nicht absprechen kann und die Wechselmöglichkeiten gering waren, war die Angriffsleistung einfach zu schwach für einen Drittligisten", so der Verein in seiner Pressemitteilung.

MSG Groß-Bieberau/Modau - HSG Hanau 24:19 (10:8)
"Das war ein verdienter Sieg für Groß-Bieberau. Der Gegner hat gekämpft, wir haben den Kampf nicht angenommen. Uns haben heute ein paar Prozent gefehlt. Die Niederlage tut ein bisschen weh, weil ich gehofft hatte, dass wir schon weiter sind", zog Gästetrainer Patrick Beer nach der Partie Bilanz. Angefeuert von den knapp 200 mitgereisten Fans, die im ersten Abschnitt für Heimspielatmosphäre sorgten, konnten die Hanauer im zweiten Durchgang den Schalter nicht mehr umlegen. Groß-Bieberau steigerte sich zusehends und erzwang die Vorentscheidung zwischen der 38. und 44. Minute, als man mit einem Vier-Tore-Lauf das Ergebnis auf 17:12 hochschrauben konnte. Diesem Rückstand lief die HSG Hanau bis zuletzt hinterher. "So richtig gefährdet war der Sieg von Groß-Bieberau heute nicht", sagte Beer. Damit war die erste Niederlage in der Rückrunde für die HSG besiegelt.

HSV Bad Blankenburg SV Anhalt Bernburg 27:30 (13:15)
Einen wichtigen Auswärtssieg hat der SV Anhalt Bernburg in Bad Blankenburg erzielt, durch das 30:27 in fremder Halle wurde die eigene Bilanz auf 17:23 ausgebaut und der Sprung auf den zehnten Tabellenplatz vollzogen. Die Hausherren bleiben bei 11 Pluspunkten, das Schlusslicht hat aber weiterhin lediglich vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Zehn Minuten vor dem Ende hofften die 420 Zuschauer, dass sich diese Differenz verringern würde - die Hausherren führten mit 23:22. Doch ein Doppelschlag von Gabor Pulay und Steffen Cieszynski ließ die Führung wechseln, die beiden jeweils siebenfach erfolgreichen Akteure hielten die Gäste in der Folge auf Kurs zu zwei wichtigen Auswärtspunkten.

SG Bruchköbel TV Gelnhausen 27:33 (14:15)
Ebenfalls zwei wichtige Zähler in gegnerischer Halle errang der TV Gelnhausen, der durch das 33:27 an Punkten mit dem Konkurrenten aus Bruchkörbel gleich und aufgrund der besseren Tordifferenz in der Tabelle sogar an diesen vorbeizog. Bruchkörbel hingegen verpasste die Chance, die Abstiegsplätze zu verlassen. Dabei hatten die Hausherren den besseren Start, nach zehn Minuten lag Gelnhausen mit 4:7 hinten, konnte dann aber mit einer Dreierserie ausgleichen. Erst kurz vor der Pause konnte der TVG dann erstmals die Führung übernehmen und behauptete diese im zweiten Abschnitt. Bruchkörbel kämpfte um den Anschluss, doch als der mit neun Toren überragende Matthias Jambor für die Gäste selbst in Unterzahl traf und sich diese mit einer weiteren Dreierserie auf 32:26 absetzen, waren die Weichen gestellt.

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