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30.11.2017 18:16 Uhr - 3. Liga Ost - noa

3. Liga kompakt - Oststaffel: Großwallstadt und Leutershausen im Gleichschritt

Torhüter Sebastian Schermuly war der Held der HSG Hanau beim Sieg gegen Bad NeustadtTorhüter Sebastian Schermuly war der Held der HSG Hanau beim Sieg gegen Bad Neustadt
Quelle: HSG Hanau
Die Spreu vom Weizen scheint sich langsam zu trennen. Mittlerweile sind der TV Großwallstadt und die SG Leutershausen die einzigen Mannschaften in der 3. Liga Ost, die Verlustpunkte im einstelligen Bereich vorweisen können. Auch am vergangenen Spieltag siegten Tabellenführer und Verfolger, während sich die HSG Hanau nach vorne schob.

MSG Groß-Bieberau/Modau - TV Großwallstadt 23:24 (12:13)
Bereits zum achten Mal in unmittelbarer Folge ging der TV Großwallstadt als Sieger vom Parkett und untermauerte damit einen Spieltag vor Ende der Hinrunde seine Tabellenführung. Doch um die Auswärtspunkte gegen Groß-Bieberau/Modau musste der TVG lange kämpfen. "Wir haben uns überraschen lassen von der MSG", bekannte TVG-Trainer Manfred Hofmann nach der Partie, "und uns schwer getan". Bis auf 12:9 lagen die Hausherren nach 25 Minuten vorne, wussten dann aber nicht mehr nachzulegen. Dies lag vor allem daran, dass Markus Podsendek, der nach 20 Minuten für Stefan Koppmeier ins Tor der Großwallstädter gekommen war, nun einige Bälle abwehrte und in die Rolle schlüpfte, die kurz zuvor auf der Gegenseite noch Schlussmann Martin Juzbasic innegehabt hatte. Dank fünf Toren in Serie, gelang es Großwallstadt bis Ende der Hälfte sogar selbst 12:13 vorne zu liegen. Spannend blieb es auch nach dem Seitenwechsel bis zum Schluss.

Obwohl der TVG in der Deckung überzeugte, aber im Angriff nicht nur bei Siebenmetern nicht immer zu gefallen wusste, waren nun die Chancen auf einen weiteren Sieg hoch. Groß-Bieberau/Modau war aber noch immer nicht endgültig in die Knie gezwungen, verkürzte per Kempa-Trick auf 23:24 und hätte sogar noch ausgleichen können. "Dramatisch", so Thorsten Schmid über den dann folgenden Wurf von Markus Semmelroth, der an TVG-Torhüter Markus Podsendek und dem rechten Pfosten scheiterte, "dass ausgerechnet Markus vergibt, der davor schon elfmal getroffen hatte". Der Jubel beim TVG war umso größer, denn ein, so Manfred Hofmann, interessantes Kampfspiel, das viel Spannung bot, fand mit dem TVG einen glücklichen Sieger.

HSG Hanau - HSC Bad Neustadt 29:24 (13:10)
Egal wohin der Ball auch folg, Sebastian Schermuly war schon da. Der Torhüter der HSG Hanau erwischte gegen den HSC Bad Neustadt in der 3. Liga Ost einen dieser besonderen Tage. Schermuly hätte vermutlich auch mit verbundenen Augen Purzelbäume schlagen können, er hätte die heranfliegenden Bälle trotzdem pariert. Und so führte der Kapitän seine Mannschaft vor 580 begeisterten Zuschauern in der Main-Kinzig-Halle mit einer Gala-Vorstellung zu einem ungefährdeten 29:24 (13:10)-Erfolg gegen die Gäste aus der Rhön. In der Tabelle ging es weit nach oben. "Es ist verrückt. In dieser Liga kann es ganz schnell in alle Richtungen gehen. Aber wir genießen jetzt erstmal den dritten Tabellenplatz und schauen dann, was in Großwallstadt passiert", sagte Trainer Patrick Beer. Der Coach wusste nach der Partie, bei wem er sich zu bedanken hatte. "Sebastian Schermuly hat eine herausragende Leistung gezeigt und vor allem in der ersten Halbzeit einige wichtige Bälle pariert", stelle Beer seinem Torhüter ein Extralob aus.

