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17.10.2017 16:03 Uhr - 2. Bundesliga - Andreas Joas

Felix Krüger vor Heimspiel: "Wollen Anschluss herstellen, mit aller Macht und allem, was wir haben"

Felix KrügerFelix Krüger
Quelle: HSG Konstanz
Nach einer über 40 Minuten außerordentlich starken Vorstellung beim neuen Tabellenzweiten TV Emsdetten, der weiter ungeschlagen in der 2. Bundesliga ist, bekam die HSG Konstanz viel Lob und Respekt des Spitzenteams und seines Trainers Daniel Kubes (auch tschechischer Nationaltrainer) entgegengebracht, stand nach der 26:31 (12:14)-Niederlage aber erneut trotz guter Leistung ohne Punkte da. Dabei ließ sich Konstanz selbst die Ausfälle der fünf wichtigen Spieler Fabian Schlaich, Michael Oehler, Mathias Riedel, Samuel Wendel und Sebastian Bösing nicht anmerken. Vor dem nun folgenden wichtigen Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen den Wilhelmshavener HV sprach Rückraumspieler Felix Krüger (23) mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas über die gute Leistung mit einem extrem jungen Kader, die Knackpunkte und über das wichtige Heimspiel der HSG am Samstag, 20 Uhr, gegen den direkten Konkurrenten Wilhelmshaven.

Felix, vor dem Spiel wäre eine Fünf-Tore-Niederlage bei einem Gegner, der einen unglaublichen Lauf hat, gerade angesichts der langen Verletztenliste sicher als respektables Ergebnis durchgegangen. Nun war nach beeindruckenden 40 Minuten vielleicht sogar mehr drin.

Felix Krüger:
Wir haben eine richtig gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten haben wir gegen Ende ein paar einfache Gegentore in der Abwehr zugelassen. Dadurch hatten wir den Druck, vorne unbedingt ein Tor werfen zu müssen. Die Verletzungen wollten wir außen vor lassen, das passiert - jeder Mannschaft. Das gehört dazu und kann diese Saison auch noch öfter so sein.

Trotzdem ist es gelungen, der Mannschaft der Stunde alles abzuverlangen. Wodurch?

Felix Krüger:
Vielleicht haben wir Emsdetten am Anfang ein wenig mit unserer 5:1-Abwehr überrascht. Wir sind gut gestanden und haben gut gedeckt. So war es für Konsti im Tor einfacher, der uns gut geholfen hat. Uns ist es gelungen, die einfachen Tore, die Emsdetten sonst so stark machen, zu verhindern - und vorne haben wir immer wieder Nadelstiche gesetzt. Emsdetten musste so hart für seine Tore kämpfen, deshalb sind wir dran - und im Spiel geblieben.

Also alles drin für den zweiten Durchgang, trotz eines Aufgebots, das als ältesten Spieler Fabian Maier-Hasselmann auswies - mit Mitte 20.

Felix Krüger:
Genau. In der Pause haben wir dann die Unzufriedenheit und den Ärger beim TVE mitbekommen. Das hat natürlich gut getan, wir wussten, wir müssen dranbleiben und genauso eine Abwehr wie in der ersten Hälfte spielen. Teilweise hat das jedoch nicht mehr funktioniert. So gesehen ist es schade, denn mit der Deckung der ersten Halbzeit schaffen wir es wahrscheinlich noch länger dranzubleiben und am Ende ist noch was drin. Im Großen und Ganzen muss man aber festhalten, dass Emsdetten eine richtig gute Mannschaft ist, die individuell hervorragend besetzt ist. Was Merten Krings spielt, ist einfach stark. In der zweiten Halbzeit waren sie einfach besser. Wir haben dennoch gut zusammengehalten und uns gut gespusht.

Jetzt kommt am Samstag, 20 Uhr, mit Wilhelmshaven ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt in die Schänzlehölle. Was ist die Marschroute?

Felix Krüger:
Wir hoffen, dass wir in unserer Schänzlehölle wieder eine riesige Unterstützung unserer Fans bekommen. Die brachen wir unbedingt, genauso wie einen Sieg. Wir wollen gewinnen und wir wollen die zwei Zähler. Dafür werden wir alles reinwerfen. Und je mehr Unterstützung wir von den Fans bekommen, desto leichter fällt es uns, in unserer momentanen Situation und wenn es eng ist. Wir wollen den Anschluss herstellen, mit aller Macht und allem, was wir haben, zusammen mit einem kochenden Hexenkessel.

Was erwartest Du vom Gegner, der sicher, trotz Auswärtsspiel, Ähnliches vorhat?

Felix Krüger:
Ich bin mir sicher, dass wir unsere Chance haben werden und es eine enge Kiste wird. In der letzten Saison haben wir zweimal gezeigt, dass wir diese für uns entscheiden können (34:33 und 27:26-Siege der HSG gegen den WHV, d. Red.). Wir sind auf Augenhöhe. Wenn wir so spielen, wie in Emsdetten in der ersten Halbzeit, ist auf jeden Fall etwas drin. Wir werden einfach Gas geben.

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