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14.11.2017 18:13 Uhr - 3. Liga Ost - noa

3. Liga kompakt: Oststaffel - Großwallstadt demonstriert starke Form, Leutershausen bleibt dran

Lucas Lorenz (HSG Hanau)Lucas Lorenz (HSG Hanau)
Quelle: HSG Hanau
In der 3. Liga Ost bleibt der TV Großwallstadt Tabellenführer. Selbst der stark aufspielende Aufsteiger Northeimer HC sah sich beim ehemaligen Bundesligisten schnell auf verlorenem Posten. Währenddessen feierte Verfolger SG Leutershausen einen wichtigen Heimsieg gegen die SG Bruchköbel.

TV Großwallstadt - Northeimer HC 34:23 (19:13)
"Danke an die 2500 Zuschauer! Es war echt schön, vor so vielen Zuschauern zu spielen", bedankte sich TVG-Rückraumspieler Mario Stark nach den 60 Minuten begeistert. Er und seine Mitspieler hatten von Anfang an die Stimmung in der Halle noch kräftig angeheizt. Gestützt auf einen zu Beginn sehr überzeugenden Torwart Arturs Kugis zog Großwallstadt binnen der ersten acht Minuten bis auf 5:1 davon und ließ danach den Gast aus dem südliche Niedersachsen eigentlich zu keinem Zeitpunkt mehr wirklich gefährlich aufkommen. "Unser Haupttorschütze hat nur zwei Tore aus dem Feld geworfen", klagte Gästetrainer Carsten Barnkothe, "in den Spielen davor hat er immer um die zehn geworfen." Des einen Leid, des anderen Freud: "Wir ziehen momentan schon in der ersten Halbzeit den gegnerischen Mannschaften den Zahn. Unser Problem ist aber manchmal, dass wir dann das Tempo selbst rausnehmen. Hätten wir das heute noch abgestellt, hätte man von einem perfekten Spiel sprechen können", so Mario Stark mit durchaus auch selbstkritischen Untertönen. Seine Mannschaft hatte dennoch nach dem 31:21 des sich durchtankenden Youngsters Tobias Raab erstmals mit zweistelliger Differenz geführt, siegte letztlich sehr überzeugend 34:23 und bleibt damit Tabellenführer.

SG Leutershausen - SG Bruchköbel 33:29 (19:13)
"Das waren ganz wichtige Punkte, auch weil wir davor zwei Spiele unentschieden gespielt haben. Der Grundstein war ein sehr konzentrierter Start - trotzdem haben wir in der zweiten Halbzeit auch gemerkt, wie abhängig wir von jedem einzelnen Rückraumspieler sind. Mit der Leistung kann man insgesamt sehr zufrieden sein", ordnete SGL-Cheftrainer Marc Nagel das Resultat ein. Ein Schlussspurt der Heisemer kurz vor der Halbzeit brachte den 19:13-Pausenstand. Bruchköbel deckte in der zweiten Halbzeit nun extrem offensiv, versuchte das Angriffsspiel der Roten Teufel zu stören. Der SGL-Rückraum hatte aber immer eine passende Antwort, die Begegnung war entschieden. Nagel wechselte viel, brachte unter anderem die jungen, neuen Spieler. Konstantin Herbert und Konstantin Gasser bekamen Einsatzzeiten - und auch Raul Garcia durfte sich zwischen den Pfosten auszeichnen. Bruchköbel konnte sich in den letzten zehn Minuten nochmal herankämpfen - der Heimsieg der Roten Teufel war aber nie in Gefahr. "Am Ende hatten viele Spieler die Möglichkeit und Zeit, sich zu zeigen und Erfahrungen zu sammeln. Das ist ganz wichtig, sie gehören zu dieser Mannschaft dazu", so Nagel, "dass da nicht alles klappt, das ist normal - diese Entwicklung gehört einfach dazu".

HSC Bad Neustadt - Germania Großsachsen 27:29 (13:13)
Großer Jubel auf Seiten des TVG nach dem Schlusspfiff. Das Team von Trainer Stefan Pohl hatte gerade einen 17:23 Rückstand in einen Sieg umgebogen und feierten ausgelassen in Bad Neustadt, während die Gastgeber mit hängenden Köpfen vom Spielfeld schlichen. "Wahnsinn was die Jungs heute geleistet haben, das war definitiv so nicht zu erwarten. Aber wir sind trotz des Rückstandes ruhig geblieben und haben unser Ding durchgezogen. Heute kann man einfach nur stolz sein", so Stefan Pohl. Bad Neustadt lag nach 43 Minuten mit sechs Toren in Front. "Zu diesem Zeitpunkt waren wir eigentlich ´tot´. Doch es ging ein Ruck durch das Team und mit jedem Treffer stieg das Selbstvertrauen. Bei Bad Neustadt ging gar nichts mehr. Wahnsinn das wir das noch gedreht haben", so ein sichtlich stolzer siebenfacher Torschütze Jan Triebskorn. Zweimal Philipp Schulz und zweimal Michell Hildebrandt sorgte für das 25:28 (58.). Die Partie war gelaufen und die "Saasemer" feierten ihren Auswärtscoup ausgelassen. "Das sieht man mal was im Handball alles geht. Als wir den Rückstand aufgeholt hatten wiusste ich das wir das Ding nicht mehr abgeben. Die Leistung in den letzten 15 Minuten war überragend", war TVG-Trainer Stefan Pohl voll des Lobes.

