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14.11.2017 15:04 Uhr - 2. Bundesliga - Thomas Levknecht, red

"Kampf ohne Lohn": ThSV Eisenach weiter auf einem Abstiegsplatz

Christoph JauernikChristoph Jauernik
Quelle: sportfotoseisenach/F. Arnold
Es wurde nichts mit der Trendwende. Eine Woche nach dem über weite Strecken souveränen 32:27-Erfolg beim HC Rhein Vikings kassierte der ThSV Eisenach am Doppelspieltag zwei Niederlagen. Dem 27:29 in eigener Halle gegen den HSC Coburg folgte ein 27:30 beim HC Elbflorenz Dresden. Der Traditionsverein von der Wartburg sitzt mit nur vier Pluszählern im Tabellenkeller fest.

Duplizität beider Spiele: Das vorzeitige Aus für Leistungsträger durch umstrittene Schiedsrichterentscheidungen vor Beginn der Schluss-Viertelstunde die Knackpunkte. Im Heimspiel gegen den HSC Coburg verhängte das Schiedsrichtergespann gegen Rückraum-Shooter Matthias Gerlich, bis dahin 7 Treffer gegen seinen Ex-Verein, die dritte Zeitstrafe. "Das war natürlich eine Hypothek", bekannte Jan Gorr, der Trainer des HSC Coburg. In der erstmals ausverkauften BallsportArena Dresden hatte Duje Miljak gerade zur 19:18-Führung für die Wartburgstädter eingenetzt, soll beim Zurücklaufen durch den Mittelkreis gelaufen sein. Die Spielleiter, sahen dies als strafwürdiges Vergehen und schickten mit der dritten Zeitstrafe Eisenachs Abwehrchef vom Parkett.

"Das war die ausschlaggebende Szene. Nach vorn spielten wir zwar weiter sehr effektiv, aber in der Abwehr gelang es uns nicht mehr, die Bälle zu erobern", konstatierte Eisenachs Trainer Christoph Jauernik. "Die rote Karte für Duje Miljak, kostete der Eisenacher Abwehr an Stabilität, in der Folge wohl auch Körner, die im Angriff fehlten?, erklärte Timi Meinl, vor 10 Jahren im Tor des ThSV Eisenach, jetzt Torwarttrainer beim HC Elbflorenz Dresden. Trotz packenden Fights, vieler erfolgreich praktizierter taktischer Kniffe und ganz viel Leidenschaft, die Wartburgstädter reisten mit leeren Händen zurück, belegen nach 13 von 38 Spieltagen einen Abstiegsplatz.

Der ThSV Eisenach, mit Adrian Wöhler auf Links- und Willy Weyhrauch auf Rechtsaußen, Matthias Gerlich, Marcel Schliedermann und Alexander Saul im Rückraum, Justin Mürköster am Kreis (von Duje Miljak zu Abwehraufgaben abgelöst) sowie Jan-Steffen Redwitz im Tor, startete mit ganz viel Leidenschaft in der Abwehr. "Mit seinem taktischen Schachzug, 7 gegen 6 zu spielen, hat uns Eisenachs Trainer Christoph Jauernik vor erhebliche Probleme gestellt. Ehrlich, wir hatten keine Antwort darauf", gestand Timo Meinl aus dem Trainerteam der Sachsen. Dennoch reichte es nicht zum Sieg für den ThSV.

Am Samstag, den 18.11.2017 nimmt er nun einen neuen Anlauf, um den ersten Heimsieg der Saison zu verbuchen. Eintracht Hagen, gerade im Aufsteigerduell 31:19-Sieger über Eintracht Hildesheim, gastiert dann in der Werner-Aßmann-Halle.

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Männer · 2. Bundesliga · Saison 2017/2018
13. Spieltag · 12.11.2017 · 17:00 Uhr
HC Elbflorenz30:27
ThSV Eisenach
Energieverbund-Arena · Zuschauer : 2581
Torschützen: Boese(7), Dierberg(6/3), Kammlodt(4), Buschmann(4), Hruscak(3), de Santis(2), Quade(2), Jurgeleit(1), Becvar(1),
Siebenmeter: 3 / 3
Zeitstrafen: 4
Rot:
Torschützen: Saul(8/2), Gerlich(5/1), Mürköster(5), Weyhrauch(4), Miljak(2), Iffert(1), Luther(1), Wöhler(1),
Siebenmeter: 3 / 4
Zeitstrafen: 5
Rot: Miljak (1.)

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