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13.09.2017 09:31 Uhr - 2. Bundesliga - Th. Levknecht

"Jung, wild, hungrig" - Rimpar-Trainer Matthias Obinger vor Gastspiel in Eisenach im Interview

Matthias ObingerMatthias Obinger
Quelle: DJK
Am Freitag, 15.09.2017 empfängt der ThSV Eisenach zu Teil 1 eines Doppelspiel-Wochenendes um 19.30 Uhr die DJK Rimpar Wölfe, die in der Vorsaison haarscharf den Bundesliga-Aufstieg verpassten. Thomas Levknecht sprach mit Matthias Obinger, dem Coach der Rimpar Wölfe, zur aktuellen Lage.

Ihre Mannschaft war erneut Spätstarter in die Saison. In der s.oliver Arena in Würzburg, Ihrer Heimstätte wurde gebaut. Um welche Maßnahmen ging es da?

Matthias Obinger:
Die komplette Deckenbeleuchtung im Hallenbereich und im Foyer wurde modernisiert. Auch im Blick auf die Spiele der Basketballer. Die s.oliver Arena stand im gesamten August nicht zur Verfügung.

Steht Ihnen mit Dr. Rolf Brack ein Trainerfuchs weiter zur Seite?

Matthias Obinger:
Rolf Brack, eigentlich mein Mentor, steht uns als Berater im sportlichen Bereich zur Seite. Ich tausche mich mit ihm nahezu täglich aus. Prall gefüllt ist seine Schublade mit Kniffen, die wir für uns nutzen können.

Ein Sieg, eine Niederlage steht für die Rimpar Wölfe zu Buche; zufrieden mit dem Auftakt?

Matthias Obinger:
Nein. Der Auftakt mit dem Sieg in Saarlouis war gut. Es folgte die knappe Heimniederlage gegen den ASV Hamm-Westfalen. Mit 26 Fehlwürfen ist in dieser Liga kein Punkt zu holen. Schon gar nicht gegen den cleveren ASV Hamm-Westfalen. Wir haben also noch gehörig Luft nach oben, werden uns von Spieltag zu Spieltag steigern.

Was haben Sie neben der Fehlwurfquote als Ursachen der Heimniederlage ausgemacht?

Matthias Obinger:
Beim 21:21 trafen wir zum Ausgleich, doch uns fehlte die Kaltschnäuzigkeit, um den Bock noch umzustoßen. In punkto Abgeklärtheit und Kaltschnäuzigkeit war uns der ASV Hamm-Westfalen überlegen, der gute Chancen hat, die Saison auf einen Platz unter den ersten Fünf abzuschließen.

Sie haben mit Patrick Gempp nur einen externen Neuzugang. Sie vertrauen also jener Mannschaft, die im Vorjahr überraschend Tabellen-Vierter wurde?

Matthias Obinger:
Wir sind ein Verein, der auf die eigene Jugend, auf Talente aus der Region setzt. Der vom TV Großwallstadt gekommene Junioren-Auswahlspieler Patrick Gempp passte da bestens rein. Gerade haben wir auch zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs in den Kader des Zweitbundesligateams eingebunden. Unsere Personalstrategie hat natürlich auch finanzielle Gründe. Ich vertraue unserer Mannschaft der Vorsaison!

Es war zu lesen, Sie rechnen nicht mit der Wiederholung der spektakulären Vorjahresplatzierung?

Matthias Obinger:
Im Vorjahr lief vieles nahezu optimal. Das wird sich in der neuen Saison nicht zwangsläufig wiederholen Wir werden natürlich unser Bestes geben. Doch die Erstliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten, Bergischer HC und der HSC Coburg sind die Top-Favoriten für den Aufstieg. Die Teams, die in der Vorsaison hinter uns einkamen, haben sich namhaft verstärkt. Der ThSV Eisenach hat mit der Verpflichtung von Ibai Meoki neue Qualitäten auf der Spielmacherrolle hinzugewonnen. Einen solchen Mann können wir uns nicht leisten. Ich würde mich freuen, wenn wir die Saison im einstelligen Bereich beenden. Wird es vielleicht Platz 6, ist die Freude ganz groß. Um zu punkten, müssen wir in jedem Spiel 110 Prozent geben. Wir werden unseren Weg mit jungen deutschen Spielern weiter beschreiten.

Steht ein Erstliga-Aufstieg überhaupt auf Ihrer Agenda?

Matthias Obinger:
Wir verfolgen zielstrebig unser Projekt 2020. Wir wollen uns unter den besten 25 Teams in Deutschland etablieren. Wir spielen gerade unsere 5. Saison in der 2. Handballbundesliga; das sollte nicht vergessen werden. Ich bekenne, mit einem Auge schielen wir schon in Richtung 1. Bundesliga. Fast war es ja in der Vorsaison bereits soweit.

Wie würden Sie Ihr Team charakterisieren?

Matthias Obinger:
Jung, wild, hungrig, ehrlich schaffend. Jugend forscht, das trifft auf uns zu.

Welche Spielphilosophie verfolgen Sie?

Matthias Obinger:
Aus einer stabilen Abwehr mit schnellem Umschaltspiel richtig Fahrt aufnehmen und den Gegenstoß effizient abschließen.

Mit welcher Strategie, mit welchem Personal kommen Sie nach Eisenach?

Matthias Obinger:
Bis auf den sich in der Vorsaison einen Kreuzbandriss zuziehenden Max Bauer werden wir wahrscheinlich unseren kompletten Kader zur Stelle haben. In der Vorsaison kamen wir in den Genuss, zwei Punkte aus der Werner-Aßmann-Halle zu entführen. Der Stachel dürfte beim ThSV Eisenach tief sitzen. Wiedergutmachung wird angesagt sein. Doch chancenlos sind wir nicht! Aus einer kompakten Abwehr wollen wir zum Gegenstoß ansetzen, zugleich unsere Qualitäten im Positionsangriff zum Tragen bringen.

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Männer · 2. Bundesliga · Saison 2017/2018
4. Spieltag · 15.09.2017 · 19:30 Uhr
ThSV Eisenach28:29
DJK Rimpar
Werner-Aßmann-Halle Eisenach · Zuschauer : 1408
Torschützen: Wöhler(7), Saul(5), Gerlich(4/3), Meoki Echeveste(4), Niemeyer(3), Mürköster(2), Urban(1), Schliedermann(1), Weyhrauch(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 4
Rot:
Torschützen: Schmidt(10/6), Brielmeier(4), Kaufmann(4), Sauer(3), Schömig(2), Schäffer(2), Herth(1), Kraus(1), Gempp(1), Schmitt(1),
Siebenmeter: 6 / 6
Zeitstrafen: 4
Rot:

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