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22.11.2017 14:45 Uhr - 3. Liga Ost - noa

3. Liga kompakt - Oststaffel: Leutershausen bleibt an Großwallstadt dran, Befreiungsschlag für Bruchköbel

Lucas Lorenz gewann mit Hanau gegen NortheimLucas Lorenz gewann mit Hanau gegen Northeim
Quelle: HSG Hanau
Spannend und unvorhersehbar bleibt die 3. Liga Ost. Während lediglich der TV Großwallstadt mit hohen Siegen überzeugt, werden zahlreiche Partien mit nur einem Tor entschieden. So gewann unter anderem die SG Leutershausen, die durch den knappen Auswärtssieg in Gelnhausen erster Verfolger des TVG bleibt. Im Tabellenkeller verteidigte die SG Bruchköbel ihren Vorsprung gegen den HSC Coburg II und feierte nach zuletzt fünf erfolglosen Spielen wieder einen Sieg.

TV Germania Großsachsen - TV Großwallstadt 17:28 (6:13)
Großwallstadt bleibt weiterhin die beste Mannschaft der Liga und feierte den siebten Sieg in Folge. Die gute Form des ehemaligen Bundesligisten bekam auch Großsachsen zu spüren. "Wir haben demonstriert, was Abwehrarbeit heißt", brachte es TVG-Trainer Manfred Hofmann auf den Punkt, dessen Schützlinge im ersten Durchgang nur drei Gegentore aus dem Feld kassierten. Dies führte dazu, dass sie bereits zur Pause mehr als doppelt so viele Treffer wie der Gegner vorzuweisen hatten, und nach Wiederanpfiff bauten sie ihre Führungsrolle binnen sechs Minuten auf zehn Tore aus. "Eine starke Abwehr mit gutem Torhüter war die Basis", so Großwallstadts Rechtsaußen Michael Spatz, der ergänzt wissen wollte: "Vielen Dank an die zahlreichen mitgereisten Unterstützer!" "Wir haben uns unheimlich viel vorgenommen und sind auch gut in die Partie gestartet. Nach der Verletzung von Philipp und der Roten Karte von Robin war das alles über den Haufen geworfen. Wir haben dann einfachste Chancen liegen lassen und jede Menge technische Fehler produziert. Das hat Großwallstadt eiskalt ausgenutzt. Die haben das dann einfach auch stark gespielt", so Großsachsens Trainer Stefan Pohl.

TV Gelnhausen - SG Leutershausen 28:29 (15:16)
Mit einem hauchdünnen Sieg ist die SG Leutershausen in der Spur geblieben und bleibt erster Verfolger des TV Großwallstadt. SGL-Cheftrainer Marc Nagel nach der Begegnung: "Das war für uns ein wichtiger Schritt nach vorne. Natürlich war das jetzt ein Lernprozess - wir haben gezeigt, dass wir nun auch die engen Spiele am Ende für uns entscheiden können." Bis zur Halbzeitpause waren es vor allem Regisseur Bauer, Rückraumschütze Felix Jaeger und Rechtsaußen Sascha Pfattheicher, die im Angriff für Torgefahr sorgten. In die Kabinen ging es mit einer 16:15-Auswärtsführung für die Roten Teufel. Gelnhausen gab sich nicht geschlagen, kämpfte sich zurück in die Partie und sorgte für eine spannende Schlussphase. Als Max Bechert fünf Minuten vor Spielende den 27:27-Ausgleich erzielte, war der Ausgang der Partie wieder völlig offen. Für die letzten zwei Teufel-Tore sorgte dann wieder Kapitän Ruß: Beim Stand von 28:28 behielt der Linksaußen 15 Sekunden vor Schluss vom Siebenmeterstrich die Nerven und erzielte den umjubelten Siegtreffer. Im Gegenzug hielt SGL-Schlussmann Alexander Hübe den Auswärtssieg fest.

