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19.11.2017 18:50 Uhr - 2. Bundesliga - cie

2. BL kompakt: BHC weiter Spitze, Verfolger verlieren an Boden

Kay Smits führte den WHV mit elf Toren zum Sieg über BietigheimKay Smits führte den WHV mit elf Toren zum Sieg über Bietigheim
Quelle: Jenny Seidel
Sieben Spiele standen bereits am gestrigen Samstag im Kalender der 2. Bundesliga. Der Bergische HC hatte einige Mühe in Konstanz, hielt die Weste mit einem 30:26 aber weiter weiß. Die Verfolger verlieren unterdessen weiter an Boden: Bietigheim unterlag in Wilhelmshaven und Lübeck-Schwartau hatte in Emsdetten mit zehn Toren das Nachsehen. Im Keller gelang unterdessen Eisenach der ersehnte erste Heimsieg, während Aues Negativserie anhält. Während TuSEM Essen den Anschluss an das Mittelfeld gefunden hat, riss der Lauf des Dessau-Roßlauer HV. Am Sonntag verlor Balingen in Nordhorn und somit ein weiterer Verfolger der BHC an Boden.

Der Spitzenreiter ließ sich auch im vierzehnten Spiel nicht stoppen. Der Tabellenvorletzte aus Konstanz hielt vor 1.200 Zuschauer zwar über sechzig Minuten bravourös dagegen, zum Stolpern brachten die Gastgeber, die im siebenfach erfolgreichen Matthias Riedel ihren besten Schützen hatten, den Absteiger und Aufstiegsfavoriten aber nicht. Angeführt von Fabian Gutbrod, Arnor Thor Gunnarsson und Linus Arnesson die jeweils sechs oder mehr Treffer erzielten, verwaltete der BHC die frühe 5:1-Führung souverän. Kurz nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Konstanz wieder auf ein Tor heran, schaffte sogar den Ausgleich. Doch der BHC hatte die passenden Antworten parat, eine Vierer-Serie sorgte für das 21:17 und war die entscheidende Weichenstellung für den 30:26-Erfolg.

Der Tabellenzweite aus Bietigheim verlor in Wilhelmshaven unterdessen weiteren Boden. Die 1.090 Zuschauer sahen dabei lange Zeit eine ausgeglichene Partie, sechs Minuten nach dem Seitenwechsel führte Bietigheim noch. Die Gastgeber waren lange Zeit einem Rückstand nachgelaufen, der Ausgleich und wenig später die Führung schienen weitere Kräfte freizusetzen. Beim 29:27 hofften die Gäste noch, doch als auf einen Doppelschlag von Matej Kozul dann durch Evgeny Vorontsov das 32:27 fiel, war die Vorentscheidung auf dem Weg zum am Ende deutlichen 37:30-Erfolg gefallen. Wilhelmshaven orientiert sich durch den Erfolg in Richtung Mittelfeld. Beste Schützen waren Kay Smits mit elf Toren für den WHV sowie Christian Schäfer mit sechs Treffern für die Gäste.

Keine Auswärtspunkte gab es auch für den Tabellenvierten Lübeck-Schwartau. Gastgeber Emsdetten hatte sich beim 6:2 auf vier Tore abgesetzt und verteidigte die Führung bis zum 15:12 Pausenstand. Eine Dreier-Serie ließ den Abstand nach Wiederbeginn beim 18:12 auf sechs Tore anwachsen. Die Schwartauer halbierten den Abstand noch einmal, doch Emsdetten zeigte sich wenig beeindruckt. Die Hausherren sorgten mit einem Sechs-Tore-Lauf zum 25:16 für die frühe Vorentscheidung und steuerten in der Folge zu einem auch in der Höhe verdienten 32:22-Erfolg, bei dem Dirk Holzner mit sieben Toren als bester Schütze aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung herausragte.

Die Erfolgsserie der Handballer des Dessau-Roßlauer HV ist derweil am Samstag gerissen. Die Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas verlor am Samstag beim Tabellen-15. HG Saarlouis mit 24:29 (12:13). Damit verließen die Dessauer nach zehn Spielen erstmals wieder als Verlierer das Parkett. Die bis dahin letzte Niederlage hatte der DRHV am 15. September beim 21:24 (11:10) daheim gegen den VfL Bad Schwartau kassiert. Vor 1325 Zuschauern in der Stadtgartenhalle lagen die Gäste während der 60 Minuten nicht einmal in Führung. Den 7:11-Rückstand (20.) hatten die Dessauer beim 15:15 (33.) zwar egalisiert. Anschließend zog Saarlouis aber auf 23:18 (45.) davon und kam nach diesem Zwischenspurt dank der Treffsicherheit von Lars Weißgerber (6/4), Jerome Müller und Michael Schulz (je 5) nicht mehr in Bedrängnis. Für die Dessauer erzielte Vincent Sohmann (6/2) die meisten Tore.

