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10.12.2017 19:15 Uhr - 2. Bundesliga - cie

2. BL kompakt: Siege für Hildesheim und Konstanz, Bietigheim schlägt Schwartau

Oliver Milde erzielte vierzehn Treffer aus dem Feld - für Schwartau reichte es dennoch nicht zum SiegOliver Milde erzielte vierzehn Treffer aus dem Feld - für Schwartau reichte es dennoch nicht zum Sieg
Quelle: VfL Bad Schwartau
Drei Begegnungen in der 2. Bundesliga der Männer standen bereits am Freitag im Kalender, am Samstag folgten vier und am heutigen Sonntag folgten drei zum Abschluss. Im Verfolgerduell verbuchte die SG BBM Bietigheim wichtige Punkte im direkten Vergleich mit Bad Schwartau. Im Tabellenkeller setzte unterdessen Schlusslicht HSG Konstanz mit einem Auswärtserfolg in Dresden ein wichtiges Ausrufezeichen. Das verpasste Eisenach in Hildesheim, wo die heimische Eintracht deutlich die Oberhand behielt.

Sonntagsspiele:

Am Sonntag gab es mit der Partie SG BBM Bietigheim gegen VfL Lübeck Schwartau ein Verfolgerduell, die Gäste hatten Tabellenführer Bergischer HC zuletzt die erste Niederlage der Saison beigebracht. In Bietigheim aber behielten die Hausherren vor 1.571 Zuschauern die Oberhand, daran änderte auch beeindruckende vierzehn Feldtreffer von VfL-Akteur Oliver Milde nichts. Nach einem 13:16 zur Pause lief Bietigheim allerdings beim 18:22 immer noch einem deutlichen Rückstand hinterher, bevor die Wende erfolgte - in den letzten zwanzig Minuten gelangen den Gästen nur noch vier Treffer. Der Grundstein für die Bietigheimer, die binnen zehn Minuten mit einer Siebener-Serie auf 25:22 stellten und damit die Segel zum 31:28-Erfolg gesetzt hatten.

Die Zweitliga-Handballer des ThSV Eisenach bleiben nach der 14. Niederlage als Tabellen-19. auf einem Abstiegsplatz. Die Thüringer verloren am Sonntagabend bei Eintracht Hildesheim klar mit 19:28 (12:16). Beste Werfer der Partie vor 1309 Zuschauern waren für Eisenach Matthias Gerlich (8 Tore) und Savvas Savvas (12) bei den Gastgebern. Der Eisenacher gingen mit 1:0 in Front, das war aber die einzige Führung der Gäste im gesamten Spiel. Im ersten Durchgang blieb der ThSV aber immer auf Schlagdistanz, erst zur Ende der Halbzeit setzte sich Hildesheim etwas ab. Nach der Pause konnte Eisenach dann nicht mehr mithalten, die Eintracht zog sukzessive davon. Der Zwischenspurt von 16:13 auf 20:13 läutete die Vorentscheidung ein, auch weil Eisenach lediglich sieben Tore im zweiten Abschnitt gelingen sollten.

Gepunktet hat unterdessen das Schlusslicht. Zweitligist HC Elbflorenz Dresden hat die vierte Niederlage in Serie kassiert. Die Mannschaft von Trainer Christian Pöhler verlor am Sonntag gegen den Tabellenletzten HSG Konstanz mit 22:25 (8:12). Dadurch haben die Sachsen nur noch drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Vor 1.811 Zuschauern sorgte Gabriel De Santis nach 38 Sekunden für das 1:0. Es war die erste und einzige Führung für die Dresdner, die anschließend aufgrund vieler technischer Fehler und Unterzahl-Situationen ins Hintertreffen gerieten. Paul Kaletsch, mit sechs Toren neben Mathias Helmut Riedel bester Werfer bei den Gästen, sorgte in der 25. Minute für das 11:6 aus Gästesicht. Nach dem Seitenwechsel konnten die Elbflorenz-Handballer den Rückstand zunächst nicht entscheidend verringern. Mit zwei Treffern in Serie verkürzte Rene Boese erst in der 59. Minute auf 21:23, doch im Gegenzug sorgte Felix Klinger mit seinem Tor zum 24:21 für die Entscheidung. Erfolgreichste Dresdner Schützen waren Julius Dierberg (6/5) und Adrian Kammlodt (5).

Samstagsspiele:

Mit dem HSC 2000 Coburg und der HSG Nordhorn-Lingen standen sich zwei Verfolger am Samstag in einem direkten Duell gegenüber. Vor 1.749 Zuschauern wurde aus einem 5:8 ein 11:8 für die Coburger, die mit einem Sechs-Tore-Lauf eine erste Weichenstellung schafften. Nordhorn stabiliserte sich danach, Coburg führte zu Pause aber mit 16:11 und verteidigte den Vorsprung bis zum 21:15. Mit vier Treffern in Folge verkürzte Nordhorn, doch Coburg schlug zurück. Tobias Varvne setzte einen wichtigen Treffer und danach wurde mit einer starken Deckung der Weg zum Erfolg geebnet - beim 30:20 lagen sogar zehn Tore zwischen den Kontrahenten. Am Ende hieß es 30:22, beide Teams haben nun 21:13 Punkte.

