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26.09.2017 09:35 Uhr - 3. Liga Ost - noa

3. Liga kompakt - Oststaffel: Überraschende Niederlage für Spitzenreiter, Großwallstadt gelingt Befreiungsschlag

Jubel beim TV Großwallstadt über den dritten SaisonsiegJubel beim TV Großwallstadt über den dritten Saisonsieg
Quelle: TV Großwallstadt
Am 5. Spieltag der 3. Liga Ost musste Spitzenreiter und Aufstiegsfavorit Leutershausen eine überraschende Heimniederlage hinnehmen. Gegen den HSC Coburg II unterlag die Mannschaft von Trainer Marc Nagel mit 28:30, bleibt mit 8:2 Punkten aber weiterhin Tabellenführer. Einen klaren Befreiungsschlag gab es dafür beim TV Großwallstadt. Der ehemalige Erstligist setzte sich nach zuletzt zwei Niederlagen diesmal deutlich mit 30:20 gegen den HSC Bad Neustadt durch.

SV Anhalt Bernburg - HSV Bad Blankenburg 31:27 (18:14)

60 spannende Minuten enden mit dem 31:27 zum zweiten Mal in Folge auswärts und zum zweiten Mal in Folge punktlos für den HSV Bad Blankenburg. Nach einer eigentlich ausgeglichenen ersten Halbzeit belastete die Thüringer mit dem 18:14 aber bereits ein Vier-Tore-Rückstand gegen den SV Anhalt Bernburg. Das Spiel wurde zur Schlussphase zunehmend ruppiger und es hagelte Zeitstrafen ohne Ende. Die Bernburger zogen erneut auf vier Treffer davon. Zuviel um den Rückstand in der verbliebenen Spielzeit zu egalisieren. Am Ende gewann der SV Anhalt Bernburg mit 31:27. So verloren die Kurstädter erneut in der Fremde, wussten aber vor allem in der zweiten Hälfte - spielerisch und kämpferisch - zu überzeugen. "Das macht Mut und lässt erwartungsvoll auf die kommenden Partien blicken, zumal das Team zunehmend eingespielter wirkte", so Bad Blankenburg in seiner Pressemitteilung.

GSV Eintracht Baunatal - HSG Rodgau Nieder-Roden 27:23 (12:10)

Als einen "gebrauchten" Tag bezeichnete die HSG Rodgau Nieder-Roden die Niederlage gegen Eintracht Baunatal auf der eigenen Homepage. Bis zur 37. Spielminute konnte Nieder-Roden noch zum 13:13 mithalten. Doch dann nutze Eintracht Baunatal alle Chancen und bestrafte die in Unterzahl agierenden Gäste. Nieder-Roden verwarf in der Folge weitere Bälle leichtfertig. Deswegen zog Baunatal auf 20:15 davon und kontrollierte plötzlich die Begegnung. Bis zum Ende ließen die Hausherren keine Spannung mehr aufkommen und sicherten sich ihren zweiten Sieg in Serie.

SG Leutershausen - HSC Coburg II 28:30 (14:17)

Lange Gesichter bei der SG Leutershausen: Gegen die zweite Mannschaft des HSC 2000 Coburg setzte es in heimischer Halle die erste Niederlage in dieser Saison. "Ich hätte an Glaubwürdigkeit verloren, wenn wir heute gewonnen hätten", sagte SGL-Trainer Marc Nagel nach der Partie. "Da waren so viele Dinge dabei, von denen meine Mannschaft weiß, dass ich sie nicht mag, dass sie verboten sind - wir haben heute Glücksspielerei betrieben. Jeder hat mal einen Wurf genommen, es war keine Disziplin dabei." Für Coburgs Trainer Ronny Göhl ging die Rechnung dagegen auf: "Wir sind hierher gefahren und wussten, dass wir eine Chance haben, wenn wir geduldig und lange spielen, die Außen, die bei Leutershausen Zweitliga-Niveau haben, rausnehmen und den Rückraum aktiv bearbeiten."

TV Gelnhausen - SG Bruchköbel 22:24 (12:14)

Aufsteiger Bruchköbel sicherte am 5. Spieltag die Punkte 4 und 5. Mit einem umkämpften Auswärtssieg gegen Gelnhausen belohnten sich die Gäste für eine konzentrierte Abwehrleistung. Von Beginn an war es eine ausgeglichene Partie, in der die SG Bruchköbel zur 25. Minute mit 12:9 erstmals etwas absetzte. Doch die Führung weilte nur kurz. Nach dem Seitenwechsel führte Gelnhausen schnell den Ausgleich herbei und zog zur 54. Minute auf 22:20 davon. Allerdings sollte der Treffer von Alen Kulenovic der letzte der Hausherren gewesen sein, die in der Schlussphase in Unterzahl agieren mussten und sogar einen Siebenmeter vergaben. Bruchköbel nutze die Schwäche des Gegners, drehte durch Maximilian Kraushaar und Fatih Günes die Begegnung erneut, ehe Sergej Zutic in der letzten Minute den Treffer zum Endstand markierte.