Der ThSV Eisenach hat hingegen den ersten Heimsieg in dieser Zweitliga-Saison gefeiert. Die Thüringer setzten sich am Samstag in der Werner-Assmann Halle in Eisenach mit 29:22 (12:10) gegen den auswärts weiter sieglosen VfL Eintracht Hagen durch. "Die Heimflaute muss beendet werden", hatte ThSV-Trainer Christoph Jauernik vor Spielbeginn betont. Zunächst sah es aber alles andere als gut aus. Eisenach geriet in Rückstand, bis zur 15. Minute mit 2:7. Eine Aufholjagd bis zur Pause zahlte sich aus, der ThSV ging mit einer Zwei-Tore-Führung in die zweite Halbzeit. In der bauten die Gastgeber den Vorsprung aus. In Gefahr geriet der wichtige erste Heimerfolg im siebten Versuch und der insgesamt dritte Saisonsieg nicht mehr.

HC Elbflorenz Dresden muss ebenfalls auf seinen ersten Auswärtssieg in dieser Saison warten. Die Mannschaft von Trainer Christian Pöhler verlor beim ASV Hamm-Westfalen vor 1960 Zuschauern mit 26:34 (10:15). Es war bereits die sechste Niederlage für die Dresdner in der Fremde. In der ersten Viertelstunde konnten die Dresdner noch mithalten, dann zogen die Gastgeber von 7:6 (15.) auf 10:6 (18.) davon. Mit einem Fünf-Tore-Rückstand ging das Pöhler-Team in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Aufholjagd der Sachsen aus, sie leisteten sich zu viele Fehlwürfe. Stattdessen baute Hamm die Führung auf 29:20 (48.) aus. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Erfolgreichste Dresdner Werfer waren Tim-Philip Jurgeleit (6/5) und Adrian Kammlodt (6). Mit acht Treffern konnte sich Vyron Papadopoulos als bester Torschütze für Hamm auszeichnen.

Die sportliche Krise beim Zweitligisten EHV Aue verschärft sich derweil weiter. Gegen TUSEM Essen verlor die Mannschaft von Trainer Stephan Swat am Samstag mit 27:29 (11:14). Es war die achte Niederlage in Serie für die Auer, die damit mit nur vier Pluspunkten im Tabellenkeller stecken bleiben. Bester EHV-Werfer war Jort Neuteboom mit neun Toren. Für Essen erzielte Michael Kintrup (6) die meisten Treffer. Die Gäste schafften mit nun 12:16 Punkten den Anschluss an das Mittelfeld. Die 1.250 Zuschauer sahen eine ausgeglichene Anfangsphase. Gegen Ende der ersten Halbzeit häuften sich allerdings die technischen Fehler bei den Gastgebern. Dank drei Treffern in Serie zog Essen von 11:11 (28.) bis zur Pause auf 14:11 davon. Zu Beginn des zweiten Durchgangs konnte sich TUSEM schnell mit sechs Toren absetzen. Swat reagierte auf das 18:12 mit einer Auszeit, um seine Mannschaft wachzurütteln. Zwar lief es für den EHV in der Folge etwas besser, die Aufholjagd kam allerdings zu spät.

Sonntagsspiele:

Auch am Sonntag lief es nach Plan für den Bergischen HC, den mit Balingen verlor ein weiterer Konkurrent an Boden. In Nordhorn verlor HBW nach einem zwischenzeitlichen Drei-Tore-Vorsprung nach gut zwanzig Minuten die Führung an die Gastgeber, Jens Wiese hatte für das 10:9 gesorgt. Nach einem 12:11 zur Pause setzte sich zu Beginn des zweiten Abschnitts dann die HSG zur Freude der 2.586 Zuschauer ihrerseits auf drei Treffer ab, doch auch das 22:18 acht Minuten vor dem Ende bedeutete noch keine Vorentscheidung. Die Gäste kämpften sich binnen drei Minuten auf ein Tor heran, doch erst Toon Leenders mit dem 23:21 und dann Lutz Heiny mit dem 24:22-Endstand hielten die Nordhorner auf Siegeskurs. In der engen Tabelle der 2. Bundesliga hat Balingen als Tabellendritter nun nur noch einen Punkt Vorsprung vor Nordhorn, das als Tabellenneunter in die Partie ging und nach deren Ende auf den fünften Platz vorrückte.

22 Treffer reichten auch im zweiten Sonntagsspiel nicht zum Sieg, bescherten den Rimparer Wölfen und den Rhein Vikings aber zumindest je einen Zähler. Ein Doppelschlag von Patrick Schmidt zum 22:22-Endstand sicherte den Gastgeber vor 1.719 Zuschauern in den letzten Minuten zumindest noch das Unentschieden. Zuvor hatten die Rimparer nach einem 20:17 den Faden verloren und waren mit 20:22 ins Hintertreffen geraten. Es war nur eine Wende in der abwechslungsreichen Partie, in der die Rhein Vikings ihrerseits kurz nach der Pause mit fünf Treffern geführt hatten. Mit der Punkteteilung verbleiben die Clubs auf den Plätzen 10 und 11 der Tabelle.

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