Im Verfolgerfeld punktete der ASV Hamm-Westfalen gegen die HG Saarlouis doppelt, beim 32:28 (17:14) hatte der Tabellenfünfte aber einige Mühe mit dem viertletzten Team. Vor 1.706 Zuschauern war Vyron Papadopoulos der überragende Akteure, der Grieche erzielte 13/7 Tore und verzeichnete dabei nur einen Fehlwurf. Bester Feldschütze war Christoph Neuhold mit neun Treffern für die Hausherren. Hamm hatte mit einem schnellen 3:0 den Grundstein für einen Start-Ziel-Sieg gelegt, Saarlouis kämpfte, ließ sich mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung nicht abschütteln - konnte den Erfolg der Gastgeber aber nicht mehr in Gefahr bringen, auch wenn der Außenseiter selbst vier Minuten vor dem Ende beim 30:27 noch in Reichweite war. Hamm hatte aber die passenden Antworten parat, auch in diesem Moment - ein Doppelschlag ebnete den Weg zu, 32:28-Erfolg.

Der EHV Aue hat zwei überraschende Punkte verbucht. Der Tabellenvorletzte der 2. Bundesliga gewann am Samstag das mitteldeutsche Duell beim Dessau-Roßlauer HV mit 31:26 (17:15) und tankte nach dem ersten Auswärtssieg der Saison wieder Selbstvertrauen im Kampf gegen den Abstieg. Der Dessauer Roßlauer HV verpasste durch die Heimniederlage den Sprung auf den vierten Platz. Vor 1.481 Zuschauern hatten die Gastgeber nur in der Anfangsphase die Nase vorn (4:2, 5.). Die Auer schafften nach einer Viertelstunde jedoch den 8:8-Ausgleich und lagen in der 24. Minute (14:11) erstmals mit drei Toren vorn. Die Gäste entschieden die Partie unmittelbar nach dem Seitenwechsel zu ihren Gunsten, als sie mit einem 5:0-Lauf auf 22:15 (37.) enteilten. Den größten Anteil am verdienten Erfolg der Erzgebirger hatte der überragende Keeper Robert Wetzel (13 Paraden) und Janar Mägi (10 Tore), den die DRHV-Abwehr nie in den Griff bekam. Für die Hausherren erzielten Tomas Pavlicek (5/2) und Vincent Sohmann (5/3) die meisten Treffer.

Einen Überraschungscoup feierten auch die Rhein Vikings, die dank einer "School meets Handball" Aktion erstmal in heimischer Arena vor vierstelliger Kulisse spielten. Gegen den TV Emsdetten gab es einen 24:22 (12:12) Erfolg. "Die Mannschaft hat heute einmal mehr super gedeckt und ein richtig starkes Rückzugsverhalten an den Tag gelegt. Ich muss ihr für dieses kräftezehrende Spiel mit nur kleinem Kader ein großes Kompliment machen", lobte Vikings Coach Ceven Klatt. Sein Team hatte beim 21:20 wieder die Führung gesetzt und nach dem 23:22 war es dann Niklas Weiß, der mit dem 24:22 für den Endstand sorgte. "Die Vikings haben verdient gewonnen, wir haben in der Schlussphase leider den Kopf verloren", erklärte TVE-Coach Daniel Kubes. Mit Bennet Johnen, Felix Handschke und Niklas Weiß erzielten drei Vikings fünf Treffer, beim TVE kamen mit Marten Franke, Jasper Adams und Merten Krings ebenfalls drei Akteure auf diesen Wert.

Freitagsspiele:

Die 2.300 Zuschauer in der Sparkassen-Arena in Balingen sahen das erwartet packende Spitzenspiel, in dem Milan Kotrc das 30:28 setzte. Balingen verkürzte durch Valentin Spohn und kam noch einmal in Ballbesitz - der ersehnte Ausgleich gelang aber nicht mehr. Im ersten Abschnitt hatte zunächst Balingen vorgelegt, kurz nach dem Seitenwechsel holte sich dann der BHC diese beim 18:17 und gab sie in der Folge nicht mehr ab. Beste Werfer waren Linus Arnesson für den BHC und Valentin Spohn für HBW mit je neun Treffern aus dem Feld. Der Vorsprung des BHC auf die auf den vierten Platz abgerutschten Balinger beträgt nun bereits neun Punkte.

Die Rimparer Wölfe hätten mit Balingen an Punkten gleichziehen können, doch sie ließen am heutigen Abend ebenfalls Federn. TuSEM Essen hatte Mitte des zweiten Abschnitts beim 18:13 mit fünf Toren in Führung gelegen, kam dann aber aus dem Tritt und lag sechs Minuten vor dem Ende mit 19:20 zurück. Doch die letzten Minuten gehörten dann den Gastgebern, bei denen Noah Beyer und Jona Ellwanger mit je sechs Treffern die besten Schützen waren. TuSEM erkämpfte sich aber insbesondere dank einer starken Deckungsleistung dann den 23:21-Erfolg. Rimpar rutscht auf den achten Tabellenplatz, Essen liegt mit einem nun ausgeglichenen Punktekonto lediglich drei Plätze und vier Punkte dahinter.

In Hagen waren lediglich 425 Zuschauer in der Halle, diese sahen aber den deutlichsten Sieg des Abends. In der ausgeglichenen ersten Halbzeit wechselte die Führung mehrfach, die Hausherren nahmen ein knappes 17:15 mit in die Kabinen. Nach Wiederbeginn setzten sie sich aber binnen zehn Minuten auf 23:17 ab und steuerten zu einem ungefährdeten Erfolg. Hagen, das im neunfach erfolgreichen Daniel Mestrum seinen besten Werfer hatte, springt in der Tabelle damit auf den vierzehnten Platz. Die zuvor punktgleichen Gäste aus Wilhelmshaven könnten unterdessen im Verlauf des Wochenendes noch von Saarlouis überholt werden.

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