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28.08.2017 14:26 Uhr - 3. Liga Ost - PM Vereine

Großwallstadt gewinnt in Bad Blankenburg: "Sieg, alles andere ist letztlich Wurscht"

Toms LielaisToms Lielais
Quelle: HSV Bad Blankenburg
Premiere in der langen und ruhmreichen Historie des TV Großwallstadt: Ein Auftaktspiel in der dritten Liga wurde bislang nämlich noch nie gewonnen. Wobei allerdings hinzugefügt werden muss, dass es auch erst der dritte Anlauf war. Dieser endete am Sonntag mit einem 24:20 (14:12)-Auswärtssieg in Bad Blankenburg und dürfte noch einmal weiteres Selbstvertrauen für die beginnende Saison liefern. In den vorherigen Jahren fand die Saisonpremiere zwar vor eigenem Publikum statt, endete aber mit Niederlagen gegen die MSG Groß-Bieberau/Modau und vor Jahresfrist die zweite Vertretung der HSG Burgdorf.

Keine Wunder also, dass Großwallstadts Trainer Heiko Karrer recht erleichtert aufatmet: "Wir sind noch dabei, Sicherheit zu gewinnen und in der neuen Spielzeit anzukommen. Von daher gilt für mich auch heute: Sieg, alles andere ist letztlich Wurscht." Wobei ein Blick auf das Spielprotokoll dem Gast sogar einen vermeintlich unangefochtenen Erfolg zubilligt. Beim frisch aus der Oberliga Mitteldeutschland zurückgekehrten Aufsteiger in Thüringen lag der TVG nämlich lediglich nach dem Treffer zum 3:2 nach sieben Minuten durch Philipp Große in Rückstand. In einem mitunter hektischen, umkämpften und von den Zuschauern emsig begleiteten Spiel vermochte sich Großwallstadt allerdings lange Zeit nicht entscheidend abzusetzen. "Wir hatten aber stets die richtige Einstellung", hat Heiko Karrer einen der Gründe dafür ausgemacht, dass die Franken letztlich bei den Thüringern siegten. Schon im ersten Durchgang unterstrich der TVG seine Ambitionen nachdrücklich, als er vor allem dank der treffsicheren Außenspieler binnen 14 Minuten von 6:6 bis auf 8:12 enteilte. Bad Blankenburg vermochte jedoch, vor dem Halbzeitpfiff der Schiedsrichter, den Abstand zwischen beiden Teams zumindest noch zu halbieren.

Nach Wiederanwurf sah es sogar kurzzeitig so aus, als könne die Begegnung kippen. Nach dem einzigen verworfenen Siebenmeter des TVG glich auf der Gegenseite Bad Blankenburg in der 35. Minute auf 15:15 aus. Ernüchternd allerdings die folgenden sieben Minuten. In denen gelang den Hausherren kein Treffer. Ähnlich wie Mitte der ersten Halbzeit wirkten die Aktion in der Angriffsbewegung des HSV Bad Blankenburg unkonzentriert, was sich in etlichen Fehlern auswirkte. Die Unterfranken ließen sich nicht zweimal bitten und nutzten diese Phase aus, um sich mit sechs Treffern entscheidend abzusetzen. In dieser Phase waren es der nach rund 20 Minuten ins Tor gekommene Stefan Koppmeier und Luis Franke, die den TVG mit auf Kurs hielten und dazu beitrugen, dass der Gast nach 48 Minuten wieder beruhigend 22:16 in Führung lag.

"Luis hat unser Spiel sichtlich belebt", urteilt der Trainer, "und richtige und wichtige Entscheidungen getroffen." Auch der zweite eingesetzte Neuzugang, Dino Corak, erntet von Karrer Lob: "Dino ist ein wichtiger Bestandteil unserer Abwehr und hat gemeinsam mit Lars Spieß im Innenblock sehr gut gespielt." Auch die HSV-Deckungsmitte stand massiv, profitierte von ihren großgewachsenen Spielern und trug durch eine defensive Ausrichtung dazu bei, dass der TVG im Angriff nur zu einem Tor über den Kreis kam. "Hinten raus wurde es noch einmal etwas eng, aber wir haben das Spiel gut über die Zeit gebracht", zeigt sich Heiko Karrer letztlich nach dem 24:20-Sieg recht zufrieden.

Der TV Großwallstadt unterstreicht damit, gleich im ersten Spiel der Saison, seine Aufstiegsambitionen. Beim HSV Bad Blankenburg bleibt beim Verwerten der erspielten Torchancen noch Verbesserungspotential. Patrick Ziebert (ebenfalls Debütant im Tor der Thüringer, wusste mit 10 Paraden sofort zu überzeugen) und sein Abwehrblock, haben dafür einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Das wachsende Selbstbewusstsein hofft er am nächsten Wochenende abermals gewinnbringend einsetzen zu können, wenn am Sonntag um 17 Uhr Bernburg Gegner in der Untermainhalle in Elsenfeld sein wird.

Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, wie das zurückliegende Wochenende zeigt. Die Anhaltiner setzten sich nämlich in eigener Halle gegen Bad Neustadt mit 29:21 deutlich durch. Ebenfalls in eigener Halle erfolgreich waren zudem Leutershausen (31:28 gegen Hanau), Rodgau Nieder-Roden (34:24 gegen Magdeburg II) und Gelnhausen (30:25 gegen Northeim). Beide Zähler abgeben vor eigenem Anhang mussten neben Bad Blankenburg noch Groß-Bieberau/Modau (24:28 gegen Coburg II) und Baunatal (28:30 gegen Großsachsen). Außerdem trennten sich Aufsteiger Bruchköbel und Erlangen II mit 27:27.

HSV Bad Blankenburg: Patrick Ziebert, Julius Rein, Sebastian Brandt, Jonas Bogatzki (1), Frank Grohmann (1), Adam Krejcirik (1), Philipp Hempel, Tomas Zeman (2), Maic Sadewasser (1), Alexander Werner (2), Juraj Geci (2), Toms Lielais (6), Marcel Werner (1), Philipp Große (3)

TV Großwallstadt: Stefan Koppmeier, Robert Tschuri, Artus Kugis, Michael Spatz (5), Niklas Geck (1), Luis Franke (3), Florian Eisenträger (6), Jan Blank (1), Antonio Schnellbacher (2), Francesco Wengerter, Mario Stark (3), Lars Spieß (2), André Göpfert (1), Dino Corak

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Männer · 3. Liga Ost · Saison 2017/2018
1. Spieltag · 27.08.2017 · 16:30 Uhr
HSV Bad Blankenburg20:24
TV Großwallstadt
· Zuschauer : 350

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