SG Bruchköbel - HSC Coburg II 24:23 (13:9)
Mit einem Kraftakt hat sich die SG Bruchköbel den dritten Heimsieg gesichert und damit die Negativserie von fünf verlorenen Spielen beendet. Somit gab die SG die "rote Laterne" an den TV Gelnhausen weiter und ließ ebenfalls den HSV Bad Blankenburg hinter sich. Vor Bruchköbel rangiert der aktuelle Gegner HSC Coburg II, der jetzt noch zwei Zähler Vorsprung vor den Abstiegsrängen hat. Dabei zehrten die Hausherren vor allem von der 15:9-Führung nach 35 Minuten. Coburg ließ viele Chancen liegen, welche wiederum von Bruchköbel ausgenutzt wurden. Zwar büßte die SG in der Schlussphase an Kraft ein, konnte sich aber in den letzten Minuten ohne weiteren Gegentreffer über die Ziellinie retten. Die Aufholjagd von Coburg II kam zu spät.

Northeimer HC - HSG Hanau 28:29 (16:12)
Die HSG Hanau entwickelt sich derzeit in der 3. Handball-Liga Ost zum absoluten Thriller-Spezialisten. Nach dem Sieg in letzter Sekunde in der Vorwoche gegen Erlangen, krönte das Team von Trainer Patrick Beer beim 29:28 (12:16)-Erfolg beim Northeimer HC eine spektakuläre Aufholjagd mit dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison. "Wir haben im zweiten Durchgang richtig Gas gegeben, sind immer drangeblieben und haben auch nach Rückschlägen nicht aufgegeben", sagte Beer. Nach 51 Minuten traf Marc Strohl erstmals zum Ausgleich (25:25). Zuvor hatte Can Adanir insbesondere bei Siebenmetern geglänzt und war ein guter Rückhalt seiner Mannschaft. Insgesamt vier Strafwürfe konnten die Gastgeber nicht verwandeln. Reuter, der mit zwölf Toren bester Hanauer Schütze war, verwandelte dagegen sechs seiner sieben Versuche. Jeweils vier Mal trafen Marius Brüggemann und Lucas Lorenz aus dem Spiel heraus ins Netz.

HSG Rodgau Nieder-Roden - SV Anhalt Bernburg 25:24 (14:13)
Nachdem die Rodgauer im bisherigen Saisonverlauf schon zweimal in der letzten Sekunde durch einen selbst erzielten Treffer zu Punkten kamen, war es diesmal ein abgewehrter Siebenmeter, der die heimischen Zuschauer beim 25:24 in einen kollektiven Jubelrausch versetzte. Protagonist der turbulenten Schlussminute war Sandro Friedrich, der den umstrittenen Strafwurf parierte und damit seinem Team gegen den SV Anhalt Bernburg den vierten Heimsieg sicherte. Auch Trainer Redmann war über den vierten Heimsieg der Saison glücklich: "Mich freut es einfach wahnsinnig, dass sich die Jungs heute wieder für den Aufwand belohnt haben und ganz besonders für Matchwinner Sandro, der neben dem letzten Wurf auch noch einige andere ganz wichtige Bälle gehalten hat."

Die weiteren Ergebnisse des Spieltags
SC Magdeburg II - HSC Bad Neustadt 29:21 (17:10)
GSV Eintracht Baunatal - HSV Bad Blankenburg 26:24 (11:14)
HC Erlangen II - MSG Groß-Bieberau/Modau 34:22 (14:9)

Pl. Team Sp. Tore G.-Tore Diff. Pkt.
1. TV Großwallstadt 13 383 316 67 20:6
2. SG Leutershausen 13 357 336 21 18:8
3. HSG Rodgau Nieder-Roden 13 343 329 14 16:10
4. HC Erlangen II 14 391 365 26 16:12
5. HSG Hanau 13 356 349 7 15:11
6. SC Magdeburg II 13 395 396 -1 15:11
7. HSC Bad Neustadt 14 337 346 -9 13:15
8. Germ. Großsachsen 14 356 382 -26 13:15
9. Northeimer HC 12 345 339 6 12:12
10. SV Anhalt Bernburg 13 364 362 2 12:14
11. MSG Groß-Bieberau/Modau 13 354 355 -1 12:14
12. GSV Eintracht Baunatal 13 355 374 -19 12:14
13. HSC Coburg II 13 348 367 -19 11:15
14. SG Bruchköbel 13 327 357 -30 9:17
15. HSV Bad Blankenburg 13 327 345 -18 8:18
16. TV Gelnhausen 13 337 357 -20 8:18




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