Northeimer HC - SC Magdeburg II 37:33 (23:16)
Nach der schweren Verletzung von Tim Gerstmann und der knappen Heimniederlage vor Wochenfrist gegen Hanau wollte das Drittligateam des NHC eine Trotzreaktion zeigen. Diese gelang vor 500 begeisterten Zuschauern eindrucksvoll. Gegen das junge und dynamische Magdeburger Team spielte der NHC mit dem wiedergenesenen Jannes Meyer eine beeindruckende 1. Halbzeit. Über 8:4 und 14:7 führte der NHC bis zur Halbzeitpause mit 23:16. In der 2. Halbzeit wurde es beim 28:25 und beim 31:29 nochmals eng. Doch je zweimal Sören Lange und Max Berthold, bei diesem Spiel mit viel Zug zum Tor und 9 Treffern, sorgten für die Entscheidung.

SV Anhalt Bernburg - SG Leutershausen 26:31 (11:15)
Leutershausen-Trainer Marc Nagel lobte seine Mannschaft nach dem Auswärtserfolg: "Das war unsere beste Auswärtsleistung bisher. Wir haben sehr konzentriert gespielt, vor allem unsere Abwehr war in der ersten Halbzeit sehr gut. Das war wirklich sehr souverän heute." Abwehrmann Daniel Zourek kassierte bereits nach 35 Minuten seine dritte Zwei-Minuten-Strafe der Partie, sah demzufolge die Rote Karte und durfte nicht mehr eingreifen. Doch Leutershausen blieb stabil. Das Spiel wurde härter, Felix Jaeger musste zweimal das Feld blutend verlassen. Nagel: "Es war schon sehr umkämpft." Doch die Leistung blieb konstant stark: Vorne spielte man zielstrebig, die Abwehr stand kompakt - und SGL-Schlussmann Alexander Hübe erwischte zudem mal wieder einen starken Tag. Spätestens als Rechtsaußen Sascha Pfattheicher zehn Minuten zum 26:21 einnetzte, war die Partie entschieden und die Roten Teufel konnten den zweiten Auswärtserfolg in Serie feiern.

HSG Rodgau Nieder-Roden - SG Bruchköbel 25:25 (13:10)
Ausverkaufte Halle, beste Stimmung und zwei Mannschaften, die zumindest in kämpferischer Hinsicht voll überzeugten. Die gut 600 Zuschauer in der Wiesbadener Str. bekamen am Samstagabend ein rassiges Derby zu sehen. Nach einer absolut ausgeglichenen Anfangsphase fanden die Hausherren gegen die kompakt stehende Gäste-Defensive allmählich zu ihrem Spiel. Über 4:4 und 8:6 lag man beim 11:7 mit vier Toren in Front. Doch der Vorsprung schmolz im weiteren Spielverlauf. Die Partie wurde in der zweiten Halbzeit immer zerfahrener und die Bruchköbler nutzten die entstandenen Räume etwas besser als die Rodgauer. So pirschte sich der Aufsteiger nach und nach heran, spätestens beim 17:17 war die Begegnung wieder komplett offen.

Auf Seiten der Gastgeber machte sich ein deutlicher Kräfteverschleiß erkennbar, gegen die aggressive Deckung musste man viel investieren, um sich Chancen zu erarbeiten. Dies misslang immer häufiger und nach einem 0:3 Lauf geriet man beim 19:20 sogar in Rückstand. Doch nun mobilisierten Keller & Co. auch die letzten Kraftreserven. Ständig lief man einem Rückstand hinterher, schaffte es aber immer wieder auszugleichen. Beim 24:25 kurz vor Schluss musste man trotzdem schon die zweite Heimniederlage befürchten. Nach einem feinen Anspiel an Christian Schmid wurde dieser gefoult, den fälligen Strafwurf verwandelte Kohlstrung nervenstark zum 25:25.

Pl. Team Sp. Tore G.-Tore Diff. Pkt.
1. TV Großwallstadt 14 407 339 68 22:6
2. SG Leutershausen 14 388 362 26 20:8
3. HSG Rodgau Nieder-Roden 14 368 354 14 17:11
4. HSG Hanau 14 385 373 12 17:11
5. HC Erlangen II 14 391 365 26 16:12
6. SC Magdeburg II 14 428 433 -5 15:13
7. Northeimer HC 13 382 372 10 14:12
8. GSV Eintracht Baunatal 14 389 398 -9 14:14
9. Germ. Großsachsen 14 356 382 -26 13:15
10. HSC Bad Neustadt 15 361 375 -14 13:17
11. MSG Groß-Bieberau/Modau 14 377 379 -2 12:16
12. SV Anhalt Bernburg 14 390 393 -3 12:16
13. HSC Coburg II 14 372 391 -19 12:16
14. SG Bruchköbel 14 352 382 -30 10:18
15. HSV Bad Blankenburg 14 351 369 -18 9:19
16. TV Gelnhausen 14 361 391 -30 8:20


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