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26.07.2017 14:17 Uhr - 2. Bundesliga - Andreas Joas

Konstanz ohne acht Stammkräfte mit Testniederlage

Schwer erkrankt: Maximilian SchwarzSchwer erkrankt: Maximilian Schwarz
Quelle: Peter Pisa
Die Hiobsbotschaften reißen für die HSG Konstanz derzeit nicht ab. Nachdem Michael Oehler nach einer Operation länger ausfallen wird, Benjamin Schweda verletzt ist, Shooter Mathias Riedel heute bei der MRT seine genaue Diagnose erhalten soll und auch Torwart Konstantin Poltrum an einer Bänderverletzung laboriert, ist zusätzlich Neuzugang Maximilian Schwarz schwerer erkrankt und droht ebenso mehrere Wochen auszufallen wie Mathias Riedel.

Dazu waren Kapitän Fabian Schlaich und Leistungsträger Paul Kaletsch studien- beziehungsweise berufsbedingt verhindert und Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann spielt derzeit mit der deutschen U21-Nationalmannschaft um den Viertelfinaleinzug bei der WM in Algerien. Ohne acht Stammkräfte und mit nur elf Spielern musste sich die HSG Konstanz im zweiten Testspiel beim Drittligisten SV Salamander Kornwestheim mit 29:30 (17:19) geschlagen geben.

"Die ersten 10 bis 15 Minuten waren dabei eine Kopie unseres ersten Tests gegen die Reserve der Rhein-Neckar Löwen", schüttelte Daniel Eblen den Kopf. Wieder stand Konstanz im Positionsangriff schon ganz ordentlich in der Defensive, brachte sich aber mit teils leichtfertigen Ballverlusten in der Offensive selbst um den Lohn und kassierte alleine in der ersten Halbzeit acht Gegentore durch Tempogenstöße.

Die Eblen-Equipe musste so von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen, der auf vier Tore anwuchs und zur Pause auf 17:19 verkürzt werden konnte, weil sich die HSG im Angriff langsam etwas stabilisierte. "So viele leichte Gegentore sind einfach zu viel", sagte der Konstanz-Coach. In der zweiten Halbzeit war er vor allem mit einer immer besser formierten Deckung zufrieden, die seiner sehr jungen Mannschaft in der letzten Viertelstunde zwischenzeitlich sogar den Ausgleich und die Führung ermöglichte, ehe ein hochmotivierter SV Kornwestheim am Ende doch in tobender Halle den vermeintlichen, jedoch geschwächten Favoriten aus der 2. Bundesliga niedergerungen hatte. "Natürlich hätten uns heute mehr Spieler gutgetan", erklärte Daniel Eblen nüchtern, schob aber ohne Umschweife hinterher: "nur hat auch die Konzentration gefehlt und wir haben uns gerade dann, wenn wir herangekommen sind, wieder Fehlwürfe geleistet."

Es sei schon spürbar gewesen, dass zahlreiche Leistungsträger gefehlt haben, dennoch hatte sich der 42-jährige A-Lizenzinhaber mehr erhofft als nur einige gute Phasen. "Aber es mussten viele 60 Minuten gehen, die unseren Rhythmus noch nicht kennen und erst eine Woche dabei sind." Insgesamt fehle wie erwartet die Abstimmung und Eblen hat Verständnis für Fehler in hohem Tempo, die darauf zurückzuführen sind. "Aber wenn wir langsam spielen und dabei noch so viele technische Fehler machen, das darf nicht sein", so Eblen. "Daran müssen und werden wir arbeiten. Unsere jungen, unerfahrenen Spieler brauchen noch etwas Zeit und die bekommen sie. Wir werden diese Erfahrungen machen und zusammen lernen." Die nächste Gelegenheit dazu besteht bereits am Freitag, wenn der Meisterschafts-Dritte und Schweizer Halbfinal-Teilnehmer HC Kriens-Luzern um 19.30 Uhr in der Geschwister-Scholl-Halle in Konstanz erwartet wird.

HSG Konstanz: Maximilian Wolf (Tor); Tom Wolf (3), Julius Heil, Felix Krüger (5), Fabian Maier-Hasselmann (3), Felix Klingler (6), Felix Gäßler (3), Tim Jud (4), Samuel Wendel (2), Chris Berchtenbreiter (1), Sebastian Bösing (2)

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