TV Germania Großsachsen - Northeimer HC 32:31 (16:15)

Aufgrund der Verletztenmisere reaktivierte Chef Trainer Stefan Pohl kurzfristig Alexej Rybakov und Tobias Kohl. Beide spielten als wäre sie nie weg gewesen und trugen maßgeblich zum Sieg der "Saasemer" bei. Die Gäste aus Northeim erwiesen sich als hartnäckiger Gegner der nie aufgab und verbissen um seine Chance kämpfte. Von Beginn an entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in der sich der TVG Großsachsen zum Ende der ersten Halbzeit kurzzeitig absetzen konnte. Doch die Gäste holten einen Fünf-Tore-Rückstand binnen weniger Minuten auf und drehten die Begegnung nach dem Seitenwechsel. In der Folge blieb es spannend, so auch die Schlussminute. Nach Wiederanpfiff dauerte es gerade einmal 13 Sekunden, bis Jannes Meyer sein Team auf 31:30 (59.) heranbrachte. 68 Sekunden vor dem Ende zückte Stefan Pohl die Grüne Karte. Philipp Schulz übernahm die Verantwortung und traf zum 32:30 (60.). Der Anschlusstreffer von Northeim fiel praktisch mit dem Schlusspfiff und tat der Feierlaune des TVG Großsachsen keinen Abbruch.

HC Erlangen II - SC Magdeburg II 32:31 (18:16)

Ein spannendes wie hart geführtes Spiel zwischen den Reservemannschaften der Bundesliga ging am Ende knapp an den HC Erlangen II. Der SC Magdeburg schwächte sich in den Schlussminuten, als Niklas Danowski die dritte Zeitstrafe kassierte. Erlangen konnte die knappe Führung über die Ziellinie retten. Bereits in der ersten Halbzeit und auch nach dem Seitenwechsel gaben sich beide Teams keine Blöße und kämpften mit harten Bandagen. Insgesamt elf Zeitstrafen belegen raue Gangart beider Mannschaft. Bester Torschütze der Hausherren war Maximilian Lux mit neun Treffern, davon drei Siebenmeter. Juan De la Pena (11) und Max Neuhaus (9) steuerten knapp zwei Drittel aller Magdeburger Tore bei.

TV Großwallstadt - HSC Bad Neustadt 30:20 (14:10)

Aufatmen im Lager des TV Großwallstadt: Eine mitunter turbulente Woche endet mit einem deutlichen und souverän herausgespielten Erfolg gegen den HSC Bad Neustadt. "Es war kein schönes Spiel von uns", bekannte Gästetrainer Margots Valkovskis hernach, "wir haben heute alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte." Allenfalls mit der Einstellung seiner Akteure war der Übungsleiter des HSC Bad Neustadt zufrieden, übte allerdings Kritik sowohl an der Aggressivität der Abwehr als auch am Wirkungsgrad des eigenen Angriffsspiels. Großwallstadt - das unter dem neuen Trainer Manfred Hofmann mit Markus Podsendek im Tor, André Göpfert und Tobias Raab auf den Außenpositionen sowie Dino Corak am Kreis und Florian Eisenträger, Tom Spieß und Michael Spatz im Rückraum begann - nahm dies in Elsenfeld am fünften Spieltag dankend an. "Von meiner Seite aus war es ein gelungener Einstand", zeigte sich TVG-Trainer Manfred Hofmann hernach auch ziemlich zufrieden und sprach sowohl der Abwehr als auch dem Angriff ein Lob aus.

HSG Hanau - MSG Groß-Bieberau/Modau 29:26 (18:12)

"Wir haben bis zur 38. Minute das Spiel dominiert und hätten den Sack zumachen müssen. Doch plötzlich haben wir die Chancen nicht genutzt und das Zitterhändchen kam dazu. Das einzige, was zählt ist die Tatsache, dass wir heute gewonnen haben", wollte Trainer Patrick Beer am liebsten den Mantel des Schweigens über die Schlussphase legen. Denn bis dahin sah die HSG Hanau vor 450 Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle wie der sicherer Sieger aus. Sieben Tore betrug der Vorsprung beim 21:14 (36.) bereits und fraglich schien nur noch die Höhe des Sieges. Doch mit einem 1:8-Negativlauf hieß es nach 44 Minuten plötzlich 22:22. Die letztlich spielentscheidende Sequenz ereignete sich zwischen der 56. und 58. Minute, als sich innerhalb kürzester Zeit zwei Gästespieler eine Zwei-Minuten-Strafe eingehandelt hatten, Max Bergold einen Siebenmeter zum 26:26 (57.) verwandelte und kurz darauf zum 27:26 erhöhen konnte. "Jetzt können wir befreit am Samstag nach Baunatal reisen", sagte Beer mit Blick auf fünften Tabellenplatz. "Diese Position ist Neuland für uns. Wir genießen das. Wir wissen aber auch, was wir investieren mussten, um dahin zu kommen."

5. Spieltag Ergebnisse:

31:27 
(18:14)
27:23 
(12:10)
28:30 
(14:17)
22:24 
(12:14)
32:31 
(16:15)
32:31 
(18:16)
30:20 
(14:10)
29:26 
(18:12)
Tabelle
Pl. Team Sp. Tore G.-Tore Diff. Pkt.
1. SG Leutershausen 5 151 133 18 8:2
2. HC Erlangen II 5 140 127 13 7:3
3. Northeimer HC 5 161 148 13 6:4
4. TV Großwallstadt 5 134 124 10 6:4
5. HSG Hanau 5 134 127 7 6:4
6. SV Anhalt Bernburg 5 140 137 3 6:4
7. HSC Coburg II 5 131 132 -1 6:4
8. HSG Rodgau Nieder-Roden 5 138 131 7 5:5
9. SG Bruchköbel 5 127 130 -3 5:5
10. HSC Bad Neustadt 5 109 123 -14 5:5
11. TV Gelnhausen 5 118 115 3 4:6
12. GSV Eintracht Baunatal 5 134 142 -8 4:6
13. SC Magdeburg II 5 137 149 -12 4:6
14. Germ. Großsachsen 5 129 142 -13 4:6
15. MSG Groß-Bieberau/Modau 5 135 142 -7 2:8
16. HSV Bad Blankenburg 5 124 140 -16 2:8
Schlagzeilen

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