HSG Hanau - HC Erlangen II 25:24 (15:12)
Als Philipp Reuter mit der Schlusssekunde zum 25:24 (15:12)-Sieg der HSG Hanau gegen den HC Erlangen II in die Maschen traf, musste man kurzfristig das Wegfliegen des Hallendachs befürchten. Das Siegtor löste einen Urschrei unter den 415 Zuschauern aus, die enthusiastisch den nicht mehr für möglich geglaubten Heimsieg feierten. "Es war ein glücklicher Sieg, aber kein unverdienter", bilanzierte Trainer Patrick Beer nach der Partie. "Wir haben oft mit drei oder vier Toren geführt, konnten aber nie den Deckel draufmachen. Durch die sehr aggressive 3-2-1-Deckung des Gegners, hatten wir einige Fehlwürfe", so der Coach weiter. Als die HSG Hanau nach 35 Minuten auf 18:14 davonziehen konnte, deutete Vieles auf einen ungefährdeten Heimsieg hin. Bis es dann am Ende doch wieder hochdramatisch wurde. Dabei hatten die Gäste alle Trümpfe in der Hand. Doch elf Sekunden vor Schluss konnten die Hanauer einen Wurf blocken und kamen mit etwas Glück in Ballbesitz. Beer zog die grüne Karte, unterbrach das Spiel und stellte seine Mannschaft noch einmal für den letzten Angriff ein. Der verlief perfekt und Reuter netzte quasi mit der Schlusssirene zum vielumjubelten Sieg ein.

MSG Groß-Bieberau/Modau - SC Magdeburg II 35:28 (15:12)
Nach einer sehr starken Leistung kamen die Groß-Bieberauer zu einem 35:28-Erfolg, der teilweise sehenswert herausgespielt wurde. Vor allem in der Schlussphase der Partie zeigten die Falken noch das ein- oder andere Kabinettstückchen und ein Kempator von Lucas Bauer wurde viel umjubelt. Die Abwehr der Gäste schob sich nach vorne, doch die Falken hielten dagegen und führten nach 35 Minuten mit 18:13. Der schönste Angriff des bisherigen Spiels führte zum 20:14 durch Hrvoje Batinovic, als eine schnelle Ballstafette über die gesamte Angriffsseite den Kroaten in beste Wurfposition brachte. Da gab es Szenenapplaus von den Zuschauerrängen. Über die gesamte zweite Halbzeit zeigten sich die Gastgeber torhungrig, doch konnten die Gäste die Niederlage in Grenzen halten. Da half ganz sicher auch der ein- oder andere Siebenmeter, den sie zum Staunen der 450 Zuschauer zugesprochen bekamen. Doch an der guten Laune in der Großsporthalle änderte das nichts.

Die weiteren Ergebnisse:
HSC Coburg II - HSG Rodgau Nieder-Roden 23:25 (14:12)
HSV Bad Blankenburg - TV Gelnhausen 27:21 (13:10)
SV Anhalt Bernburg - GSV Eintracht Baunatal 27:33 (14:17)



Pl. Team Sp. Tore G.-Tore Diff. Pkt.
1. TV Großwallstadt 12 355 299 56 18:6
2. SG Leutershausen 12 328 308 20 16:8
3. HSG Rodgau Nieder-Roden 12 318 305 13 14:10
4. HC Erlangen II 13 357 343 14 14:12
5. HSG Hanau 12 327 321 6 13:11
6. SC Magdeburg II 12 366 375 -9 13:11
7. HSC Bad Neustadt 13 316 317 -1 13:13
8. Germ. Großsachsen 13 339 354 -15 13:13
9. Northeimer HC 11 317 310 7 12:10
10. MSG Groß-Bieberau/Modau 12 332 321 11 12:12
11. SV Anhalt Bernburg 12 340 337 3 12:12
12. HSC Coburg II 12 325 343 -18 11:13
13. GSV Eintracht Baunatal 12 329 350 -21 10:14
14. HSV Bad Blankenburg 12 303 319 -16 8:16
15. TV Gelnhausen 12 309 328 -19 8:16
16. SG Bruchköbel 12 303 334 -31 7:17

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